Kaufabbrüche vermeiden: Tipps &Tricks für den Checkout im Online-Handel

Kaufabbrüche vermeiden: Tipps &Tricks für den Checkout im Online-Handel

Beim Bezahlvorgang in Online-Shops passieren leicht vermeidbare Fehler, die zu Kaufabbrüchen führen können. Microtech beschreibt in in diesem Beitrag die wichtigsten Optimierungsaspekte. Daraus ergeben sich Tipps und Tricks für den Checkout im Online-Handel, um Kaufabbrüche zu vermeiden.

Kaufabbrüche vermeiden: Tipps &Tricks für den Checkout im Online-Handel

Der Online-Handel verzeichnet seit vielen Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten und erlebt seit dem Jahr 2020 einen zusätzlichen Boom. Und dies sowohl b2b als auch b2c, in allen Märkten und Unternehmensgrößen. Dieses Potenzial bietet auch kleineren bis mittelständischen Unternehmen, die in den Online-Handel eingestiegen sind oder diesen Schritt planen, große Chancen, ihr Business weiter auszubauen und ihre Marktposition zu festigen. Doch leider passieren in vielen Internet-Shops insbesondere beim Bezahlvorgang vermeidbare Fehler. Damit diese nicht zu Kaufabbrüchen führen, hat der ERP-Anbieter Microtech, der neben branchenfokussierten Lösungen auch eine ERP-Plattform speziell für den Online-Handel im Portfolio führt, ein Whitepaper verfasst. Abgesehen von Hintergrundinformationen erhalten Händler darin praktische Anleitungen, wie sie Warenkorbabbrüche vermeiden können.

Die häufigsten Gründe für Kaufabbrüche

Während viele Online-Handelsunternehmen einen guten Job bei der Gestaltung des Shops und der wichtigen User-Experience machen, ist dies beim Bezahlprozess oft nicht der Fall. Wenig intuitive Formulare für den Bezahlprozess sind eine häufige Ursache für Kaufabbrüche. Eine weitreichende Automatisierung der Dateneingabe, unmittelbar aus dem ERP, inklusive einer potenziell benötigten Datenmaskierung, erleichtert den Prozess für den Kunden. Zudem fördert sie den erfolgreichen Checkout-Prozess.

Vermeiden Sie Kaufabbrüche im Online-Shop

Der gesamte Zahlungsvorgang sollte zudem strikt für unterschiedlichste Geräte optimiert sein. Der Trend geht bei allen Käufern hin zum Mobilgerät; es gilt das Motto „Mobile first“. In der Generation Z (16-24 Jahre) nutzen bereits neun von zehn Shop-Besucher ihr Smartphone für den Einkauf im Netz. Im Whitepaper hat Microtech eine Checkliste erstellt, um die wichtigsten Aspekte der Formulargestaltung im Checkout-Prozess zu prüfen und zu optimieren.

Eine weitere entscheidende Rolle spielen beim Bezahlvorgang die zur Verfügung stehenden Bezahlarten. Genau so vielfältig wie die Wünsche der Käufer, sollten die Bezahlarten sein. Händler haben die Qual der Wahl. Sie müssen die passenden Bezahloptionen für ihre Kundschaft zu wählen. Gleichzeitig müssen sie die beste Option für das eigene Business sowie für die nahtlose Anbindung an das ERP finden. Als Orientierungshilfe hat Microtech im Whitepaper die meistgenutzten klassischen Online-Bezahlarten mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen für den Kunden bzw. den Händler gegenübergestellt.

Erwartungshaltung der Käufer

„Laut einer Erhebung der Payment Plattform Stripe, haben 33 Prozent der Befragten in Deutschland im Jahr 2021 mindestens doppelt so viele Online-Bestellungen getätigt wie im Vorjahr. Dabei hat sich auch die Erwartungshaltung der Käufer maßgeblich geändert. Es ist Realität und Anspruch, dass das Produkt zum Kunden kommt und nicht der Kunde zum Produkt. Es gilt daher die Erwartungen der Kunden und die Prozesse im Online-Handel smart aufeinander abzustimmen, um für beide Seiten das Erfolgserlebnis sicherzustellen. Dies ist ein iterativer Prozess, der dann möglich ist, wenn die passende technologische und funktionale Basis dafür geschaffen ist“, sagt Chris Jakob, Teamleiter Neukundenvertrieb bei Microtech.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Roadmap: Mit diesen Schritten gelingt Ihnen die digitale Transformation

Roadmap: Mit diesen Schritten gelingt Ihnen die digitale Transformation

Die digitale Transformation ist ein fortlaufender Prozess mit vielen möglichen Wegen zum Erfolg. Unternehmen, die es richtig anpacken, können laut IBM ihre Betriebskosten um bis zu 70 Prozent senken, die Lagerkosten halbieren und den Umsatz um 20 Prozent steigern. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, warum eine Roadmap in der digitalen Transformation wichtig ist.

Roadmap: Mit diesen Schritten gelingt Ihnen die digitale Transformation

Damit der Digitalisierungsprozess in Ihrem Unternehmen gelingt, sollten Sie erst einige grundlegende Fragen klären: Welche Ressourcen benötigen wir? Welche Inhalte und Ergebnisse brauchen wir? Welche Teams können diese liefern? Wie sieht der Zeitplan aus?

Legen Sie in einer Roadmap eine Reihe von Schritten fest, mit denen Unternehmen kurz- und langfristige Geschäftsziele mithilfe digitaler Technologie erreichen können. Die Verantwortlichen müssen zunächst die eigenen Geschäftsanforderungen verstehen. Ferner müssen sie Lücken im bestehenden System finden und eine Strategie entwickeln, um diese zu schließen.

Darum ist eine Roadmap für Ihre Firma wichtig

Ohne einen handfesten Plan lassen sich neue Investitionen nur schwer an die Geschäftsleitung verkaufen – und das aus gutem Grund. Eine Studie der Boston Consulting Group zeigt, dass 70 Prozent der groß angelegten Initiativen zur digitalen Transformation scheitern. Die menschliche Dimension (Organisation, Betriebsmodell, Prozesse und Kultur) ist in der Regel der entscheidende Faktor.

Ein sinnvoller organisatorischer Wandel erfordert nicht nur Planung, sondern auch eine Änderung der Denkweise. Eine erfolgreiche Roadmap erklärt einerseits, was getan werden muss und wie man es tut. Andererseits veranschaulicht sie, warum der Wandel notwendig ist und warum sich die Investition lohnt. So wird die Innovation für alle Beteiligten – von den Entscheidungsträgern bis zu den Endbenutzern im gesamten Unternehmen – zu einem Selbstläufer.

So sieht ein Plan für die digitale Transformation aus

Keine Firma ist wie die andere, auch die Wege der digitalen Transformation gleichen sich nicht. Erfolgreiche Roadmaps enthalten jedoch in der Regel bestimmte Schritte zur Bewältigung ähnlicher Herausforderungen und Chancen:

Ein Ziel bestimmen

Eine durchdachte Roadmap zeigt nicht nur auf, wie ein Unternehmen die digitale Transformation in Angriff nimmt, sondern auch warum. Welche weitverbreiteten Probleme löst sie im Unternehmen? Und: Wird dies einen Wettbewerbsvorteil bringen?

Angesichts des beispiellosen Fachkräftemangels und der sich ständig ändernden Vorschriften für Gesundheitsdienstleister könnte die „Steigerung der Personaleffizienz“ oder die „Verbesserung der Compliance“ ganz oben auf der Liste stehen, während für Hersteller eher optimierte Prozesse und eine transparentere Lieferkette mögliche Ansatzpunkte wären. Einzelhändler hingegen könnten sich auf die Optimierung des Kundenservice und die Personalisierung der Kommunikation konzentrieren.

Die Geschäftsleitung an Bord holen

Der Wandel erfordert Zeit, Talent, Geld und die Unterstützung der Unternehmensleitung. Die Roadmap sollte auch die Ziele und Visionen der einzelnen Führungskräfte für ihre eigenen Abteilungen oder Geschäftsbereiche berücksichtigen und vermitteln, wie das gelingen kann.

Der Chief Financial Officer möchte zum Beispiel wissen, wie sich durch die digitale Transformation Kosten senken oder neue Einnahmequellen schaffen lassen. Der Chief Customer Experience Officer interessiert sich hingegen eher dafür, neue Kunden zu gewinnen oder bestehende mit einem besseren Service oder neuen Kommunikationskanälen zu begeistern.

Die Roadmap braucht einen klaren Weg

Das richtige Team zusammenstellen

Die Erstellung einer erfolgreichen Roadmap kann der IT-Verantwortliche in Ihrem Unternehmen nicht allein bewältigen. Es erfordert ein tiefes Verständnis dafür, wie jedes Team arbeitet und was es besser machen könnte. Außerdem müssen Sie wissen, wie die Kunden mit Ihrer Firma in Kontakt treten wollen und wie ihre Erfahrungen verbessert werden können. Das erfordert ein Team aus multidisziplinären Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen – darunter digitale Strategen, Vertriebs- und Marketingdirektoren und weitere Leiter von Geschäftsbereichen. Diese Personen können dabei helfen, Probleme zu identifizieren, Lösungen zu finden und alle auf dieselbe digitale Seite zu bringen. Auf diese Weise verschwinden wichtige Daten nicht länger in Silos und redundante Technologien werden vermieden.

Die Mitarbeiter einbeziehen

Selbst die besten Pläne für die digitale Transformation scheitern, wenn die Mitarbeiter nicht einbezogen werden. Während einige Abteilungen wahrscheinlich für die neue Technologie brennen, könnten andere sie als lästig empfinden, wenn sie nicht auf die Veränderungen vorbereitet sind. Der Plan muss die Beschäftigten im Vorfeld einbinden, ihr Feedback einholen und sicherstellen, dass sie verstehen, wie die digitale Transformation ihr Arbeitsleben erleichtert.

Sie können das perfekte CRM-Verfahren (Customer Relationship Management) wählen, um Kundendaten zu synchronisieren und den Vertrieb zu optimieren, aber es wird die Kundenbindung nicht verbessern, wenn die Vertriebs- und Kundendienstmitarbeiter es nie aktualisieren. Wenn die Angestellten nicht davon überzeugt sind, dass es sich lohnt, die Anwendung zu erlernen, bringt die beste Lösung nichts.

Das Team in der Roadmap

Flexible Entwicklung

Die digitale Transformation lässt sich in der Regel nicht auf einen Schlag umsetzen. Konzentrieren Sie sich darauf, die Umstellung in Phasen auszuführen und das Vorhaben in einer Fokusgruppe zu testen, bevor Sie es ausweiten. Beginnen Sie mit Projekten, die weniger komplex, einfach zu implementieren, wertvoll und finanziell tragfähig sind. Die Investitionen sollen sich frühzeitig auszahlen. Seien Sie flexibel, wenn es darum geht, welche Aspekte Ihres Plans tatsächlich umgesetzt werden.

Die digitale Transformation besteht aus einer Reihe von Miniprojekten mit neuen Implementierungen und Integrationen sowie laufenden Anpassungen und Wiederholungen. Manchmal ändert sich die Technologie, manchmal ändern sich die Prioritäten. Führende Anbieter von Cloud-Software beispielsweise aktualisieren ihre Lösungen ständig und bringen neue Funktionen auf den Markt – von künstlicher Intelligenz (KI) und Internet-of-Things-Funktionen (IoT) bis hin zu neuen Integrationsmöglichkeiten. Eine flexible Roadmap hat also eine größere Erfolgschance.

Bei jeder neuen Implementierung ist es außerdem wichtig, wichtige Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs) festzulegen, zu verfolgen und das Feedback der Beteiligten einzuholen. Das zeigt, was funktioniert und was nicht, und wann die Roadmap überarbeitet werden muss. Es bietet auch die Möglichkeit, Erfolge zu feiern und zu bestätigen, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Skalierbare Software: Der Schlüssel für erfolgreiche und schnell wachsende Unternehmen

Skalierbare Software: Der Schlüssel für erfolgreiche und schnell wachsende Unternehmen

Unternehmen legen sich schnell ein großes Arsenal an spezialisierter Software zu, die sie bei CRM, Projektmanagement, Ticketing und vielem mehr unterstützt. Solche Software ist anfangs hilfreich, aber wenn ein Unternehmen wächst, wächst auch das komplexe Geflecht aus Tools, Anwendungen und Plattformen. Mit der Zeit kann dieses Geflecht die Arbeit verlangsamen und die Kommunikation und den Fortschritt erschweren. Darüber hinaus wird es immer schwieriger, all diese verschiedenen Software-Anwendungen an die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens anzupassen. Die Fähigkeit eines Unternehmens, zu wachsen, ist dann an die Grenzen der verwendeten Software gebunden. An dieser Stelle kommt skalierbare Software ins Spiel.

Skalierbare Software ist die Lösung für agile Unternehmen

Skalierbare Software bietet eine flexible und dynamische Lösung, die an viele verschiedene Anwendungsfälle angepasst werden kann. Das bedeutet, dass ein wachsendes Unternehmen eine Plattform nutzen kann, um viele verschiedene Geschäftsbereiche nahtlos zu verwalten. Gehen wir näher darauf ein, welche Vorteile skalierbare Software bietet und warum sie ein Schlüssel zum Erfolg ist.

Ein unabhängigeres Unternehmen werden

Unternehmen, die sich auf eingeschränkte Software verlassen, werden sich irgendwann in einer Sackgasse wiederfinden. Wenn ihre Software nicht mehr ausreicht, wenden sie sich oft an externe Spezialisten, um zusätzliche Funktionen zu entwickeln. Das kann teuer und zeitaufwändig werden. Außerdem kannes zu unvollkommenen Ergebnissen führen, da diese Spezialisten die Bedürfnisse des Unternehmens nicht besonders gut kennen. Es bedeutet auch, dass das Unternehmen von komplexem benutzerdefiniertem Code und der Person oder der Softwarefirma, die ihn geschrieben hat, abhängig ist.

Im Gegensatz dazu kann Low-Code/No-Code-Software eine großartige, skalierbare Lösung sein. Diese Software lässt sich leicht an die Bedürfnisse eines jeden Unternehmens anpassen, da sie aus austauschbaren, anpassbaren Bausteinen besteht, ähnlich wie ein Lego-Set.

Mit einzelnen Modulen können die Teammitglieder eines Unternehmens ihre eigene Software erstellen. Die Bedienoberfläche ist sehr intuitiv und nutzerfreundlich und erfordert daher keine besonderen IT- oder Programmierkenntnisse. Damit entfällt die Abhängigkeit von externen Spezialisten oder hochtechnisierten Personen.

Anzeige: Testen Sie jetzt myfactory Cloud ERP – Die All-In-One-Lösung für den deutschen Mittelstand.

Auf dem Weg zur Transparenten Organisation

Es kann problematisch sein, wenn an der teamübergreifenden Arbeit mehrere Personen aus verschiedenen Teams oder Abteilungen beteiligt sind, die alle unterschiedliche Software verwenden. Die Verwendung separater und unflexibler Software führt zu Missverständnissen, unklaren Zuständigkeiten und einem Mangel an Anerkennung.

Skalierbare Software hilft, diese organisatorischen Silos aufzubrechen. Ein einheitliches System ermöglicht es allen Teammitgliedern, die Arbeit der anderen sowie die gemeinsame Arbeit zu sehen und schafft so Transparenz im gesamten Unternehmen. Außerdem werden die Verantwortlichkeiten klar geregelt, sodass jeder weiß, wer woran arbeitet und doppelte oder Arbeit vermieden wird. All dies fördert die Zusammenarbeit und macht deutlich, welche Teammitglieder sich besondere Anerkennung verdient haben.

Mehr Beteiligung aller Mitarbeitenden

Um Software erfolgreich zu implementieren, müssen die Mitarbeiter, die sie tatsächlich in der täglichen Arbeit nutzen werden, von Anfang an mit an Bord sein. Denn das Management oder das IT-Team, das eine Software auswählt, sind nicht unbedingt diejenigen, die sie im Endeffekt tagtäglich nutzen.

Bei skalierbarer Software kann das Team, das die Software nutzt, diese an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Auf diese Weise ist es nicht nur wahrscheinlicher, dass die Software ihre Probleme behebt, sondern es ist auch wahrscheinlicher, dass das Team in die Nutzung der Software investiert. Es handelt sich um ein viel flexibleres System, das sich nahtlos an die sich ändernden Anforderungen des Teams anpassen kann.

Skalierbare Software
Graphs diagram and charts

Relevant für Unternehmen jeder Größe

Unabhängig davon, ob ein Team aus drei, dreißig oder dreihundert Mitarbeitern besteht, ist skalierbare Software für Unternehmen jeder Größe und in jeder Phase von Bedeutung. Jedes wachsende Unternehmen sollte über Software verfügen, die mit ihm wächst, und skalierbare Low-Code/No-Code-Software ist der Schlüssel dazu. Schließlich soll Software letzten Endes ein Unternehmen und seine Mitarbeiter bei der Arbeit unterstützen und nicht dazu führen, dass sie mehr Arbeit haben.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Smarte Datenanalysen, saubere Schnittstellen – Der Weg zum digitalen Unternehmensalltag

Smarte Datenanalysen, saubere Schnittstellen – Der Weg zum digitalen Unternehmensalltag

Wer Management-Verantwortung trägt, findet in seinem Posteingang jede Woche Angebote zu neuen Datenanalyse-Tools, die die Arbeit effizienter oder die Ergebnisse besser machen sollen. Viele davon sind für sich genommen wirklich gut. Der Versuch, sie zu nutzen, scheitert jedoch oft an der Einbindung in die bestehende IT-Landschaft. Entweder technisch oder menschlich oder sowohl als auch. Die flexible und gleichzeitig sichere, technische Aufstellung eines Unternehmens wird in Zeiten beschleunigter Digitalisierung somit zum Wettbewerbsvorteil. Der Beitrag zeigt den Weg zu smarten Datenanalysen.

Smarte Datenanalysen, saubere Schnittstellen – Der Weg zum digitalen Unternehmensalltag

Egal ob man über Big Data, Data Analytics oder Data Science spricht – wer die Möglichkeiten smarter Datenanalysen zur Steuerung des Unternehmens einsetzen möchte, ist mit Herausforderungen konfrontiert. Bevor wir zeigen, wie smarte Nutzung von Data Analytics funktioniert, benötigt es zunächst ein Bewusstsein, welche Konflikte dabei auftreten können.

Herausforderungen und Konflikte gibt es überall

Der erste Konflikt entsteht häufig schon bei der Frage, wer überhaupt welche Kompetenzen innehat. Fachbereiche sind daran interessiert, die für sich individuell perfekten Angebote herauszusuchen. Dem gegenüber steht eine Unternehmens-IT, die dafür verantwortlich ist, die Anzahl genutzter Systeme, Anwendungen und Programme überschaubar zu halten. Zudem soll sie die Datensicherheit und -integrität gewährleisten sowie im Notfall bei jeder Frage unterstützen können, und die andere Bewertungskriterien anlegt als der Fachbereich.

Der zweite Konflikt ist schlicht technischer Natur. Die bestehenden Basissysteme (ERP, Produktion) wirken häufig als Bremspedal. Denn sie wurden in einer Zeit designt, als Datenanalysen im heutigen Sinne noch unvorstellbar waren. Darüber hinaus sind nicht alle Tools miteinander kompatibel. Daten lassen sich nicht immer ohne Fehler und Verluste von links nach rechts verschieben – schon gar nicht bei gleichzeitiger Prüfung von Zugriffsrechten und Compliance-Konflikten. So wird manche Schnittstelle schnell zur offenen Wunde.

Die Herausforderung ist also, das maximale Potenzial neuer Technologien zu heben, ohne gleichzeitig ein undurchschaubares, unsicheres Anwendungswirrwarr in Kauf zu nehmen oder sich unbeabsichtigt Risiken auszusetzen. Das kann nur gelingen, wenn das Thema Data Analytics ganzheitlich und strukturiert angegangen wird. Viele Unternehmen scheuen den dafür erforderlichen einmaligen Aufwand. Dieser ist unbestritten, rechnet sich aber durch eine langfristig messbar positive Entwicklung von Flexibilität und Geschwindigkeit der IT-gestützten Prozesse. Schnittstellen verursachen dann keine Schmerzen, sondern schaffen Synergien.

Data Analytics anhand der Unternehmensziele neu aufsetzen

Wie sieht das in der praktischen Umsetzung aus? Zunächst muss sich ein Unternehmen als Gesamtheit darüber Gedanken machen, welche Ziele es verfolgt und wie der Einsatz von smarten Datenanalysen helfen kann, sie zu erreichen. Hierfür sollten entlang der Wertschöpfungskette konkrete Use Cases entwickelt werden. Kreative Methoden zur Ideengenerierung, wie etwa Ideation Workshops mit externen Experten, können beim Erstellen des Ziel- und Chancenbildes unterstützen. Auch aus dem eigenen IT-Bereich können wertvolle Impulse kommen.

Auf dieser Basis ist zu überprüfen, welche Tools sich konkret einsetzen lassen und aus welchem Grund. Nur wenn ein tiefes Verständnis dafür entsteht, weshalb welche Software zu bevorzugen ist, lässt sich auch herausarbeiten, welche Bedürfnisse nach Erkenntnisgewinn tatsächlich dahinterstehen.

Erst wenn diese Klarheit gegeben ist, sollte das Wunschbild IT-seitig hinterfragt werden. Mit dem „make IT work“-Ansatz sind Lösungen zu finden, die sich positiv auf das Geschäft auswirken – wobei es in den Händen der IT liegt, Vorschläge zur technischen Umsetzung zu liefern.

Schritt für Schritt den Berg zur smarten Datenanalyse bezwingen

Anders gesagt: Man muss den Berg aus dem Weg räumen. Solange das nicht erfolgt, werden ständig irgendwo im Unternehmen Tunnel gebohrt und seitlich Steine abgetragen, um dann doch wieder von herunterfallendem Geröll erschlagen zu werden. Solange das Schlagwort „Data Science“ als unbezwingbarer Berg zwischen Fachbereichen und IT steht, bleibt der wichtige, strategische Blick nach vorn verbaut.

Der Berg zur smarten Datenanalyse
Quelle: Santiago Advisors

Jedes Unternehmen muss den für sich individuell richtigen Weg finden. Trotzdem lohnt es sich auch hier, aus den Fehlern und Versuchen anderer zu lernen. Folgende Dinge haben sich in vielen Unternehmen als wertstiftend erwiesen:

Zuerst ist die technische Schnittstellenproblematik in Angriff zu nehmen. Hierbei ist es hilfreich, die End-to-end-Verantwortung in einer Person zu etablieren und einen technischen KPI zu definieren, an dem alle Beteiligten messbar sind. Dies schafft Raum für Kooperation und Konfliktlösung. Um das Team zu motivieren, sollten gleich zu Beginn „leichte“ Erfolge eingefahren werden. Dabei ist nicht auf die eine perfekte, universelle Lösung zu warten. Synergien und Effizienz lassen sich auch heben, wenn man gezielt verschiedene, saubere Schnittstellen aufsetzt. Darüber hinaus gilt es, sämtliche Stammdaten zu bereinigen und zu vereinheitlichen, um zugehörige Daten systemübergreifend korrekt zuordnen zu können. Wichtig ist dabei, dass die Datenplattform des Unternehmens ausreichend flexibel ist. So lassen sich auch zukünftige Entwicklungen im Data Analytics-Bereich ohne großen Initialaufwand einbinden.

Data-Science-Kompetenz aufbauen

Als nächstes wären Data-Science-Kompetenz auch inhouse aufzubauen sind. Dies ermöglicht es, interessierte Mitarbeiter on-the-job im Bereich Data Science weiterzubilden, ohne dafür permanent externe Trainer einsetzen zu müssen. Werden doch einmal externe Experten zu Rate gezogen, können diese qualifiziert begleitet werden, sodass deren Wissen auch über die Zusammenarbeit hinaus dauerhaft im Unternehmen nutzbar wird. Außerdem hilft Data Science-Kompetenz dabei, das Verständnis für die Geschäftsanforderungen kontinuierlich aufzubauen und die eigene IT-Landschaft inklusive verfügbarer Schnittstellen immer im Blick zu haben.

In einem nächsten Schritt sind IT-Kompetenz, Management und Fachbereiche gezielt miteinander in Verbindung zu bringen. Dies gelingt zum Beispiel, indem „Points of Contact“ auf Führungsebene und/oder „Buddys“ auf Mitarbeiterebene festgelegt werden. Diese tauschen sich regelmäßig formell und informell aus und beziehen sich gegenseitig in die Entscheidungsprozesse mit ein. Ferner sollte allen Mitarbeitern ein grundlegendes Verständnis von IT und Business nähergebracht werden. Bei Bedarf kann auch ein neutraler Moderator zwischen den einzelnen Bereichen vermitteln.

Quelle: Santiago Advisors

Langfristiges Denken schafft Raum für viel Mehrwert

Dieses ganzheitliche Vorgehen, das sowohl die handelnden Personen als auch die technische Basis im Blick hat, macht datenbasiertes Management nachhaltig möglich. Darüber hinaus reduzieren sich so langfristig die IT-Kosten, weil aufwendige Anpassungen und individuelle Schattenlösungen vermieden werden.

Wer den maximalen Nutzen aus den Möglichkeiten smarter Datenanalysen zieht, schafft sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Egal ob effizientere, kostengünstigere Prozesse, eine flexiblere Supply Chain oder optimierte Vertriebskanäle, eine genauere Planung oder ein bessere Risikovorsorge: mithilfe von Daten sind viele Stellschrauben drehbar, die bislang außer Reichweite der Steuernden lagen.

Von zentraler Bedeutung ist es, dass man sich von Grund auf damit auseinandersetzt, welcher Mehrwert mit Data Analytics geschaffen werden soll und wie. Dazu gehört das Aufsetzen motivierter Teams genauso wie das Schaffen einer zukunftsfähigen, technischen Basis. Ob man den Berg sprengt oder zur Seite schiebt oder einen Weg baut, der für alle bequem begehbar ist, hängt von der Unternehmenskultur ab. Hauptsache, er blockiert den Fortschritt nicht.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Kosten in der Cloud: Qualität und Wirtschaftlichkeit vereinen

Kosten in der Cloud: Qualität und Wirtschaftlichkeit vereinen

Wenn es um die Entscheidung geht, ob und welche unternehmenskritische Workloads in einer (Public-) Cloud oder On-Premises ausgeführt werden, ist es unverzichtbar, dass sich alle Stakeholder, die Teil des Evaluierungs- und Auswahlprozesses sind, vollumfänglich informieren. Für die Entwicklung einer langfristigen IT-Strategie, die mit dem jeweiligen Geschäftsmodell im Einklang steht, das Unternehmenswachstum sowie die Kosteneffizienz im Blick behält und dabei Sicherheit sowie Compliance nicht vernachlässigt, ist eine sorgsame Abwägung wichtig. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die Kosten der Cloud.

In der Cloud: Qualität und Wirtschaftlichkeit vereinen

Insbesondere IT-Entscheider stehen in der Pflicht. Sie müssen sicherstellen, dass der gewählte Ansatz, ob (Single-) Cloud, Multi-Cloud, On-Premises oder Hybrid-Cloud, sowie die tatsächlichen Lösungen selbst den Anforderungen des Unternehmens genügen. Zwar stellen CEOs und CFOs nicht selten betriebswirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund, wenn es um die Investition in die Unternehmensinfrastruktur geht. Doch dies muss heutzutage nicht gleich ein KO-Kriterium für eine qualitativ hochwertige IT-Infrastruktur und für eine nachhaltige IT-Strategie sein. Le Hai, Geschäftsführer der FPT Deutschland GmbH und CEO von FPT Europe, erklärt: „Unabhängig von der Cloud-Plattform, für die sich Unternehmenslenker und CIOs entscheiden: Alle großen Anbieter verwenden ein Standardarchitektur-Framework, das aus fünf zentralen Leitsätzen für eine qualitativ hochwertige Cloud-Architektur besteht, die sich für jede Art von Workloads eignet. Zu diesen Grundprinzipien gehören Kostenoptimierung, operative Exzellenz, Leistungseffizienz, Resilienz und Sicherheit.“

Klar ist: Sofern es Datenschutz und Compliance erlauben, sind Cloud-Lösungen ein guter Weg, um Unternehmens-Workloads kosteneffizient, sicher und performant abzubilden. Für IT-Verantwortliche gilt es dabei regelmäßig zu prüfen, ob ihre Cloud-Ressourcen optimal eingesetzt werden, und gegebenenfalls nachzuschärfen.

Folgende Punkte bieten die Möglichkeit zur schnellen Erzielung von Einsparungen zu Kosten in der Cloud:

Regionale Vorteile nutzen

Bei der Umstellung auf ein Cloud-Service-Modell eines weltweit tätigen Partners sollten global agierende Unternehmen im Hinterkopf behalten, dass die Kosten oft regional formuliert sind. Dieselben Dienste lassen sich zwar durchaus in unterschiedlichen Regionen (Kontinenten) buchen, doch müssen Entscheider mit unterschiedlichen Preisen kalkulieren.

Das können Unternehmen auch zum Vorteil nutzen. Bei weniger sensiblen oder weniger geschäftskritischen Workloads, lohnt es sich diese in andere Regionen auszulagern. Unternehmen sollten es in Betracht ziehen, die Workloads in eine Region zu verlagern, in der gleichwertige Ressourcen zu niedrigeren Kosten angeboten werden. Darüber hinaus sollten IT-Entscheider die Dimensionen ihrer Entwicklungsumgebungen reduzieren. Als Teil der Einrichtung eines Application Lifecycle Managements sollten Entwicklungs- und Testumgebungen mit der Produktivumgebung übereinstimmen. Dies gilt ebenso für die Konfiguration. Was nicht angepasst werden sollte, ist der Größenumfang. Eine Kubernetes-basierte Anwendung beispielsweise mit Dutzenden von Nodes wird betrieben, die sich über mehrere Regionen erstrecken. Es gibt keinen Grund, diese nicht auf einige wenige Nodes innerhalb einer einzigen Region für die internen Arbeitsbereiche zu skalieren.

Lizenzen weiterverwenden

Unternehmen und deren IT-Spezialisten sollten die Weiterverwendungsmöglichkeit von vorhandenen On-Premises-Lizenzen prüfen. Alle großen Player und Hyperscaler wie Microsoft, Google, AWS und Oracle geben Kunden diese Möglichkeit. Auf diese Weise können Unternehmen bestehende Verträge und Lizenzen, die sie abgeschlossen haben, mit ihren Cloud-Abonnements verknüpfen. Dies senkt die Cloud-Kosten auf ein überschaubares Maß, da zusätzliche Lizenzgebühren entfallen. Sie können so über andere Vereinbarungen abgedeckt werden.

Die Kosten in der Cloud

Benefits ausschöpfen

Viele Cloud-Plattform-Anbieter geben zudem Vergünstigungen über Benefits und Bonus-Programme, wenn sich ein Unternehmen langfristig bindet. Indem Unternehmen sich auf Einjahres- oder Dreijahrespläne für ihre Dienste festlegen, lassen sich die variablen Kosten (Pay-as-you-go) für die Buchung deutlich reduzieren und über die Benefits zusätzlich, statt der kostenpflichtigen Dienstleistungen, vergünstigt oder sogar kostenfrei aktivieren.

Den passenden Service wählen

Zahlreiche Unternehmen lassen ihre Unternehmenswebsite oder ähnliche webbasierte Anwendungen auf einer virtuellen Maschine (VM) eines Cloud-basierten Servers als IaaS-Workload laufen. Hier kann sich die Umwandlung zu einem PaaS-Modell lohnen. Wenn Unternehmen diese Ressourcen aus den Infrastrukturdiensten wie einer virtuellen Maschine auslagern und durch Plattformdienste wie App Services ersetzen, sinken die Kosten für diese Workloads entsprechend – sowie die Betriebskosten. Denn die Verwaltungskosten für die virtuelle Maschine fallen in diesem Zuge weg.

Die Gretchenfrage: Ist mein Unternehmen auf dem richtigen Weg?

Die Beantwortung zweier Fragen hilft einzuschätzen, wie das eigene Unternehmen seine eingesetzten Cloud-Lösungen unter dem Gesichtspunkt Kosten handhabt und ob es dazu fähig ist, agil zu optimieren:

  • Existiert eine kohärente Methode zur Schätzung der Cloud-Kosten sowie ein Plan dafür, wie etwaige Abweichungen vorhergesehen und behandelt werden können?

    Konkrete Kostenmodellierungen schaffen hier Abhilfe. IT-Experten sollten nach Möglichkeit damit beginnen, nachvollziehbare Kategorien von Cloud-Ressourcen nach Geschäftseinheit oder Abteilung zu erstellen. Im Anschluss werden Ziele, Anforderungen, Einschränkungen, Kompromisse, funktionale Anforderungen und Abrechnungsmodelle aufgestellt. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, sind die Kostenunter- und -obergrenzen zu ermitteln, sodass das Budget entsprechend festgelegt werden kann.

  • Gibt es eine Governance für die Budgets, die Lebensdauer der Anwendung oder für einen bestimmten Workload?

Dies erreichen Unternehmen durch die Zuweisung von Budgets für bestimmte Services sowie durch regelmäßige Überprüfungen, die sicherzustellen, dass die Nutzung mit dem prognostizierten Budget übereinstimmt. Letztlich auch durch die Festlegung eines Enddatums für bestimmte Umgebungen.

Fazit zu Kosten in der Cloud

Können Unternehmensentscheider diese Fragen positiv beantworten und werden die vorgenannten Möglichkeiten zur schnellen Erzielung von Kosteneinsparungen umgesetzt, ist bereits ein großer Schritt hin zu einer kosteneffizienten Cloud-Nutzung und einer nachhaltigen IT-Strategie getan. 

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Digitalisierung im stationären Handel – die vier größten Hürden

Digitalisierung im stationären Handel – die vier größten Hürden

Mithilfe digitaler Technologien und Omnichannel-Services können Händler ein persönlicheres In-Store Erlebnis für ihre Kunden kreieren. Das bietet dem Einzelhandel enorme Chancen. Gelingt es Retailern, durch die Verbindung von Onlineshop und stationärem Filialgeschäft Mehrwerte für ihre Kunden zu erzeugen, können sie ihre Ladenfrequenz erhöhen, Retouren reduzieren, Lagerumschlagszeiten verringern und Up- und Cross-Selling-Potenziale erschließen. Dabei gilt es bei der Digitalisierung im stationären Handel vier Hürden zu meistern.

Digitalisierung im stationären Handel – die vier größten Hürden

1. Hürde: Zu viel auf einmal wollen

Für die Digitalisierung des stationären Handels gibt es keine Blaupause, an der sich Retailer orientieren können. Stattdessen gibt es Dutzende digitale Angebote, die das Kundenerlebnis im physischen Geschäft verbessern. Sie alle klingen attraktiv – welche davon zu den Bedürfnissen der eigenen Kunden passen, ist vielen Händlern oftmals nicht klar. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die digitale Transformation anzugehen. Manche Händler fühlen sich von der Optionsvielfalt überfordert. Dabei muss die Digitalisierung kein Rundumschlag sein, der alle Systeme auf einmal in die interne Prozess- und IT-Landschaft integriert. Sinnvoller ist ein schrittweises Vorgehen. So können Händler – auch ohne Onlineshop – mit einem Pilotprojekt starten, das mit Blick auf die Prozesse und die Bedürfnisse der Kunden am aussichtsreichsten erscheint. Auf diese Weise nähern Händler sich sukzessive ihrem Ziel.

2. Hürde: Zu knappe Ressourcen

Der Einzelhandel steht unter hohem Kostendruck und das nicht erst seit den immer wiederkehrenden Lockdowns. Händler sind von Umsatzeinbußen und sinkenden Besucherzahlen betroffen. Daher agieren manche von ihnen zurückhaltend, wenn es um Investitionen in die digitale Zukunft geht. Sie fürchten sich davor, da ihre Ressourcen knapp sind. Es ist nachvollziehbar, wenn Entscheider jede Ausgabe genauestens überdenken. Der Omnichannel-Handel entwickelt sich aber mehr und mehr zum Standard, der die Kaufgewohnheiten von Kunden bestimmt. Daher ist es notwendig, die Digitalisierung im stationären Handel voranzutreiben. Kunden ist es egal, wie die Prozesse im Hintergrund aussehen. Für sie zählt nur das Einkaufserlebnis in Verbindung mit bestmöglichem Komfort und Service. Deshalb sind Angebote – wie etwa Click & Reserve/Click & Collect oder Ship from Store – empfehlenswert. Kunden profitieren nicht nur von einer schnelleren Verfügbarkeit von Produkten, sondern auch geringeren Lieferkosten.

3. Hürde: Zu aufwendige Prozesse

E-Commerce und das stationäre Filialgeschäft sind in vielen Unternehmen immer noch klar getrennt. Allerdings sind Änderungen im Prozessablauf und Mindset zum erfolgreichen Omnichannel-Handel nötig, begleitet durch sorgfältiges Change Management. Und das bereitet manchen Entscheidern Sorgen. Sie fürchten, dass es schwerfallen könnte, App und mobiles Endgerät im Kundengespräch zu nutzen, weshalb sie auf die Einführung eines neuen Systems verzichten.

Digitalisierung im stationären Handel – die vier größten Hürden

Aber: Die Digitalisierung des stationären Handels bietet Potenzial, Prozesse durch Software zu verbessern. Etwa in den Bereichen Inventory-Management und Lagerumschlagshäufigkeit: Bekommt eine der Filialen eine bestimmte Blusen-Kollektion nicht verkauft, haben sie mit einem geeigneten Tool die Möglichkeit, diese Situation bequem zu lösen. Bestellt ein Kunde eine der Blusen im Onlineshop, kann der Händler den Artikel direkt von der Filiale an den Kunden schicken. Auch die Filialen profitieren: Durch transparente Warenbestände und schnell zugängliche Produkt- und Kundeninformationen in einer Lösung, kann das Team die Kunden besser beraten. Die Voraussetzung: Mitarbeiter sind im Umgang mit solchen Tools zu schulen, wobei es inzwischen intuitiv erlernbare Apps gibt.

4. Hürde: Zu aufwendige Integrationen

Die Digitalisierung des stationären Handels erfordert neue Software, die in bestehende IT-Landschaften zu integrieren ist. Diese Aufgabe wirkt auf manche Entscheider abschreckend. Sie fürchten, dass sich die neuen Systeme negativ auf den IT-Kosmos des Unternehmens auswirken und sie schlimmstenfalls technische Ausfälle verursachen. Das kann schnell teuer werden: Steht der Onlineshop für eine Weile nicht zur Verfügung, führt das zu frustrierten Kunden und Umsatzeinbußen. Bei der Suche nach den passenden Software-Angeboten sollten Retailer berücksichtigen, welche Folgen die Systemeinführung für die IT hat. Dieser Punkt ist im Gespräch mit potenziellen Dienstleistern explizit anzusprechen. Ratsam ist, sich am Ende für die Lösung zu entscheiden, die sich so einfach wie möglich in die bestehende IT-Landschaft integrieren, im schlimmsten Fall aber auch wieder unkompliziert entfernen lässt.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Die fünf wichtigsten Vorteile von Edge Computing

Die fünf wichtigsten Vorteile von Edge Computing

Edge Computing entwickelt sich zu einem Megatrend und unverzichtbaren Element moderner IT-Infrastrukturen. Der Datenbank-Spezialist Couchbase nennt die fünf wichtigsten Gründe dafür und zeigt die Vorteile von Edge Computing.

Die fünf wichtigsten Vorteile von Edge Computing

IT geht in die Peripherie: Vernetzte Mini-Datacenter vor Ort ermöglichen eine Vielzahl neuer Anwendungs- und Einsatzszenarien, sei es in Digital Cities, im Realtime-Gaming oder im Internet of Things (IoT). Mit Edge Computing macht IT nach Cloud Computing den nächsten großen Entwicklungsschritt. Couchbase hat die fünf entscheidenden Vorteile analysiert:

1. Verfügbarkeit und Stabilität:

Edge Computing reduziert die Abhängigkeit von ständig verfügbaren Internet-Verbindungen. Am Edge kann auch bei Störungen oder Ausfällen im Netz weitergearbeitet werden, wenn nötig sogar offline. Das erhöht die Stabilität und Verfügbarkeit von Storage- und Compute-Ressourcen. 

2. Geschwindigkeit und Latenztoleranz:

Latenzen sind in vielen Anwendungen, beispielsweise im Internet of Things, ein kritischer Faktor. Auch kurzfristige Verzögerungen können dort zu Störungen oder Ausfällen führen. Bei Edge Computing entfallen latenzkritische Datentransfers zwischen Edge und Datacenter, die Latenzzeiten sinken auf Bruchteile von Millisekunden.

Die fünf wichtigsten Vorteile von Edge Computing

3. Sicherheit:

Unternehmenskritische oder personenbezogene Daten müssen bei Edge Computing nicht mehr in der Cloud prozessiert oder gespeichert werden. Das erleichtert zudem die Einhaltung von Security- und Compliance-Vorgaben. Gleichzeitig lässt Edge Computing die Option zur Nutzung von Cloud-Ressourcen für aggregierte, sicherheitsunkritische Daten offen.

4. Mobilität:

In Verbindung mit 5G eröffnet Edge Computing somit neue Anwendungsoptionen auf Mobilgeräten. Erst die Geschwindigkeit von 5G und die Latenztoleranz und Ausfallsicherheit von Edge Computing machen mobile Szenarien, wie beispielsweise die Nutzung autonomer Fahrzeuge, möglich.

5. Kosten:

Da viele Daten vor Ort prozessiert und gespeichert werden, reduziert Edge Computing drastisch die Netzwerknutzung und damit den Bandbreitenbedarf. Die Kosten dafür sinken entsprechend und werden gleichzeitig besser kalkulierbar.

„Edge Computing verbindet die Skalierbarkeit und On-demand-Fähigkeiten der Cloud mit der Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit lokaler Datacenter“, erklärt Paul Salazar, Senior Director Central Europe bei Couchbase. „Diese Kombination stellt hohe Anforderungen an die Steuerungs- und Managementsoftware, eröffnet aber auch eine Fülle neuer Anwendungsmöglichkeiten.“ 

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Wie Cloud-ERP-Systeme den Anbau von Cannabis unterstützen können

Wie Cloud-ERP-Systeme den Anbau von Cannabis unterstützen können

Am 20. April ist der Welt-Cannabis-Tag. Vielleicht haben Sie nun Assoziationen mit dem Ende der 60er- und Anfang der 70er-Jahre, als der Cannabiskonsum vornehmlich mit bestimmten Gruppen in Verbindung gebracht worden ist. Seitdem hat sich aber einiges getan – nicht nur was den Anbau von Cannabis betrifft.

Wie Cloud-ERP-Systeme den Anbau von Cannabis unterstützen können

Mit einem Gesetzesentwurf ermöglichte die Bundesregierung im Jahr 2016 die Versorgung von Patienten mit natürlichem Cannabis. Der Bundestag verabschiedete das entsprechende Gesetz hierzu am 19. Januar 2017, es trat am 10.03.2017 in Kraft. Bedürftige, chronisch Schwerkranke können Cannabis auf Rezept bekommen, die Krankenkasse übernehmen die Kosten unter Umständen hierfür.

Empirisch nachgewiesen ist die Wirksamkeit für eine Therapie von Patienten mit neuropathischen Schmerzen, sprich einer Neuralgie, auch als Nervenschmerz bekannt. Weitere Indikationen hierzu sind Tumorschmerzen oder die Behandlung von Muskelspastik, die von Multipler Sklerose verursacht ist. Die Appetit steigernde Wirkung lindert die Kachexie, also die sehr starke Abmagerung, von Tumor- oder AIDS-Patienten. Ebenso liegen bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen Indikationen vor.

Warum ist der 20. April der Welt-Cannabis-Tag?

Der Welt-Cannabis-Tag, alternativ auch 420-Day genannt, hat seinen Namen von dem US-amerikanischen Codewort für Cannabiskonsum. Das Codewort soll seinen Ursprung in einer Gruppe haben, die Anfang der 1970er-Jahre in Kalifornien eine aufgegebene Cannabis-Plantage suchte. Die Gruppierung nannte sich „The Waldos“ und verabredete sich für die Suche auf dem Gelände ihrer High School um 16:20 Uhr nachmittags – somit um 4:20 pm. „The Waldos“ nannten ihren Plan zudem 4:20, der sich nach der vergeblichen Suche nach der Plantage schließlich zum Code für den gemeinsamen Cannabis-Konsum wandelte.

War der Code vorerst noch regional auf Kalifornien beschränkt, erweiterte sich seine Bekanntheit mit der Band Grateful Dead. Ein Mitglied von „The Waldos“ arbeitete mitunter als Roadie für Grateful Dead, sodass die Bandmitglieder schließlich auch begannen, den Code 420 zu nutzen. Als das Magazin High Times dem Code dann schließlich einen Artikel widmete, war der Code nicht mehr so geheim, wie es sich manch Konsument gewünscht hätte.

Was sind die Herausforderungen beim Anbau von Cannabis?

Die Produktion von Cannabis unterliegt branchenspezifischen Herausforderungen. So sollte bereits im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Nachfragte die erste Cannabis-Ernte in Deutschland eingefahren sein. Allerdings sorgen bürokratische Hürden und Corona-Einschränkungen für eine Verzögerung für das erste medizinische Cannabis aus Deutschland.

Als Kontrollorgan fungiert dabei die Cannabisagentur. Sie ist ein Fachgebiet in der Abteilung Zulassung im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Ihre Aufgabe liegt in der Kontrolle von Anbau, Ernte, Verarbeitung, Qualitätsprüfung, Lagerung, Verpackung sowie die Abgabe an Großhändler und Apotheker oder Hersteller.

Zudem beauftragt die Cannabisagentur für den Anbau des Cannabis Unternehmen, die in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt wurden. Mit diesen Unternehmen sind zeitlich und mengenmäßig begrenzte Lieferverträge vereinbart. In einem europaweiten Vergabeverfahren sind hierzu im Jahr 2019 Aufträge über insgesamt 10.400 kg für vier Jahre vergeben worden.

Der aktuelle Bedarf ist aktuell noch über Importe abgebildet. Für diese ist die Cannabisagentur nicht zuständig.

Cloud-ERP können den Anbau von Cannabis unterstützen.

Wie können Cloud-ERP-Systeme die Cannabis-Branche und den Anbau von Cannabis unterstützen?

Da der Anbau von Cannabis einigen Auflagen unterliegt, ist es wichtig, die Liefermengen entsprechend nachverfolgen zu können. Außerdem gibt es strenge Vorgaben zur Qualität des Produkts. Wie können ERP-Systeme die Unternehmen im Cannabis-Anbau nun unterstützen? Folgende Punkte sind hierfür von Bedeutung:

  • Vertrieb
    • Auftragsmanagement mit Erstellen und Tracken der Aufträge
    • Reportings über die produzierten Mengen Cannabis
    • Nachverfolgen des ausgelieferten Produkts dank Chargennummern
  • Lager
    • Kontrolle der Bestandsveränderungen
    • Registrierung der verkauften Mengen
    • Beleg über die eingelagerten Cannabismengen
  • Finanzen
    • Prognosen
    • Gewinn- und Verlustrechnung
    • Budgetplanung
    • Analyse und Prognose in Echtzeit
  • Produktion
    • Verwalten von Produktionsabläufen
    • Reportings zur Qualitätskontrolle
    • Just-in-Time-Produktionsmodell

Gerade in der heutigen Pandemiesituation sind Cloud-ERP-Systeme die Stütze für die Optimierung der Geschäftsprozesse und dem daraus resultierenden Unternehmenswachstum. Sie sind flexibel hinsichtlich den sich stetig ändernden Anforderungen zum Anbau des Cannabis.

Cloud-ERP-Systeme ermöglichen den Mitarbeitende eines Unternehmens überall und jederzeit Zugriff auf das System. So können Mitarbeitende, die für den Anbau des Cannabis verantwortlich sind, sogar im Gewächshaus auf die relevanten Daten zugreifen oder auch Bestellungen überwachen und abwickeln. Viele Systeme verfügen heute über eine Mobile App, sodass hier keine starre Work Station in der Produktion notwendig ist.

Das richtige Cloud-ERP-System hilft bei der Einhaltung von Compliance-Mandaten. So werden Prozesse automatisiert und Rohstoffe und Fertigwaren verfolgt, gemessen und dokumentiert. Zudem haben Unternehmen die Kosten ihrer Waren im Blick. Hilfreich sind auch Systeme, in denen Mitarbeitende Aufgaben zugewiesen werden können, um so den aktuellen Stand auf einen Blick erfassen sowie die aktuellen Projekte lückenlos abbilden zu können.

Moderne Produktionen benötigen moderne Lösungen

Ebenso wie das Thema Cannabis einem Wandel durchlaufen hat, haben sich auch ERP-Systeme gewandelt. Die Zeiten, in denen starre und unflexible Denkweisen die Unternehmenskultur geprägt haben, sind vorbei. Moderne Lösungen müssen mobil, skalierbar und flexibel sein und sich dem Unternehmen anpassen. Die Lösung des Cloud-ERP überstützt dabei nicht nur Unternehmen, die im Anbau von Cannabis tätig sind.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Intelligente Software-Roboter werden Prozesse im Jahr 2022 weiterhin optimieren

Intelligente Software-Roboter werden Prozesse im Jahr 2022 weiterhin optimieren

In drei von vier Unternehmen der DACH-Länder gehört Robotic Process Automation (RPA) bereits zum Geschäftsalltag, so eine aktuelle IDG-Studie – und doch ist das erst der Beginn einer langen Reise hin zum vollständig automatisierten Unternehmen. Aufkommende technologische Trends dürften jedoch das Reisetempo deutlich beschleunigen. Ein Grund sind die enormen Fortschritte in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Maschinelles Lernen (ML) und Mustererkennung, die im Jahr 2022 in die Automatisierungslösungen einfließen werden. Mit der sogenannten semantischen Automatisierung wird diese auch auf jene Unternehmensprozesse anwendbar, die umfassende Softwaresysteme nutzen. Intelligente Software-Roboter können die Systeme damit selbstständig und ohne API bedienen.

Intelligente Roboter werden Prozesse im Jahr 2022 weiterhin optimieren

Fast alle Unternehmen wissen um die Bedeutung von Automatisierung im Kontext der digitalen Transformation, dennoch sind viele noch zurückhaltend, weil sie davon ausgehen, gleichzeitig bewährte bestehende Systeme und Geschäftsanwendungen wie SAP ersetzen zu müssen. Allerdings ist dies nicht der Fall. Denn Software-Roboter optimieren lediglich die dahinterstehenden Prozesse. Bei UiPath sehen wir für die Automatisierung drei wesentliche Trends für die SAP-Anwendung im Jahr 2022:

1. Semantische Automatisierung als Booster für die Nutzung von bereits vorhandenen Systemen

Die Kombination aus RPA und KI beziehungsweise ML und deren Integration in umfassende Automatisierungsplattformen werden im kommenden Jahr einen Quantensprung in Richtung semantischer Automatisierung ermöglichen. Der Schlüssel dazu liegt in der Verarbeitung unstrukturierter Daten, zum Beispiel über Natural Language Processing oder Document Understanding. KI-gestützte Software-Roboter sind nicht mehr wie ihre Vorgänger auf die Verarbeitung strukturierter Daten nach detailliert vorgegebenen Algorithmen angewiesen. Sie können auch unstrukturierte Daten scannen, extrahieren, in den passenden Kontext setzen und weiterverarbeiten. Sie identifizieren selbstständig wiederkehrende, auch komplexere Unternehmensprozesse, schlagen sie zur Automatisierung vor und erkennen die dazu nötigen Schritte ohne menschliches Zutun.

Allein im SAP-Kontext gibt es viele Aktionen, die intelligenten Software-Robotern überlassen werden können. Dazu gehören

  • die Anmeldung im SAP-System,
  • Automatisierung von Nutzereingaben über das Interface SAP WinGUI
  • oder die Extraktion von Daten aus Rechnungen oder Aufträgen inklusive deren Verarbeitung im SAP-System.

Ähnlich wie das SAP-Ökosystem lassen sich natürlich auch andere Dritt- und sogar Legacy-Anwendungen ohne API integrieren. Vorstellbar ist etwa der Austausch von Daten zwischen CRM– und internen ERP-Systemen. Sie können beispielsweise automatisch Forecasts und andere Prognosen generiert werden.

Da das manuelle Aufbereiten von Daten und Strukturen wegfällt, kann KI-basierte Automatisierung auch den Übergang zu neuen Systemen wie etwa dem ERP-System SAP S/4HANA unterstützen – und dabei enorm viel Zeit und Kosten sparen.

Auch Testaktivitäten lassen sich so optimieren. Gerade die Test- und Release-Pläne benutzerdefinierter SAP-Änderungen sind typischerweise recht zeitaufwändig. Hier können die in Automatisierungsplattformen integrierten Testfunktionen gute Dienste leisten.

2. Verstärkte Einbeziehung und Qualifikation der Mitarbeiter

Software-Roboter, egal ob intelligent oder nicht, und Mitarbeiter arbeiten Hand in Hand. Personalabteilungen werden mit zunehmender Automatisierung verstärkt vor der wichtigen Aufgabe stehen, Mitarbeiter von Anfang an in das Thema mit einzubeziehen, sie entsprechend weiterzubilden und aktiv an der Automatisierung zu beteiligen. Repetitive Tätigkeiten werden dabei durch höherwertige ersetzt, wozu freilich Mitarbeiter zunächst ermutigt und qualifiziert werden müssen.

Fachabteilungen kennen die Pain Points ihres Unternehmens am besten. So werden automatisierbare Prozesse schon heute in nahezu jedem zweiten Fall von den dortigen Mitarbeitern identifiziert. Bereits jetzt können sie als Citizen Developer eigene Software-Roboter über einfache Low- oder No-Code-Plattformen entwickeln. Da intelligente Software-Roboter den Algorithmus von sich aus erkennen, entfällt dieser Schritt, was 2022 weitere enorme Potenziale freisetzen kann.

Intelligente Software-Roboter optimieren Prozesse

3. Veränderungen auf C-Level-Ebene

Nicht nur der Chief Human Resources Officer (CHRO) muss sich mit zunehmender Automatisierung verstärkt um Weiterbildung und Aufgabenverlagerung bei Mitarbeitern kümmern. Auch auf die anderen Positionen im C-Level kommen Veränderungen zu. So dürften im Jahr 2022 Chief Sustainability Officer (CSO) und Chief Information Officer (CIO) verstärkt zusammenarbeiten, denn Automatisierung bietet enormes Potenzial für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. Man denke nur an das papierlose Büro.

Generell werden sich CIO und Center of Excellence (CoE) viel mehr als nur um Fragen einer Standardisierung und Priorisierung von Automatisierungsvorschlägen oder einer Neuausrichtung der Organisation kümmern müssen. Es gilt unter anderem zu klären, welche Systeme, Tools und Frameworks zu den eigenen Anforderungen und Bedürfnissen passen und daher zum Einsatz kommen. Selbstverständlich betreffen all diese Veränderungen auch die klassischen Verantwortungsbereiche von CEO und CFO, so dass die Kooperation auf der C-Level-Ebene im kommenden Jahr weiter zunehmen wird.

Fazit zu intelligenten Software-Robotern

Die Reise zum Fully Automated Enterprise betrifft also alle Funktionen und Ebenen eines Unternehmens. Sie dürfte dank der ebenso intelligenten wie einfachen Integration von Automatisierungen mit vorhandener Unternehmenssoftware wie SAP-Systemen so richtig Fahrt aufnehmen.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …

Die fünf Top-Trends der Softwareentwicklung 2022

Die fünf Top-Trends der Softwareentwicklung 2022

Corona-Pandemie, Digitalisierungsschub, Fachkräftemangel – das zurückliegende Jahr hat den Status Quo vieler Unternehmen massiv verändert. Maßgeschneiderte Software-Lösungen sind wichtiger geworden denn je, um den gestiegenen Anforderungen an Effizienz und Flexibilität gerecht zu werden. Für die Softwareentwicklung ergeben sich 2022 mehrere zentrale Trends, auf die sich IT-Abteilungen frühzeitig einstellen sollten.

Mit Effizienz gegen den Fachkräftemangel

Auch in Zeiten der Pandemie sind es vor allem die großen Tech-Giganten, die das Rennen um die knappen Entwicklertalente gewinnen. Für andere Unternehmen bleibt damit oft nur, Wege zu finden, mit bestehenden Teams innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Einer davon ist beispielsweise die Effizienzsteigerung durch moderne Entwicklungsansätze wie Low-Code, das im kommenden Jahr einen deutlichen Nachfrageaufschwung erfahren wird. Die Technologie ermöglicht es Entwicklerteams, kreativ und innovativ zu sein, anstatt sich auf die mühseligen Aspekte der Softwareentwicklung zu konzentrieren. Entsprechende Plattformen sind dabei unter anderem in der Lage, Entwickler von kritischen, aber undifferenzierten Aufgaben zu entlasten. Zudem halten sie die Entwicklung fortwährend mit den neuesten Cloud-Technologien aktuell, skalieren und nutzen Container und Kubernetes. Entwicklerteams können damit zuverlässig Applikationsarchitekturen von optimaler Qualität bereitstellen und schnell auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren. All dies mit deutlich geringerem manuellen Arbeitsaufwand und ohne weitere Anhäufung technischer Schulden.

Die fünf Top-Trends der Softwareentwicklung 2022

Verteilte Teams im Home-Office

Doch auch für bestehende Softwareteams hat die Pandemie eine neue Realität geschaffen. Viele Entwickler arbeiten zunehmend dezentral, beispielsweise von Zuhause aus. Der Nachteil: Nicht selten werden dazu manche der früher üblichen Kontrollmechanismen umgangen. Das erschwert wiederum Prozesse wie Onboarding oder sogar die Prüfung der Qualität und Leistung von Teams und Mitarbeitern. Führungskräfte im Bereich Softwareentwicklung stehen damit vor der Herausforderung, die Sicherheit, Compliance und Governance von Personen sicherzustellen, die sie unter Umständen so gut wie nie persönlich zu sehen bekommen. Entsprechend werden sie künftig für die Nutzung von Entwicklungsplattformen plädieren. Damit können sie den gesamten Lebenszyklus ihrer Projekte genau überwachen – von der Erledigung von Aufgaben bis hin zur Anwendung von Sicherheitsmaßnahmen. Viele dieser Funktionen stehen in modernen Anwendungsentwicklungsplattformen standardmäßig zur Verfügung. Daher wird deren Einsatz im Vergleich zur konventionellen Entwicklung zunehmen, für die nicht selten ein Sammelsurium an Open-Source-Tools ohne ganzheitlichen Managementansatz zum Einsatz kommt.

Security wird Softwaresache

Apropos Security: Auch wenn die meisten Softwareentwickler keine Sicherheitsexperten sind, stehen sie bereits heute zunehmend unter Druck, Anwendungen zu entwickeln, die frei von Sicherheitslücken sind und Datenschutzvorgaben sowie andere gesetzliche Anforderungen lückenlos einhalten – nicht zuletzt angesichts der medienwirksamen Ransomware-Angriffe der jüngsten Vergangenheit. Doch wie kann man diese Anforderung erfüllen, wenn der Zeitdruck steigt und im Unternehmen viele Entwicklertools zum Einsatz kommen? Unternehmen wollen die Gewissheit, dass maßgefertigte Software ein ähnliches Maß an Sicherheit und Compliance bietet wie kommerzielle SaaS-Lösungen. Infolgedessen werden Entwickler im neuen Jahr verstärkt Entwicklungstools verlangen, die zuverlässig und kontinuierlich gegen Schwachstellen gehärtet werden, sowie Entwicklungsplattformen, die Sicherheit bereits im Kern des Applikationstechnologie-Stacks integriert haben – und damit quasi automatisch für ein verlässliches Sicherheitsniveau über Bereichs- und Teamgrenzen hinweg sorgen können.

Cloud oder On-Premises: Der Kunde braucht die Wahl

In vielen Unternehmen führt der SaaS-Hype der vergangenen Jahre zunehmend zu technischen Schulden, da man hunderte Systeme miteinander integrieren muss – eine Aufgabe, in der sich Unternehmen leicht verstricken können. Die Wiederherstellung der geschäftlichen Agilität mit zweckmäßigen Enterprise-Systemen erfordert in vielen Fällen eine neue Art Cloud-nativer App-Entwicklung. Diese muss ohne Einschränkungen verteilt erfolgen können und die Erstellung sicherer, hochgradig skalierbarer Enterprise-Apps ermöglichen, die Geschäftsprozesse maßgeschneidert mit der notwendigen Effizienz und Flexibilität versorgen. Um diese Herausforderung zu meistern, werden 2022 Cloud-native Entwicklungsplattformen und browserbasierte IDEs einen starken Aufwind erfahren. Gleichzeitig Kunden die Wahl haben, ihre Entwicklungsprozesse in die Cloud zu verlagern oder in den unternehmensinternen Systemen zu belassen. Denn wer hochsensible Daten in seinen Anwendungen verarbeitet oder strenge Regularien erfüllen muss, wird auch künftig auf On-Premises-Lösungen setzen und setzen müssen – und dazu genau dieselbe Effizienz und Leistungsfähigkeit benötigen, wie die Cloud-Pendants sie liefern.

Benutzerfreundlichkeit nicht nur für Kunden-Apps

Aber auch für die entwickelten Anwendungen selbst bringt der neue Status Quo der Arbeitswelt Änderungen mit sich. 2022 werden Softwarebudgets erstmals auch hybride Arbeitsweisen berücksichtigen müssen. Denn diese stellen neue Anforderungen an die internen Anwendungen, durch welche die geschäftliche Agilität gesteigert werden soll. Je intensiver Unternehmen diese Applikationen nutzen werden, desto wichtiger wird auch das Nutzungserlebnis von Mitarbeitern und Partnern. Mit neuen Tools, die eine stärkere Verbindung von Design Thinking und Frontend-Entwicklung ermöglichen, ergeben sich auch neue DesignOps-Leitlinien für eine stärkere Akzeptanz der entsprechenden Lösungen. In Kombination mit neuen Möglichkeiten zur Nutzungsanalyse des Endanwenderverhaltens und der Unterstützung offener Standards wie Open Telemetry werden digitale Produktteams auch für interne Anwendungen Ergonomiegrade anstreben, die bislang Endkundenanwendungen vorbehalten waren.

Fazit: Eine neue Art der Softwareentwicklung für die neue Arbeitswelt

In der neuen Arbeitswelt der Pandemiezeit sind maßgeschneiderte Unternehmenslösungen zum zentralen Erfolgsfaktor geworden. Sie müssen in der Lage sein, die spezifischen Geschäftsprozesse des Unternehmens effizient zu unterstützen. Zusätzlich müssen sie diese akkurat in die digitale Welt aus Home-Office und verteilten Teams übertragen. Damit vorhandene Entwicklungskapazitäten nicht überlastet werden, müssen sich auch die Prozesse zur Softwareerstellung an die neuen Gegebenheiten anpassen. Die drei wichtigsten Vorsätze für das neue Jahr sollten daher für Entwicklungsabteilungen lauten: automatisieren, automatisieren und automatisieren. Nur wenn man Entwickler durch geeignete Tools, Plattformen und Technologien von zeitraubenden Routineaufgaben entlastet, wenn Cloud-Infrastrukturen ohne manuellen Aufwand bereitgestellt und Sicherheit von Anfang an ein integrierter Teil der Softwarearchitektur ist, kann man dringend benötigte Lösungen zeitnah bereitstellen – und damit die Geschäftsprozesse bestmöglich für das neue Jahr gerüstet werden, welche Herausforderungen und Chancen auch immer 2022 bereithalten mag.

Der Beitrag wurde ursprünglich hier veröffentlicht …