Der entscheidende Tipp von proALPHA zum Thema revisionssichere Archivierung von Daten und Belegen

proALPHA gibt einen Tipp zur revisionssicheren Archivierung von Daten und Belegen:

Der entscheidende Tipp von proALPHA zum Thema revisionssichere Archivierung von Daten und Belegen

Revisionssicherheit beinhaltet zwei Aspekte: einmal die technische und einmal die organisatorische Seite!

Es reicht nicht aus, ein Dokumentenmanagementsystem einzuführen, das testiert ist und die rechtlichen Vorgaben erfüllt, insbesondere die aus den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD). Es ist außerdem notwendig, die gesetzlichen Anforderungen in den internen Prozessen zu implementieren, und sicherzustellen, dass diese Prozesse auch eingehalten werden. Zur Sicherstellung verlangt der Gesetzgeber dazu ein Internes Kontrollsystem. Dieses System hat die Aufgabe, spezifische Zugangs- und Zugriffsberechtigungen, Erfassungs- und Verarbeitungskontrollen einzurichten und zu kontrollieren. Ebenso ist für die Prüfung der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit eine aussagefähige und aktuelle Verfahrensdokumentation notwendig, die alle System- beziehungsweise Verfahrensänderungen inhaltlich und zeitlich lückenlos dokumentiert. Bei der Frage, wann ein Dokument vernichtet werden darf oder in welchen Fällen statt des Originals die Kopie ausreichend ist, kann ein System wie proALPHA nur unterstützen. Nach dem Einscannen dürfen Papierdokumente vernichtet werden, soweit sie nicht nach außersteuerlichen oder steuerlichen Vorschriften im Original aufzubewahren sind. Der Steuerpflichtige kann entscheiden, ob Dokumente zusätzlich im Originalformat aufbewahrt werden sollen. Erst wenn beide Seiten adäquat berücksichtigt sind, ist die revisionssichere Archivierung von Daten und Belegen möglich.

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Arbeiten heute: 5 Trends, die man nicht ignorieren sollte

Welche Auswirkungen haben die veränderte Arbeitsweise und Trends im Arbeitsleben auf das Unternehmen. Das lesen Sie hier:

Sind Sie gut vorbereitet für die Zukunft? In jedem Fall sollten Sie nicht so weitermachen, wie bisher. Schließlich ist der Generationenwechsel in vollem Gange und verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten. Ebenso die Digitalisierung. Sie hat mittlerweile sämtliche Industrien erfasst hat und sorgt in einem rasanten Tempo für Innovationen – aber auch für Erschütterungen.

Was aber bedeutet das für die Unternehmen? Die Regeln sind anders, der Arbeitsplatz verändert sich und man kann nicht einfach so weitermachen wie bisher.

1. Man benötigt keinen Plan mehr – man braucht vielmehr ein Szenario

Der Name des Spiels lautet “Anpassungsfähigkeit” und nicht „Vorhersagbarkeit”. Wenn uns das Jahr 2016 etwas gelehrt hat, dann, dass es nur wenig gibt, das wir wirklich kontrollieren können. Veränderung ist die einzige Konstante, die es gibt. Die Innovationen in der Industrie nehmen zu, Technologien ufern immer weiter aus und die Arbeitswelt diversifiziert sich immer mehr. Auch wenn die meisten von uns noch klassische Jahrespläne schreiben, sollte nicht vergessen werden, weiterführende Szenarien zu entwickeln, die man im Bedarfsfall umgesetzt werden können. Wem es gelingt, eine Szenarien-Abfolge zu entwickeln und gestalten, der wird bald merken, wie erfolgreich er damit ist.

2. Langfristige Projektplanung

Projekte sind in jedem Unternehmen ein zentraler Bestandteil der täglich zu erledigenden Arbeit. Vielfach sind sie aber nur der Einstieg in ein Thema. Heutzutage sind PMOs das Zentrum eines jedes Projektuniversums – eines Universums, das sich anschickt, immer komplexer zu werden. Das liegt daran, dass langfristige Projekte der zentrale Antrieb für den Wandel innerhalb von Unternehmen sind. Die Kräfte, die auf unsere heutige Arbeitswelt einwirken sind so groß, dass man ihnen nur mit einer Kombination aus langfristiger Planung und flexiblem Projekt-Management begegnen kann.

3. IT wird zu PT (Product Technology)

Wie groß kann eine Veränderung sein, die sich allein durch das Ändern eines einzelnen Buchstabens ergibt und die Art und Weise beeinflusst, wie Unternehmen agieren und über sich reflektieren? In einer Welt digitaler Transformation, geht es nicht mehr nur um reine Informationen. Technologien beeinflussen heute jeden einzelnen Bereich des Business. Sie sind Bestandteil eines jeden Produkts und Services, die heute auf den Markt gebracht werden. Hören Sie auf mit IT und entscheiden Sie sich für PT, denn das ist schon längst Realität.

4. Arbeit und Projekte sind nicht länger eins

Der Abschluss eines Projekts ist nicht immer gleichbedeutend mit einer Zielerreichung. Vielmehr sind fortlaufende Projekte ein wesentlicher Part moderner Unternehmensstrukturen, wenn es darum geht die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Projekte sind vielmehr oft nur der Anfang von etwas. Aber wie handhabt man so etwas mit einer heterogenen, internationalen und virtuellen Belegschaft? Arbeitsmethoden wie Lean, Stage-Gate und Agile, die ursprünglich aus der Softwareentwicklung stammen, können helfen und halten immer mehr Einzug in andere Unternehmensbereiche. Leistungsfähige Unternehmen werden deshalb die Best Practice-Erfahrungen ihrer Technikkollegen für andere Unternehmensbereiche adaptieren und ihre Struktur flexibel ausrichten.

5. Mit dem Ofenrohr in die Ferne gucken, ist nicht mehr zeitgemäß

Alles ist miteinander verbunden. Produkte und Services sind zunehmend smart, Unternehmen immer mehr virtuell und Belegschaften und Teams werden immer internationaler. Darüber hinaus wird alles immer schneller und schneller. Mit dem Ofenrohr in die Ferne zu gucken ist fehl am Platz – in einer vernetzten, digitalen Welt. Es verzerrt die Wahrnehmung. Auch wenn es eine Menge Anstrengungen kostet, sich von alten Gewohnheiten zu trennen, vernetzen Sie sich – arbeiten sie mit anderen zusammen. Das gilt für jeden aber vor allem für Projektmanager, EAs und PMOs – setzen sie sich über die Grenzen ihrer Jobtitel hinweg. Die Welt verändert sich und jetzt wird es Zeit, ins Spiel zu kommen.

Globale Kräfte, Generationen, Technologien und Ressourcen fließen immer mehr ineinander und beeinflussen die Art wie wir arbeiten. Künftig wird vieles anders sein als bisher. Im Sog all dieser Veränderungen liegt eine große Chance für die Unternehmen, Teams und letztlich jeden Einzelnen sich selbst anders wahrzunehmen und einzubringen als jemals zuvor. Das Spiel hat sich verändert. Jetzt sind Sie an der Reihe.

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Keine Angst vor Scrum bei der Einführung von CRM: 5 Erfolgsfaktoren

Keine Angst vor Scrum bei der Einführung von CRM: 5 Erfolgsfaktoren

Besonders bei der Einführung von IT-Systemen wie CRM haben sich agile Methoden wie Scrum bewährt. Aber wo genau liegen die Vorteile gegenüber herkömmlichem Projektmanagement? In dieser CRM-Checkliste gibt Robert Geppert, CCO (Chief Customer Officer) bei der Sybit GmbH, der EAS-MAG-Redaktion 5 Punkte, warum Scrum eine CRM-Projekt-Einführung erfolgreich macht.

Keine Angst vor Scrum und Co: 5 Erfolgsfaktoren für die agile Einführung von IT-Systemen

Bei der Konzipierung von Projekten – besonders in der IT – gehen Unternehmen häufig noch statisch an die Planung heran. Das Projekt wird schon vor Beginn von vorne bis hinten durchgeplant, den Entwicklern wird eine Wunschliste geschickt und dann wird losgearbeitet. Nicht bedacht wird hierbei, dass so die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse und Planänderungen sehr erschwert werden. Die Features der vollendeten Software sind dann bereits veraltet, müssen nochmals mit Change Requests angepasst werden oder der Umfang des Systems ist nicht mehr akkurat.

Diesen Schwierigkeiten weicht man mit einer agilen Methode wie Scrum aus. Budget und Zeit bleiben dabei relativ stabil, aber der Umfang des Projekts wird flexibel. Worin die Vorteile von Scrum liegen und warum sie nicht unterschätzt werden sollten, erklären die folgenden fünf Punkte.

1. Sukzessive Anforderungsformulierung

Im Gegensatz zu herkömmlicher Projektplanung ist bei Scrum
anfangs noch nicht genau ausgearbeitet, welche Anforderungen die Software
erfüllen muss. Ein grober Vorgangsplan wird zwar ausgearbeitet, aber dieser
bleibt anpassbar. Die Anforderungen werden sukzessive gestellt und können so
aktuellen Begebenheiten entsprechen. Dadurch wird verhindert, dass
Software-Features bei ihrer Fertigstellung bereits veraltet sind und
überarbeitet werden müssen.

Die Endanwender und Fachabteilungen, in denen die Software eingesetzt wird, stellen hierbei ihre fachlichen Anforderungen. Die Anforderungen werden im Anschluss als Use Cases strukturiert. Diese Use Cases, in Scrum auch User Stories genannt, dokumentieren den gesamten Prozess, welcher dann von den Entwicklern in der Software umgesetzt werden wird. So ermöglicht man den zuständigen Mitarbeitern Mitsprache, macht sie zugleich mit der Software vertraut und konsolidiert den gesamten Vertriebsprozess.

2. Stufenweise Implementierung

Da man durch Scrum die Probleme statisch strukturierter
Projektplanung aufheben will, muss die Implementierung der Softwarebausteine
stufenweise erfolgen. So behalten Projekte maximale Agilität und
Reaktionsvermögen. Entstehende Probleme, wie beispielsweise inkompatible
Softwareschnittstellen, werden damit frühzeitig erkannt und gelöst. Sollten
sich die Anforderungen oder Rahmenbedingungen während des Projekts verändern,
kann ebenfalls blitzschnell mit entsprechenden Korrekturen und Planänderungen
reagiert werden.

Durch die iterative Vorgehensweise sind nur Teile der Software
von derartigen Problemen betroffen: Alle zukünftigen Implementierungsschritte
(Sprints) können diese dann von Anfang an berücksichtigen. Zudem können neue
Ideen und Verbesserungsvorschläge schon während des Prozesses entstehen und
direkt eingesetzt werden. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern ermöglicht
auch das Potential des Software-Projekts besser auszuschöpfen.

3. Lessons Learned

Am Ende jedes Sprints, also nach jedem Projektabschnitt, findet bei Scrum ein Lessons Learned Meeting statt. Dabei diskutieren die beteiligten Mitarbeiter, welche Erfolge erzielt wurden, wo Verbesserungen möglich sind und wie diese im nächsten Sprint berücksichtigt werden können. Diese Retrospektive hat durch die iterative Natur von Scrum den Vorteil, während des Projektes immer wieder eingesetzt werden zu können.

Im Gegensatz zu einem Projektrückblick, der nach der vollständigen Implementierung eines Systems folgt, kann Scrum schneller und effektiver auf entstandene Probleme eingehen und zukünftige Sprints effizienter machen. In kleinen Etappen entsteht dadurch ein Lernkurve, die das gesamte Projekt überspannt und sich durchgehend entwickelt.

4. Strukturierte Vorgehensweise

Scrum ist zwar agil und flexibel, aber dadurch noch lange nicht chaotisch. Im Gegenteil, Scrum funktioniert durch strukturiertes Vorgehen und klar definierte Rollen. Der Product Owner definiert gemeinsam mit dem Entwicklerteam die Produkteigenschaften, bestimmt nach Sprintabschluss die fertiggestellten Anforderungen und hält regelmäßig Rücksprache mit den Stakeholdern (z.B. Kunden oder Anwender). Das Entwicklerteam ist dann unter Moderation des Scrum Masters für die Umsetzung verantwortlich.

Diese geschieht ebenfalls sehr geordnet und nach Regeln, welche
der Scrum Master bestimmt. Die Use Cases werden im Backlog festgehalten und
nach Sprints gegebenenfalls vom Product Owner angepasst. Im Sprint Backlog
dagegen werden die Anforderungen an den nächsten Sprint gesammelt. Durch die
klare Strukturierung der Vorgänge ist ein reibungsloser Ablauf und effiziente
Zeitnutzung garantiert.

5. Fortschritte und Zuständigkeit transparent

Wichtig für den Erfolg eines geplanten Softwareprojekts, ist Transparenz. Durch die ständige Aktualisierung der erledigten und ausstehenden Aufgaben im Product und Sprint Backlog, ist der Stand des Projekts zu jeder Zeit sichtbar. Der Fortschritt des Entwicklerteams und die voraussichtliche Zeit bis zur Fertigstellung der nächsten Sprints lässt sich so leicht einschätzen. Zudem erlaubt die hohe Transparenz von Scrum den Stakeholdern, dass Projekt mühelos zu verfolgen und Anpassungen vorzuschlagen, sollten sie Problempunkte feststellen.

Da durch die von Scrum eingesetzten Rollen auch die Zuständigkeiten im Projekt klar definiert sind, ist die Reaktion auf entstehende Hindernisse oder spontane Planänderungen stets unkompliziert. Jeder Beteiligte weiß, wo der eigene Verantwortungsbereich endet und ein anderer beginnt.

Die genannten Gründe zeigen: Die Effizienz und Agilität von Scrum darf keinesfalls unterschätzt werden. Vor allem bei der Implementierung von IT-Systemen bringt Scrum seine Stärken zum Einsatz. Beispielsweise für die Einführung von CRM-Systemen, die den Kundenprozess digitalisieren, eignet sich die Scrum-Methode besonders. Mitarbeiter im Customer-Service können von Anfang an Mitwirken und die Software an ihre spezifischen Bedürfnisse oder Kundenbereiche anpassen, sich somit schnell mit dem Programm vertraut machen und das Projekt kann mühelos auf Änderungen in der Kundenstruktur oder dem Produktangebot des Unternehmens eingehen.


Falls Sie an weiteren Hinweisen zu effizientem Projektmanagement – insbesondere bei CRM-Systemen – interessiert sind, lohnt es sich einen Blick in dieses E-Book von Sybit zu werfen. Darin werden typische Stolpersteine behandelt, auf die Sie bei Ihrem Projekt stoßen können, und erklärt, wie Sie diese vermeiden.


Autor: Robert Geppert, CCO (Chief Customer Officer) bei der Sybit GmbH

Robert Geppert ist Mitglied der Geschäftsleitung der Sybit GmbH. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung im Vertriebs- und Marketing-Management verfügt er über umfassende Expertisen im erfolgreichen Auf- und Ausbau von Vertriebsorganisationen.

Über Sybit:

Sybit gehört zu den besten Digitalagenturen Deutschlands und seit Sommer 2018 auch zur itelligence group. Sie sind Experten für individuelle End-to-End Customer Journeys, kreieren digitale Erlebniswelten über die man spricht und gestalten so lebendige Kundenbeziehungen, die von Dauer sind. Als SAP Gold-Partner bieten sie ihren Kunden eine ganzheitliche Prozessberatung: von der Analyse und Strategieplanung über Design, Implementierung und tiefe Integration bis hin zu umfassenden Supportdienstleistungen. Mit über 1.500 erfolgreich durchgeführten Projekten sind sie führende Experten für die digitale Transformation in den Branchen Fertigungsindustrie, Konsumgüter, Dienstleistung und Medien.

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So können Unternehmen ihre digitale Kommunikation wirkungsvoll gegen Hacker verteidigen

Unverschlüsselte E-Mails öffnen Cyber-Kriminellen Tür und Tor – dennoch sind sie in den meisten Unternehmen Standard. Brabbler erläutert, warum sie besser auf durchgängig verschlüsselte und geschlossene Kommunikations-Plattformen setzen sollten um ihre digitale Kommunikation zu sichern.

So können Unternehmen ihre digitale Kommunikation wirkungsvoll gegen Hacker verteidigen

Deutsche Unternehmen sind ein besonders beliebtes Ziel von Hackern. Laut Bitkom wurden in den beiden vergangenen Jahren über die Hälfte von ihnen Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl durch Cyber-Attacken. Den dadurch entstandenen Schaden beziffert der Branchenverband auf 55 Milliarden Euro pro Jahr. Betroffen von solchen Angriffen sind beileibe nicht nur Großunternehmen, sondern auch Mittelständler. Unter ihnen finden sich schließlich viele „Hidden Champions“, die über exklusives Know-how verfügen und deren Forschungs-, Entwicklungs-, oder Konstruktionsdaten dadurch äußerst begehrt sind.

Durch einen sorglosen Umgang mit ihrer digitalen Kommunikation öffnen viele Unternehmen den Cyber-Kriminellen dabei Tür und Tor, warnt der Spezialist für vertrauliche Kommunikation Brabbler AG.

Daniel Eyring, Teamleiter Entwicklung bei Brabbler sagt:

„Leider sind unverschlüsselte E-Mails auch in deutschen Unternehmen immer noch der De-Facto-Standard, obwohl sie die denkbar unsicherste Kommunikationsmethode darstellen. Sie bieten Hackern zahlreiche kinderleicht ausnutzbare Ansatzpunkte zur Vorbereitung und Durchführung ihrer Attacken.“

So können unverschlüsselte E-Mails relativ einfach belauscht und noch einfacher gefälscht werden. Ein technisch versierter Angreifer schafft es innerhalb weniger Minuten, eine E-Mail so aussehen zu lassen, als komme sie von einer dem Empfänger bekannten Person. Fügt er noch Information mit ein, die er zuvor beispielsweise über das Belauschen von E-Mails gesammelt hat, kann er sich täuschend echt als Vorgesetzter, Kollege oder Bekannter ausgeben. So animiert er den Empfänger dazu, Insider-Informationen preiszugeben oder einen Link anzuklicken, der dann eine Spionage-Software oder Ransomware herunterlädt.

Problematisch an E-Mails ist aber nicht nur die meist fehlende Verschlüsselung, sondern auch, dass E-Mail grundsätzlich für Jedermann offen ist. Ein Hacker kann jeden Mitarbeiter anschreiben, dessen E-Mail-Adresse er kennt oder sich durch einfachste Rückschlüsse zusammenreimt. Somit ist es nicht nur einfach, E-Mails zu fälschen; es bestehen auch kaum Hürden, die gefälschten E-Mails zuzustellen.

Wollen Unternehmen die Angriffsvektoren in der digitalen Kommunikation auf ein Minimum reduzieren, sollten sie deshalb nicht nur durchgängig verschlüsseln, sondern auch über eine Alternative zum Medium E-Mail nachdenken: eine proprietäre, geschlossene Kommunikations-Plattform. Diese Kombination erlaubt die meisten Sicherheitsschichten und macht es Hackern damit so schwer wie möglich:

  1. Mit einem geschlossenen System lässt sich sicherstellen, dass nur von der zentralen IT freigegebene Personen an der internen Kommunikation teilnehmen können. Das erhöht die Hürden für Cyber-Kriminelle, sich in die Kommunikation eines Unternehmens einzuklinken, erheblich.
  2. Verschlüsselte Nachrichten sind deutlich schwieriger zu fälschen als unverschlüsselte. Potenzielle Opfer bekommen klare und deutliche Signale, dass etwas nicht stimmt, beispielsweise weil die Signatur einer Nachricht nicht korrekt ist, oder die Verschlüsselung offensichtlich nicht vorhanden ist.
  3. Durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung lässt sich sicherstellen, dass entlang des gesamten Übertragungsweges einer Nachricht niemals Inhalte im Klartext vorliegen. Selbst wenn es einem Angreifer gelingt, eine Nachricht zu belauschen, kann er damit nichts anfangen, weil er nur über einen unentschlüsselbaren Datensalat verfügt.
  4. Derselbe Effekt tritt ein, wenn auch die ruhenden Daten auf den Endgeräten und Servern verschlüsselt sind. Stiehlt oder hackt ein Cyber-Krimineller ein Endgerät oder verschafft sich Zugang zu einer Datenbank, ist es ihm nicht möglich, die Daten zu verwenden.

Entscheiden sich Unternehmen für den Einsatz einer durchgängig verschlüsselten, proprietären geschlossenen Messaging-Plattform, sollten sie bei der Auswahl aber einige zentrale Dinge beachten.

Daniel Eyring:

„Wichtig ist, dass die Unternehmen jederzeit die Hoheit über ihre Daten und Schlüssel haben. Sie müssen sämtliche Schlüssel selbst generieren und verwalten können. Außerdem sollte man um US-amerikanische Anbieter einen Bogen machen und stattdessen auf europäische Alternativen vertrauen. Dann ist man nicht nur vor dem Zugriff durch US-amerikanische Behörden geschützt, sondern hat auch eher Rechtssicherheit hinsichtlich der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Denn eine Speicherung personenbezogener Daten außerhalb der EU kann hier zu empfindlichen Strafen führen.“

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OMS: Vom Zauber des Cross-Channel-Managements im Omni Channel Commerce

Der moderne Konsument bestimmt, wann, wo und wie er einkauft. Er ist potenziell ständig online und oft besser über Produkte und Dienstleistungen informiert als die Verkäufer. Der Kunde erwartet, dass man ihn in einer Filiale über den Status einer Onlinebestellung informiert bzw. dass der Verkäufer schnell herausfindet, welche Artikel der Kunde zuvor gekauft hat, um ihm dann beispielsweise passendes Zubehör empfehlen zu können. Eine solche kanalübergreifende Sicht auf die Kundenhistorie liefert nur ein cross-channel-fähiges Order-Management-System (OMS). Wie fit Sie im Cross-Channel-Management sind, verrät Ihnen die Checkliste von Arvato-Systems zur Ersteinschätzung.

OMS: Vom Zauber des Cross-Channel-Managements

Checkliste im Überblick:

  1. Ermöglichen Sie Click-and-Collect und Pick-in-Store?
  2. Werten Sie Daten über den Warenbestand systematisch aus?
  3. Optimieren Sie Ihren Service auf Basis von Kundendaten?
  4. Verbessern Sie die Geschäftsprozesse?
  5. Betreiben Sie ein leistungsstarkes OMS?

1. Ermöglichen Sie Click-and-Collect und Pick-in-Store?

Damit Kunden Waren online bestellen und im Laden abholen können, muss der Auftrag an die Filiale übermittelt werden, um dort die Waren heraussuchen (pick) und verpacken zu können. Das OMS erkennt, ob der gewünschte Artikel in der Filiale vorrätig ist oder ob nicht eine andere Filiale den Auftrag übernehmen sollte. Zudem informiert das OMS über das Profil eines Stores: Wie groß ist er? Wie viele Pakete können dort täglich ausgeliefert oder verpackt werden? Und für die Abholung kann der Mitarbeiter am Servicepoint im OMS erkennen, wo in der Filiale sich die Bestellung befindet, um sie dem Kunden überreichen und die Übergabe im System quittieren zu können.

2. Werten Sie Daten über den Warenbestand systematisch aus?

Da im OMS alle Warenbestände hinterlegt sind, lassen sich diese Daten systematisch auswerten. Damit lassen sich der Kundenservice verbessern und die Prozesse optimieren – was zur Steigerung der Betriebswirtschaftlichkeit beiträgt. Ist z.B. der Bestand eines Artikels in einer Filiale zu hoch und in einer anderen zu niedrig, lässt sich auf Basis der Daten im OMS eine Umlagerung der Waren anstoßen. Oder Händler initiieren Marketingaktionen in einer Region, um den Abverkauf anzukurbeln und Markdowns möglichst gering zu halten. Weiterhin können sie ihre Kunden bitten, einen Artikel in einer bestimmten Filiale zu retournieren, weil dort der Bestand niedrig ist. So lässt sich der teure Umweg über ein Zentrallager vermeiden, und der Artikel gelangt schneller wieder in den Verkauf.

3. Optimieren Sie Ihren Service auf Basis von Kundendaten?

Kunden möchten die Verfügbarkeit von Produkten einsehen, Lieferungen am selben Tag oder zu einer bestimmten Zeit erhalten, den Lieferstatus verfolgen und proaktiv über den Zeitpunkt der Zustellung bzw. Abholung informiert werden. Damit Kundendienst, Logistikmitarbeiter und Verkäufer den Kunden in jeder Phase seiner Customer-Journey optimal betreuen können, müssen sie jederzeit Zugriff auf alle aktuellen Kundendaten haben: von den Vorlieben über die Einkaufshistorie bis hin zu aktuellen Bestellungen. Als zentrale Datendrehscheibe sammelt ein OMS Kundendaten über alle Kanäle hinweg in Echtzeit und stellt sie optimiert kanalübergreifend zur Verfügung – inklusive relevanter Aktionsmöglichkeiten je Kanal, wie etwa eine Reservierungsoption: Wenn der Kunde im Callcenter anruft oder mit einem Filialmitarbeiter spricht, der einen Artikel nicht vorrätig hat, kann er im OMS sehen, ob das Produkt in der nächsten Filiale verfügbar ist und es dort reservieren.

4. Verbessern Sie die Geschäftsprozesse?

Die systematische Sammlung von Kundendaten bildet ebenso die nötige Grundlage, um die Geschäftsabläufe kundenorientiert optimieren zu können. Auch hier leistet ein OMS wertvolle Unterstützung, indem es Logistik, Debitorenmanagement, Point-of-Sale und Servicecenter eng miteinander verknüpft. Zugleich ermöglicht es, Daten zu Kunden, Bestellungen, Artikeln und Beständen nicht nur mit weiteren Informationen anzureichern, sondern diese auch auszuwerten – zugunsten eines besseren Service und transparenteren Prozessen.

5. Betreiben Sie ein leistungsstarkes OMS?

Anstatt den äußerst komplexen Versuch zu unternehmen, den Onlineshop, das Logistik- oder ERP-System, die Customer-Care- oder Store-Lösung in ein OMS zu verwandeln, ist der Einsatz eines professionellen Oder-Management-Systems meistens die günstigere und einfachere Option. Aufgrund seines modularen Aufbaus und seiner service-orientierten Architektur (SOA) lässt es sich an weitere Systeme, wie etwa eine Callcenter-Lösung oder eine Preis- und Promotion-Engine, bedarfsgerecht anbinden und erlaubt, alle Daten und Geschäftslogiken per Web-Services zu nutzen. Ein OMS beinhaltet neben relevanten Kundendaten auch die erforderliche Geschäftslogik für Ordersplitting, Routing und Retourenabwicklung. Zudem ermöglicht es die zentrale Datenspeicherung und -auswertung und unterstützt, darauf aufbauend, die Optimierung von Geschäftsprozessen. Das führt zu einem besseren Kundenservice im Callcenter und in den Filialen sowie zu einer transparenteren und effizienteren Verwaltung der Bestände über verschiedene Lager und Stores hinweg. Mit einem Callcenter-Modul, einem Instore-Modul zur Anbindung von POS-Systemen, einem Preis- und Promotion-Modul sowie einem Dropshipping-Modul bildet ein OMS das technologische Fundament für modernen Cross-Channel-Commerce.

Autor: Dr. Martin Anduschus, Vice President von Arvato Systems

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Data-driven Marketing: Mehrwerte aus Daten schaffen

Data-driven Marketing: Mehrwerte aus Daten schaffen

Daten sind längst zur wichtigsten Ressource der Informationsgesellschaft geworden. Sie helfen Unternehmen bei der Analyse von Kundenbewegungen oder unterstützen sie bei der Entscheidungsfindung über neue Produkte und ihre Vermarktung. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über Data-driven Marketing.

Data-driven Marketing: Mehrwerte aus Daten schaffen

In Zeiten umfassender Vernetzung entstehen Daten in riesiger Menge und aus unterschiedlichen Quellen, von der Produktion über die klassische Verwaltung bis hin zu den sozialen Netzwerken. Erfassen und analysieren Unternehmen diese Daten, können sie auf dieser Basis zielgerichtete und personalisierte Marketing-Kampagnen starten – und zwar weitgehend automatisiert. Möglich wird dieses datengetriebene Marketing durch moderne Technologien wie Cloud Computing, Echtzeit-Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz.

Data-driven Marketing bedeutet aber mehr als nur den Einsatz von Technologie. Als ganzheitliches Konzept wirkt es sich nachhaltig auf die Unternehmenskultur und die gesamte Wertschöpfungskette aus, verändert Unternehmen im Zweifel also fundamental. Umso wichtiger ist es, bei der Umsetzung des Konzepts gründlich vorzugehen. Der IT-Dienstleister Macaw empfiehlt die folgenden fünf Schritte.

1. Business Case formulieren

Unternehmen brauchen einen Business Case, in dem sie definieren, an welchen Stellen welche Daten ihre Entscheidungen unterstützen sollen. Nicht alle Daten helfen bei allen Entscheidungen, deshalb ist es im Vorfeld erfolgskritisch, die Einsatzszenarien und Erkenntniserwartungen konkret zu beschreiben. Aus Definition und Use Case lassen sich die weiteren Schritte ableiten.

2. Die Qualität in den Mittelpunkt stellen

Die Tatsache, dass Daten in großen Mengen bereitstehen, könnte dazu verführen, sich nur wenig um ihre Qualität zu kümmern. Aber das Gegenteil ist notwendig: Datengetriebenes Marketing kann nur mit Daten erfolgreich sein, die in hinreichender Qualität vorliegen. Die richtige Menge und die nötige Qualität zu gewährleisten, ist daher ein unerlässlicher Schritt auf dem Weg zum Data-driven Marketing. 

Die Aufbereitung der Daten umfasst die Konsolidierung von Stamm- und Kundendaten ebenso wie die Einbeziehung weiterer Informationen wie Transaktionsdaten aus laufenden Geschäften oder externe Daten aus sozialen Netzwerken. Durch die Bereitstellung von „Right Data“ oder „Smart Data“ lässt sich die Datenmenge begrenzen und die Qualität der Daten verbessern. Damit steigt die Effizienz ihrer Nutzung.

3. Die richtigen Technologien bereitstellen

Cloud-basierte Datenbanken können große Datenmengen schnell verarbeiten. Aber erst Künstliche Intelligenz ist in der Lage, daraus neue Erkenntnisse zu extrahieren. Mit Machine Learning trainierte Algorithmen sind etwa in der Lage, dem menschlichen Auge verborgene Zusammenhänge in großen Mengen unstrukturierter Daten sehr schnell zu erkennen und damit neue Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung zu liefern. Unternehmen sollten so früh wie möglich anfangen, den Einsatz von KI zu evaluieren; die Technologie dafür ist reif und leistungsfähig genug.

4. Kompetenzen aufbauen

Data-driven Marketing ist aber selbst dann noch eine Sache für Fachkräfte, wenn KI schon wertvolle Hilfe geleistet hat. Für datengetriebene Geschäftsmodelle benötigt jedes Unternehmen entsprechende Fachkräfte: IT-Experten, die Daten sammeln und aufbereiten oder Prozesse modellieren; Data Scientists, die Algorithmen programmieren und trainieren; Data Specialists aus der Marketingabteilung, die die richtigen Fragen an die Daten stellen und die richtigen Schlüsse aus den KI-gestützten Analysen ziehen. Die fachliche Expertise für diese Tätigkeiten ist in der Regel bereits vorhanden, die technischen Kompetenzen können Unternehmen über interne Weiterbildung aufbauen. Zudem erhöhen Unternehmen durch solche internen Lösungen bei der eigenen Belegschaft die Akzeptanz für datengetriebene Geschäftsmodelle und den Einsatz moderner Technologien.

Data-driven Marketing

5. Pilotprojekte definieren

Wer über die notwendigen Daten in guter Qualität verfügt und qualifizierte Mitarbeiter hat, sollte am besten mit einem kleinen, überschaubaren Pilotprojekt in das datengetriebene Marketing starten, beispielsweise mit einer einzelnen Kampagne. Dadurch können Unternehmen Erfahrungen sammeln, die erforderliche digitale Infrastruktur aufbauen und anpassen und das interne Know-how schärfen. All das hilft Unternehmen bei weiteren Projekten, die sie bereits beim Start einplanen sollten, damit sie die erprobten Technologien und Methoden für die Datenanalyse unternehmensweit ausrollen können. Denn von den ersten Erfahrungen wird nicht nur das Marketing profitieren, sondern das komplette Unternehmen – bis hinauf zur Chefetage.

„So gut sie auch gemeint ist, die klassische Kundenbetreuung mit ihren konventionellen Methoden reicht bei Weitem nicht mehr aus, denn das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunden hat sich radikal verändert“, erklärt Uli Wolter, Managing Director bei Macaw Deutschland. „Die Ansprüche von Kunden sind massiv angewachsen und der Wettbewerb ist so hart wie nie zuvor. Unternehmen tun gut daran, die Haltung gegenüber ihren Kunden zu überdenken: sie müssen den Kunden in den Mittelpunkt ihres Agierens stellen und eine regelrechte Kundenkultur entwickeln. Data-driven Marketing ist ein essenzielles Werkzeug dafür.“

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Die Payroll auf dem Weg in die Cloud

Die Payroll auf dem Weg in die Cloud

Das letzte Jahr hat die HR-Teams vor zahlreiche Herausforderungen gestellt – sei es die komplette oder teilweise Verlagerung der Mitarbeiter ins Home-Office, die Umstrukturierung interner und externer Prozesse oder die Neuzuordnung von Beschäftigten aufgrund wegfallender oder neuer Geschäftsbereiche. Eine Lösung ist hierbei der Weg in die Cloud, auch im Hinblick auf die Payroll.

Die Payroll auf dem Weg in die Cloud

Das Personalwesen ist dabei auf eine Vielzahl von Daten für die Administration, Abrechnung, Zeitwirtschaft, Qualifikation und Organisation angewiesen. Um auf diese Daten zugreifen und damit arbeiten zu können, ist eine solide IT-Infrastruktur erforderlich, die sich auch von zuhause nutzen lässt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Personalabrechnung und -verwaltung. Aus Sicherheitsgründen werden diese Aufgaben meist mit einer eigenen Lösung abgewickelt und über Schnittstellen mit den übrigen Systemen verbunden. Es kommt auch heute noch vor, dass die Daten per E-Mail mit Hilfe von Reports oder Tabellenkalkulationen übertragen werden. Kaum vorstellbar in Zeiten, in denen Stellenausschreibungen bereits direkt an die Jobbörsen gekoppelt und mit internen Recruiting-System verbunden sind. Es ist Zeit, neuen Ansätzen zu folgen, um diese Legacy-Modelle zu ersetzen. Ein beliebter Weg ist hierbei der Gang in die Cloud. Allerdings schrecken  viele Personaler und Unternehmen davor noch immer zurück.

Vereinigung in der Cloud

Dabei sind die Vorteile von Cloud-basierten Lösungen vielversprechend. Der vollständige Lebenszyklus eines Mitarbeiters, von der Einstellung bis zur Rente, ist ohne eine zusätzliche Firmen-IT und ohne Systemstopp zu realisieren. Dabei sind die Daten ohne zeitliche und räumliche Begrenzung verfügbar, und je nach Aufgabengebiet können sowohl Personalverantwortliche als auch Mitarbeiter Anwendungen selbst über eine einheitliche Benutzeroberfläche bedienen. Durch die nahtlose Integration der verschiedenen Workflows und Freigabeprozesse steigt die Effizienz.

Vor allem die Gehaltsabrechnung und die Zeitwirtschaft können von diesem Ansatz profitieren. Denn mit einer Cloud-basierten Payroll-Lösung können Unternehmen auch in Krisenzeiten agil bleiben. Wenn Personaladministration, Recruiting, Talent-Management und Nachfolgeplanung nicht mehr auf der firmeneigenen IT abgewickelt werden, sollte das auch für Abrechnung und Zeitwirtschaft gelten. Alles andere kann zur Frustration der Mitarbeiter führen. Hinzu kommt, dass viele Systeme veraltet sind und der Aufwand, sie auf dem neuesten gesetzlichen Stand zu halten, hoch ist. Durch das altersbedingte Ausscheiden von Personal mit den nötigen Fachkenntnissen wird die Wartung oder Weiterentwicklung von Altsystemen in naher Zukunft zudem schwieriger werden.

Große Akzeptanz trotz hochsensibler Daten

Viele Personaler hatten in der Vergangenheit Bedenken gegenüber der Cloud, da Gehaltsdaten in Deutschland als besonders sensibel angesehen werden. Die Akzeptanz steigt jedoch zunehmend. Beispielsweise nutzen immer mehr Bürger die Cloud-Lösung ELSTER für ihre Einkommenssteuererklärung, die ähnlich sensible Daten verarbeitet. Und laut dem Cloud-Monitor 2020 von Bitkom und KPMG setzten im vergangenen Jahr bereits 76 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Software ein, Tendenz weiter steigend.

Mindestanforderungen klarstellen

Wenn sich Unternehmen entscheiden, auch die Payroll in die Cloud zu verlagern, müssen jedoch für eine hohe Nutzerakzeptanz zwei Mindestanforderungen erfüllt sein: Die Cloud-Anwendung sollte zum einen intuitiv bedienbar sein und automatisch sowie situationsabhängig Hilfe anbieten. Zum anderen muss der Schutz vor Datenmissbrauch jederzeit gewährleistet sein. Nur dann lässt sich sicherstellen, dass sich die HR-Teams mit der Umstellung wohlfühlen und produktiv arbeiten können. Hierbei können auch eine Unterstützung und Beratung zur Optimierung der Payroll-Prozesse sinnvoll sein, um das Cloud-System noch effizienter zu nutzen.

Die Payroll auf dem Weg in die Cloud

Neuimplementierung vs. sanfter Spurwechsel

Gehaltsabrechnungen sind durch Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge, betriebliche Übungen sowie vielfältige Benefits und Angebote zur Altersvorsorge sehr komplex geworden. Daher schrecken viele Personaler vor einer Ablösung der bestehenden Payroll zurück. Viele erinnern sich noch daran, dass die damalige Einführung des firmeneignen IT-Systems mit Überstunden und Noteinsätzen verbunden war. Zudem wird gemutmaßt, dass viele Cloud-Lösungen noch nicht den Reifegrad und die Funktionalität der gewohnten Systeme haben.

Es gibt jedoch mittlerweile Cloud-Systemlösungen auf dem Markt, die genau diesen Bedenken entgegenwirken, da sie eine direkte Überführung der Personaladministration ermöglichen. Hierbei wird eine „Kopie“ der bestehenden Daten in den alten Systemen erstellt und in die Cloud integriert. Damit lässt sich der Wechsel auf Basis von in der Praxis erprobten und bewährten Methoden, sogenannten Best-Practice-Prozessen, bewerkstelligen, und die gewohnte Funktionalität sowie die Historie der Abrechnung und Zeitwirtschaft bleibt erhalten. Auch der Schulungsaufwand und Betriebsunterbrechungen halten sich hiermit in Grenzen. Hinzu kommen weitere Vorteile. Beispielsweise können Unternehmen die Verantwortung für Wartung und Pflege an den Cloud-Anbieter abgeben, der außerdem die DSGVO-konforme Umsetzung gewährleistet. Viele Provider gewähren zudem flexible Modelle mit zusätzlichen Services, die sich individuell hinzufügen oder abbestellen lassen. Damit liegen alle Daten, die HR benötigt, an einem Ort.

Eine Neuimplementierung in der Cloud basierend auf Best-Practice-Konfiguration und -Prozessen kann darüber hinaus eine interessante Alternative sein, sollte der Harmonisierungsgedanke im Vordergrund stehen. Es müssen aber ausreichend Ressourcen für die Transformation zur Verfügung stehen und ein umfassendes Change-Management und Training im Projektverlauf eingeplant werden.

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Quantität ist nicht gleich Qualität: Datenqualität bei ERP & CRM

Im Rahmen unserer Kampagne zu Datenqualität hat unser Gast-Redakteur Andreas Brüggenthies von human IT, Experte für datengetriebene Projekte, mit verschiedenen Experten gesprochen. Dirk Schneider, Geschäftsführer der GUS Group-Tochter Nexiga GmbH in Bonn hebt die Relevanz hoher Datenqualität insbesondere bei ERP- und CRM-Projekten hervor.

Welchen Einfluss hat Datenqualität heute auf den Unternehmenserfolg?

Neue intelligente Technologien und Anwendungen führen dazu, dass immer mehr Daten in Echtzeit verarbeitet werden können. Zudem existieren mittlerweile fast unerschöpfliche Informationsquellen unterschiedlichster Art. Mit ihrer Hilfe lassen sich Zielgruppen beziehungsweise Käuferprofile immer detaillierter identifizieren und adressieren. Datenqualität spielt hier für den Unternehmenserfolg eine besonders wichtige Rolle. Ein Beispiel sind etwa die Informationen, die einen Kunden in einem CRM-System beschreiben. Sie können nur dann einen nachweisbaren Wertbeitrag bieten, wenn sie verlässlichen Parametern entsprechen, die dauerhaft, aktuell und flächendeckend vorliegen und zudem flexibel nutzbar sind.

Nur mit einer hohen Datenqualität ist es auch überhaupt erst möglich, diejenigen Informationen herauszufiltern, die wirklich geschäftsrelevant sind. Quantität ist nicht gleich Qualität. Es geht darum, die wirklich wertvollen Parameter für eine höhere Markttransparenz zu finden. Hinzu kommt der Datenschutz – sozusagen als Sonderkategorie von Datenqualität. Sie ist nur dann gewährleistet, wenn die Anforderungen an den gesetzlichen Datenschutz standardmäßig erfüllt sind. So gilt es im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), alle Daten anonymisiert und damit nicht personalisiert zu verarbeiten und zu bewerten.

Wie steigen Sie in datengetriebene Projekte ein?

Viele Projekte basieren auf räumlichen Fragestellungen. Das können Fragestellungen zur Standort- oder Vertriebsplanung, zur Zielgruppendefinition oder zur Werbesteuerung (Demographie-Targeting) sein. Dazu gehören zum einen die beim Kunden vorhandenen Informationen wie Filialstandorte oder Kundenadressen. Diese kombinieren und analysieren wir dann in Kombination mit zum Beispiel soziodemographischen Beschreibungen, produktspezifischer Kaufkraft oder Wettbewerbsinformationen. Auch kommen Methoden von Location Intelligence zum Einsatz – etwa die Visualisierung aller Daten mit Raumbezug. Diese Visualisierung macht „datenschwere“ und komplexere Sachverhalte verständlicher. Ganz am Anfang steht ein intensives Beratungsgespräch zwischen dem Kunden und den Datenexperten. Dies erleichtert den Einstieg. Auch sollten die für die Analyse geplanten Software- und Datenlösungen zu Projektbeginn erst einmal getestet werden, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Wie kommunizieren Sie mit Ihren Kunden über Daten und Ziele?

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Der Import von internen Unternehmensdaten und externen Potenzialdaten in ein geographisches Informationssystem (GIS) erlaubt die räumliche Analyse der Marktpotenziale. Moderne Dashboards verbinden dabei die grafische und tabellarische Darstellung mit der Landkarte. Gemeinsam mit dem Kunden verschaffen wir uns so ein Verständnis über die jeweilige Marktsituation und erarbeiten Ansatzpunkte für datengetriebene Maßnahmen.

Besonders wichtig ist eine offene Kommunikation mit dem Kunden, damit die erhobenen Daten und Lösungen auch wirklich halten, was der Kunde von ihnen erwartet. Denn: Nicht alle Daten sind „tagesaktuell“ oder in bestimmten Detailstufen lieferbar – etwa, weil Datenschutzgründe dagegensprechen. Der Kunde muss möglichst frühzeitig wissen, was möglich ist und was er bekommt. Neben vielen Echtinformationen können wir auch mit abgeleiteten sogenannten „Affinitäten“ und „Scores“ arbeiten. Sie bieten einerseits verlässliche Informationen und sind andererseits komplett datenschutzkonform.

Wie kommen Sie zu einer vollständigen, validen Einschätzung der Ausgangsdaten?

Datenqualität ist bei CRM und ERP extrem wichtig. Die Daten durchlaufen daher unterschiedlichste Qualitätsprozesse, bevor sie unser Haus verlassen.

Daten werden geprüft, validiert und immer möglichst aktuell gepflegt. Über Geokodierungs- und Adressvalidierungsprozesse werden Daten lokalisiert und mit Geoschlüsseln versehen. Die Geoschlüssel sind eindeutige räumliche Indizes, die eine Verknüpfung mit dem Nexiga-Datenportfolio ermöglichen. Über Anreicherungen ergibt sich ein neues, erweitertes und differenziertes Bild von Kunden und Marktpotenzialen.

Welche Funktionen wünschen Sie von Software zur Verbesserung von Datenqualität?

Optimal ist es, wenn die Lösungen Anomalien, Syntaxfehler, Ausreißer, Inkonsistenzen oder auffällige Homogenitäten in Datenmerkmalen automatisch erkennen und mithilfe intelligenter Algorithmen analysieren. Nexiga setzt hier auf umfangreiche Routinen aus unterschiedlichen Softwarelösungen. Dazu gehören unter anderem das SQL-Server Management Studio, die Analytics-Software-Lösungen von SAS, die ArcGIS Plattform von Esri und sowie die Visual-Analytics-Plattform Tableau.

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So entwickeln Mittelständler eine effiziente Datenstrategie

So entwickeln Mittelständler eine effiziente Datenstrategie

Viele deutsche Mittelständler bieten hochinnovative Produkte an. Sie tun sich aber schwer, operative Prozesse mithilfe von Daten tatsächlich zu verbessern und wichtige Entscheidungen auf Basis ihrer Daten zu fällen. Der Aachener Optimierungsspezialist INFORM erklärt, wie Unternehmen eine funktionierende Datenstrategie aufbauen, um sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil zu sichern.

So entwickeln Mittelständler eine effiziente Datenstrategie

Nahezu alle mittelständischen Unternehmen treiben ihre digitale Transformation voran. Eine der wichtigsten Aufgaben dabei ist die Ausarbeitung einer Datenstrategie, also eines Plans für die Datenwertschöpfung im Unternehmen. Denn nur wer Daten zielgerichtet und intelligent nutzt, kann Entscheidungen besser und schneller treffen, Abläufe optimieren, neue, kundenspezifische Angebote oder gar innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Doch genau das fällt vielen Unternehmen schwer. Das INFORM DataLab erklärt, worauf es bei einer funktionierenden Datenstrategie ankommt:

Die Datenstrategie braucht einen Verantwortlichen

Die Entwicklung und Umsetzung einer Datenstrategie ist ein Thema für das Management. Der oder die Datenverantwortliche, manchmal Chief Data Officer (CDO) genannt und in der Regel nicht identisch mit CIO oder CTO, benötigt die aktive und sichtbare Unterstützung der Geschäftsführung sowie weitreichende Kompetenzen und Ressourcen. Die sind notwendig, um die abteilungsübergreifenden Teams aus den verschiedenen Fachbereichen zu koordinieren. Gemeinsam mit Management und Fachbereichen erarbeitet der Datenverantwortliche Vision und Ziele, erfasst Bedarfe und ermittelt den Status Quo. Anschließend lässt sich die Datenstrategie formulieren und ein Fahrplan für die Umsetzung erstellen. 

Daten sind kein reines Technologiethema

Die Datenstrategie betrifft fast alle Unternehmensbereiche. Daher reicht es nicht, Fachabteilungen nur miteinzubeziehen. Sie sollten weitreichenden Einfluss haben, schließlich sind es ihre Abläufe, Entscheidungen und Probleme, die datenbasiert verbessert beziehungsweise gelöst werden. Neue Analytics- und KI-Tools können beispielsweise Fehler in der Produktion zeitnah vorhersagen, dem Einkauf Einsparpotenziale aufzeigen und dem Vertrieb neue Umsatzpotenziale erschließen. Um kontinuierlich Anwendungsfälle für die Nutzung von Daten zu entwickeln und umzusetzen, darf sich die Datenstrategie daher nicht allein auf technologische Lösungen konzentrieren, die von der IT-Abteilung bereitgestellt werden. Vielmehr braucht es einen interdisziplinären Ansatz und zusätzlich Kompetenzen in den Dimensionen Prozesse, Organisation und Daten.

Schnelle Erfolge schaffen Akzeptanz

Zum Start sollten Unternehmen vor allem solche Projekte angehen, die sich schnell und mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen. Damit sorgen sie für Erfolgserlebnisse, die nicht nur die Motivation der Mitarbeiter erhöhen und die Akzeptanz der neuen Initiativen steigern. Sie schaffen auch Erfahrungswerte für weitere, größere Vorhaben. Diese bewerten sie in der Regel nach Nutzen und Machbarkeit, wobei die Auswahl auch von den eigenen Ambitionen abhängt. Ist beispielsweise ein strategischer Wettbewerbsvorteil wichtiger als der ROI, kann sich die Priorisierung der Anwendungsfälle ändern.

Datenkompetenz ist die Basis der neuen Entscheidungskultur

Die Unternehmenskultur ist entscheidend für den Erfolg von Datenprojekten, doch datengetriebene Organisationen entstehen nicht von heute auf morgen. Es kostet Zeit, eine neue Entscheidungskultur zu etablieren, zumal Mitarbeiter alte Gewohnheiten ablegen müssen. Statt Entscheidungen nur nach Bauchgefühl oder entsprechend den Wünschen von Vorgesetzten zu fällen, sollten sie alle wichtigen Beschlüsse – egal auf welcher Hierarchieebene – anhand von Erkenntnissen treffen, die auf Daten basieren. Dafür müssen sie Verständnis für das Potenzial und den Umgang mit Daten mitbringen und den Empfehlungen ihrer Tools vertrauen. Unternehmen sollten Mitarbeiter daher von Anfang an in die Veränderungsprozesse einbeziehen und durch Schulungen ihre Datenkompetenz erhöhen. Schulungsprogramme für das Management sind dabei besonders wichtig, da eine grundlegende Datenkompetenz Voraussetzung ist, um die richtigen Weichen im Unternehmen für eine nachhaltige Datenwertschöpfung zu stellen.

So entwickeln Mittelständler eine effiziente Datenstrategie.

Konkrete Anwendungsfälle helfen bei der Technologieauswahl

Häufig starten Unternehmen direkt mit dem Aufbau neuer Datenplattformen oder der Sammlung möglichst vieler Daten. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass am Bedarf vorbei investiert und entwickelt wird. Sinnvoller ist es, zunächst konkrete Ziele und Anwendungsfälle für eine Datennutzung zu erarbeiten und anhand derer den Technologiebedarf zu bestimmen – zumal Data Scientists und andere Datenspezialisten rar sind und zielgerichtet eingesetzt werden sollten.

„Die Entwicklung und Umsetzung einer Datenstrategie stellt Unternehmen nicht selten vor Herausforderungen. Da die Datenwertschöpfung kein reines Technologiethema ist, sondern als Kern der digitalen Transformation fast alle Unternehmensbereiche betrifft, führen unkoordinierte und dezentrale Ansätze häufig nicht zum Erfolg. Zudem werden neben IT- und Datenexperten auch Spezialisten mit Verständnis für Geschäftsprozesse und Erfahrung im Change Management gebraucht“, erläutert Dr. Jens Linden, Senior Data Scientist & Strategist im INFORM DataLab. „Dennoch sollten Unternehmen das Thema Datenstrategie möglichst zügig angehen, damit sie Daten gezielt für den Geschäftserfolg einsetzen und neue Datenquellen erschließen können – und sich so einen wichtigen Wettbewerbsvorteil sichern.“

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