Besser rekrutieren: 5 Tipps für effektives Personalmarketing

31,4 Prozent der deutschen Arbeitnehmer:innen sind momentan auf der Suche nach einem neuen Job – das hat die aktuelle Studie von SD Worx, einem führenden europäischen Anbieter von HR- und Payroll-Lösungen, gezeigt. 48,8 Prozent der Befragten hingegen gaben an, dass es derzeit einfach sei, eine neue Stelle zu finden. Umso wichtiger ist es also, sich als Unternehmen auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt hervorzuheben.

Besser rekrutieren: 5 Tipps für effektives Personalmarketing

Die Rekrutierung und Bindung von Spitzenkräften ist eine ständige Herausforderung, die in der sich schnell wandelnden Welt des Personalwesens immer größer wird. Als Bindeglied zwischen Talentakquise und Unternehmenserfolg setzen HR-Expert:innen zunehmend auf innovative Marketingstrategien, um die Kultur, Werte und Möglichkeiten ihres Unternehmens zu bewerben. SD Worx hat fünf Tipps zusammengestellt, wie sich das Personalmarketing neu beleben lässt, damit Unternehmen die besten Talente gewinnen können. 

1. Entwickeln einer starken Arbeitgebermarke 

Die Arbeitgebermarke eines Unternehmens ist der Inbegriff dessen Identität und Wiedererkennungsmerkmal auf dem Arbeitsmarkt. Wer auf Storytelling achtet und setzt, kann potenzielle Bewerber:innen von der Unternehmenskultur, den Werten und dem jeweiligen Alleinstellungsmerkmal überzeugen. Authentizität spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle: Schließlich sollen potenzielle Bewerber:innen einen Eindruck erhalten können, wer ihr:e Arbeitgeber:in ist und wie es ist, Teil der Belegschaft zu sein. Für diesen Zweck zum Einsatz kommen können Social-Media-Kanäle, aber auch der Unternehmensblog sowie Erfahrungsberichte von Mitarbeiter:innen können von Nutzen sein. 

Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Arbeitgebermarke und Ihre eigentliche Brand zusammenpassen.

2. Video-Content nutzen 

Videoinhalte sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden und haben sich zu einem wichtigen Marketinginstrument in allen Branchen entwickelt. Videoinhalte haben den Vorteil, potenziellen Bewerber:innen einen visuellen Einblick in das Unternehmen und die Unternehmenskultur zu geben. Dabei kann es sich sowohl um längere Formate wie YouTube-Videos als auch um kürzere Formate handeln, die über Plattformen wie Instagram oder TikTok verbreitet werden. Videoinhalte machen Unternehmen und damit gleichzeitig auch Arbeitgebermarken menschlicher. Virtuelle Rundgänge durch die Büro- oder Produktionsgebäude, eine Serie über die verschiedenen Arbeitsalltage oder Interviews mit verschiedenen Mitarbeiter:innen geben potenziellen Bewerber:innen einen visuellen Einblick in den Alltag beim Arbeitgeber. 

Tipp: Achten Sie darauf, wen Sie ansprechen wollen. Jüngere Generationen bevorzugen kürzere Inhalte.

3. Aufbruch ins digitale Zeitalter

In Zeiten, in denen die Nutzung mobiler Endgeräte auch bei der Jobsuche stetig zunimmt und eine ständige Kommunikation unabdingbar ist – nicht zuletzt angesichts der Erfahrungen der Pandemie – ist es geradezu fahrlässig, diesen Faktor in Bewerbungsprozessen zu ignorieren. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen befürchten potenzielle Kandidaten zu verlieren, wenn sie keine mobilen Bewerbungsmöglichkeiten anbieten, das zeigt eine Studie der Uni Bamberg. Unternehmen müssen ihre Recruiting-Strategien also entsprechend bewerben – und anpassen: Karriereseiten und Bewerbungsformulare müssen mit dem eigenen Smartphone leicht zu bedienen sein. Jede:r vierte Kandidat:in der Gen Z bricht die Jobsuche dauerhaft ab, wenn es zu Darstellungsproblemen auf mobilen Geräten kommt – auch das ist ein Ergebnis der Uni Bamberg. Mobile Kommunikationskanäle in ihren Bewerbungsprozess zu integrieren, um Echtzeitkommunikation mit den Kandidat:innen zu ermöglichen – etwa in Form von Instant Messaging-Tools oder mobilen Bewerbungsapps – ist ein Muss. Dank des sofortigen Feedbacks können Unternehmen somit das Engagement mit Bewerber:innen steigern und sicherstellen, dass kein:e potenzielle:r Kandidat:in aufgrund unzureichender Kommunikation abspringt.

Tipp: Gestalten Sie Ihren mobilen Prozess so einfach und intuitiv wie möglich.

4. Mitarbeiter:innenlobbyismus

Bestehende und zufriedene Mitarbeiter:innen sind immer noch die besten Markenbotschafter eines Unternehmens. Positive Erfahrungen müssen also sowohl in Social Media als auch auf gängigen Bewertungsplattformen geteilt werden. Auch Branchenveranstaltungen oder die Empfehlung von qualifizierten Fachkräften können den Rekrutierungsprozess auf diese Weise unterstützen. Die Einrichtung eines dazugehörigen Förderprogramms stärkt dabei nicht nur die Arbeitgebermarke, sondern fördert auch das Gefühl der gegenseitigen Loyalität unter den Mitarbeiter:innen.

Tipp: Nutzen Sie den Enthusiasmus Ihrer Mitarbeiter:innen zu Ihrem Vorteil. 

5. Datenbasierte Entscheidungsfindung 

Daten sind die Geheimwaffe im Personalmarketing. Mithilfe von Analysetools können Unternehmen den Erfolg ihrer verschiedenen Rekrutierungskampagnen verfolgen, Trends erkennen und ihre Strategien entsprechend anpassen. Die Analyse der gewonnenen Daten und Kennzahlen wie Bewerberkonversionsrate, Bewerberbindung und Rekrutierungsquellen ermöglicht es, die Ansprache zu verfeinern und so die einzelnen Kampagnen auf die aktuelle Situation der Zielgruppe hin zu optimieren. So kann der Return on Investment maximiert werden und Unternehmen können ihr Personalmarketingbudget besser einsetzen, um die richtigen Kandidat:innen anzusprechen und einzustellen.

Tipp: Nutzen Sie auch Daten von externen Bewerbungstools, um Ihr Budget maximal einsetzen zu können.

Erfolgreiches Personalmarketing ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich an den wandelnden Bedürfnissen und Erwartungen der Bewerber:innen orientieren muss. Mit der richtigen Kombination der oben genannten Tipps können Unternehmen sicherstellen, dass sie im Wettbewerb um die besten Talente die Nase vorn haben. Aber es sind nicht nur die Technologie oder die Strategie, die den Unterschied machen, es sind die Menschen. Die Investition in ein engagiertes und zufriedenes Team, das die Unternehmenswerte authentisch verkörpert, ist letztlich die beste Investition in die Zukunft. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen schätzen, schaffen nicht nur eine attraktive Arbeitsumgebung, sondern auch eine dauerhafte Basis für Erfolg.

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Business Intelligence in der Fertigungsindustrie

Unternehmen durch aussagekräftige Daten zu unterstützen, damit sie fundierte Geschäftsentscheidungen treffen können, ist das Ziel von Business Intelligence (BI).

Business Intelligence in der Fertigungsindustrie

Historisch hat BI seine Wurzeln in den 1960er Jahren als System für die gemeinsamen Nutzung von Informationen im gesamten Unternehmen. Moderne BI zeichnet sich in der Praxis durch die Bereitstellung einer umfassenden Sicht auf Unternehmensdaten aus. Diese Daten werden genutzt, um Veränderungen voranzutreiben, Ineffizienzen zu beseitigen und schnell auf Veränderungen am Markt oder bei Lieferketten zu reagieren – immer mit dem übergeordneten Ziel, die Unternehmensleistung zu optimieren.

Reichelt elektronik sieht vor allem die vielen Vorteile für die Fertigungsindustrie: „Die Fertigungs- bzw. Produktionsbranche ist ein komplexer Sektor mit vielen unterschiedlichen Elementen. Überall im Unternehmen werden Daten gesammelt. Aus diesem Grund können Firmen dieser Branche in besonderem Maße von Business Intelligence sowie der Auswertung der zahlreichen Daten profitieren,“ kommentiert Sebastian Wrubel, Produktmanager Verkauf/POS & Logistik bei reichelt elektronik.

„Bereits bei der Lieferung von Rohstoffen, dem Betrieb von Maschinen oder dem Qualitätsmanagement werden jede Minute neue Daten generiert. Hinzu kommen betriebswirtschaftliche Daten. Mithilfe von BI können Unternehmen bessere Einblicke in ihre Daten gewinnen und somit fundierte Geschäftsentscheidungen treffen und neue Potenziale erschließen.“

Warum ist Business Intelligence für Ihr Unternehmen wichtig?

Business Intelligence umfasst eine breite Palette von Analysetechniken und Tools. Zu seinen wesentlichen Bestandteilen gehören Data Analytics und Business Analytics, die mithilfe von Data Mining, Berichterstattung, Datenabfrage, Benchmarking, Datenvorbereitung und Visualisierung funktionieren. Dadurch gewinnen Unternehmen einen umfassenden Einblick in aktuelle und historische Daten. BI ermöglicht beispielsweise die Erstellung von Leistungs- und Wettbewerbsvergleichen und hilft, potenzielle, interessante Markttrends frühzeitig zu erkennen. 

Auf der anderen Seite kann BI genutzt werden, um operative Prozesse im Unternehmen zu optimieren. Zum Beispiel lassen sich im Bereich Compliance Datenanalysen durchführen, sodass Unternehmen frühzeitig prüfen können, ob sie Vorschriften oder Normen erfüllen. Die Datenanalysen gewähren auch Einblicke in den gesamten Fertigungszyklus, mit deren Auswertung sich die Produktionsprozesse optimieren und Engpässe identifizieren lassen. 

Darüber hinaus lassen sich mit BI die Bestände effektiv verwalten, um die Lagerhaltungskosten zu senken und die Lieferkette effizienter zu gestalten. Mitarbeiter können frühzeitig Abweichungen erkennen, indem sie alle relevanten Kennzahlen kontinuierlich überwachen und auswerten. Dadurch behalten sie Kennwerte wie Maschinenauslastung, Auftragsstatus, Termintreue, Materialkosten oder Produktionsqualität im Blick.

Qualitätssicherung und Risikomanagement in der Produktentwicklung

In der Fertigung von medizinischen Produkten steckt BI noch in den Kinderschuhen, doch hier zeigen erste Projekte bereits das Potenzial datenbasierter Prozessoptimierung. Einige medizinische Produkte wie etwa Implantate oder auch Dentalprodukte werden mithilfe additiver Fertigung (3D-Druck) hergestellt, um eine individuelle Anpassung an die Patienten zu ermöglichen. Das macht den Herstellungsprozess jedoch auch komplex, denn zahlreiche Umweltfaktoren und andere Parameter wie Maschineneinstellungen haben Einfluss auf die Qualität der Bauteile. Zudem unterliegt die Produktion strengen Richtlinien. So bestimmt die europäische Medical Device Regulation (MDR), dass Unternehmen den Herstellungsprozess über die gesamte Lieferkette hinweg nachweisen können. Deshalb ist es besonders wichtig, Fehler bei dem Herstellungsprozess sehr schnell erkennen zu können. 

Bisher stützte sich die Qualitätskontrolle bei medizinischen Produkten oft nur auf die Überprüfung der Teile per Computertomographie (CT). Der Einsatz von Business Analytik kann helfen, diesen Prozess zu erweitern und auf lange Sicht zu verbessern.

Durch die Einführung von zusätzlichen digitalen Methoden zur Qualitätssicherung wie etwa sensorbasierte Überwachung von 3D-Druckern, Wärmeöfen oder 3D-Scannern sowie deren Vernetzung können nun mehr Werte gesammelt und die Qualität der Produktion engmaschig überprüft werden. Defekte oder falsche Einstellungen bei 3D-Druckern können so schneller identifiziert und dadurch die Fertigung von fehlerhaften oder qualitativ minderwertigen Teilen vermieden werden. Dies erleichtert nicht nur den Prozessnachweis, sondern steigert auch die Qualität der Produktion und spart damit langfristig Produktionskosten ein.

Prozessoptimierung durch Data Mining  

Ein Beispiel aus der Versorgungsbranche verdeutlicht, wie die Datenanalyse zu verbesserten Abläufen beiträgt. Die Stadtwerke Bonn überprüfen in sogenannten Plausibilitätsprüfungen stets, ob die gemeldeten Zählerstände dem erwarteten Muster entsprechen. So sollen frühzeitig Fehler in Geräten, Lecks in Rohren oder andere Fehler erkannt werden. Mit insgesamt 367.000 abgerechneten Zählerständen zwischen Januar 2020 und April 2021 kam es bei der Prüfung der abgelesenen Zählerstände jedoch immer wieder zu Verzögerungen und Fehlerquoten. 

Daher initiierten die Stadtwerke Bonn eine Process-Mining-Initiative mit Appian. Die Analyse ergab, dass etwa 75 Prozent der Plausibilitätsprüfungen unnötig waren, was bis zu 571 Arbeitstage in Anspruch nehmen konnte. Mit diesen Erkenntnissen wurden die Plausibilitätsgrenzen des Systems optimiert. So sorgten die Stadtwerke Bonn für schnellere und reibungslosere Arbeitsabläufe, konnten Kosten einsparen und steigerten so auch ihre Kundenzufriedenheit.

Auch der Fertigungsindustrie bietet Data Mining entscheidende Vorteile. Durch die Analyse des gesamten Fertigungszyklus können Muster erkannt und fundierte Entscheidungen getroffen werden, die die Effizienz und Qualität steigern. Integrierte Datenplattformen erleichtern die Zusammenarbeit mit Lieferanten und verbessern den Informationsfluss.

Verbesserung der Lieferkettenperformance 

Bei der Implementierung von Just-in-Time (JIT) Prinzipien zur Lieferkettenoptimierung ist BI oft das Mittel der Wahl. Walmart gilt als Paradebeispiel im Einzelhandel, aber auch die Fertigungsbranche kann von dieser Strategie profitieren. Durch den Einsatz fortschrittlicher Analysetechnologien prognostiziert Walmart die Kundennachfrage präzise, um die Lagerbestände zu optimieren und Engpässe zu vermeiden.

Darüber hinaus hat das Unternehmen die Methode des Cross-Docking eingeführt. Dabei werden Güter nicht mehr in ein Lager geliefert, sondern direkt umgeschlagen und zum Kunden versendet. So werden Handhabungs- und Lagerkosten minimiert. 

Was bei Walmart funktioniert, eignet sich auch für die Fertigungsbranche. Durch eine nahtlose Überwachung der Lieferkette erhalten Unternehmen Kontrolle über den Warenfluss und können flexibel auf Herausforderungen reagieren. Seien es Ressourcenknappheit im Ursprungsland, Preisänderungen von Lieferanten oder handelspolitische Faktoren  – mit BI in den Lieferkettenmanagementprozessen sorgen Fertigungsunternehmen für Planungssicherheit, Stabilität und Kundenzufriedenheit.

Fazit 

Business Intelligence (BI) und Analytik bilden einen entscheidenden Teil des gesamten Geschäftsprozesses, indem sie nicht nur die aktuellen Betriebsabläufe optimieren, sondern auch die Grundlage für zukünftige Planungsentscheidungen legen. Durch die Analyse von Echtzeitdaten und Produktionskapazitäten können Unternehmen in der Fertigungsbranche verbesserte Konzepte erstellen und ihre Produktionsplanung optimieren. Dies gewährleistet nicht nur, dass Produkte rechtzeitig und in der richtigen Menge hergestellt werden, um die Nachfrage zu decken und Ressourcen zu schonen, sondern trägt auch dazu bei, langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. In einer zunehmend datengetriebenen Wirtschaft sind BI und Analytik unverzichtbare Werkzeuge für Unternehmen, um erfolgreich zu sein und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

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Drum prüfe, wie dein Netz empfindet: In sieben Schritten zu erfolgreichen Network Audits

Regelmäßige Prüfungen und Bewertungen des Netzwerks schützen Unternehmen vor großen Schäden durch Downtimes oder Sicherheitslücken. Opengear, Anbieter von Out-of-Band-Managementlösungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, hat einen Sieben-Schritte-Plan für Network Security Audits und Assessments erarbeitet, mit dem IT-Teams ihr Netzwerk im Griff behalten.

Drum prüfe, wie dein Netz empfindet: In sieben Schritten zu erfolgreichen Network Audits

Die Netzwerklandschaft ist im steten Wandel: Ständig gibt es technologische Innovationen und fast täglich erscheinen neue Bedrohungen für die Sicherheit und Stabilität der Netze auf dem Radar der Administratoren. Regelmäßige Prüfungen (Audits) und Bewertungen (Assessments) von Netzwerken sind daher nicht nur eine bewährte Praxis, sondern mittlerweile eine grundlegende Notwendigkeit. Wie Unternehmen dabei vorgehen sollten, zeigt der Sieben-Schritte-Plan von Opengear

Schritt #1: Die Wichtigkeit regelmäßiger Prüfungen anerkennen

Das richtige Mindset ist das A und O, um die Sicherheit, Stabilität und Resilienz von Netzwerken zu gewährleisten. Wenn IT-Teams es nicht für wichtig erachten, den Status quo ihrer Infrastruktur regelmäßig zu überprüfen, nützt der beste Plan nichts. Administratoren sollten sich daher der Bedeutung von Network Audits bewusst sein: Sie ermöglichen es, die Netzwerkinfrastruktur, deren Konfigurationen sowie Zugangskontrollen unter die Lupe zu nehmen und potenzielle Sicherheitslücken zu untersuchen. Dieser systematische Ansatz ermöglicht es IT-Teams, Einblicke in den aktuellen Zustand ihres Netzwerks zu erhalten und Abweichungen von etablierten Sicherheitsrichtlinien zu erkennen.

Schritt #2: Schwachstellen und Sicherheitslücken identifizieren

Ein Grundsatz der Cybersicherheit lautet: „Du kannst nicht schützen, was du nicht siehst.“ Frei nach diesem Motto brauchen IT-Teams nicht nur das richtige Mindset und regelmäßige Audits, sondern gründliche Assessments ihrer Netzwerke. Sie können dazu beitragen, Schwachstellen zu ermitteln, die das Netz für Sicherheitsbedrohungen anfällig machen könnten. Typische Schwachstellen sind veraltete Software, Fehlkonfigurationen oder nicht gepatchte Systeme. Wer diese Schwachstellen erkennt, der kann auch proaktiv Maßnahmen ergreifen und Probleme beheben, bevor Cyberkriminelle sie ausnutzen.

Schritt #3: Schwachstellen proaktiv adressieren

Sind Schwachstellen im Netzwerk identifiziert, folgt deren proaktive Behebung. IT-Teams sollten einen systematischen Ansatz entwickeln, um potenzielle Sicherheitslücken zeitnah zu schließen – sei es durch Softwareupdates, Anpassungen der Konfiguration oder Patches. Ein proaktiver Ansatz mindert Risiken und stärkt die Resilienz des Netzwerks.

Schritt #4: Auch das Konfigurationsmanagement beachten

Regelmäßige Prüfungen des Netzwerks sollten weit über das Schließen von Sicherheitslücken hinausgehen und auch das Konfigurationsmanagement umfassen. Durch die Evaluierung der Netzwerkeinstellungen stellen IT-Teams sicher, dass ihre Konfiguration den Best Practices der jeweiligen Branche und den Unternehmensrichtlinien entspricht. Dieser Prozess hilft, unbeabsichtigte Fehlkonfigurationen zu vermeiden, die das Netzwerk instabil machen oder die Sicherheit gefährden könnten.

Schritt #5: Immer einen Schritt voraus sein

Kontinuierliches Monitoring ist ein integraler Bestandteil regelmäßiger Audits und der Schlüssel, um auf Veränderungen schnell reagieren zu können. Die extrem schnelllebige Dynamik von Cyberbedrohungen und technologischen Fortschritten erfordert ständige Wachsamkeit. IT-Teams benötigen daher Tools und Prozesse, die Echtzeiteinblicke in die Netzwerkaktivität bieten und schnelle Reaktionen auf auftretende Probleme ermöglichen.

Schritt #6: Automatisierung nutzen

Da Zeit ein essenzieller Faktor ist, gerade wenn die Stabilität oder Sicherheit eines Netzwerks bedroht ist, müssen sich Unternehmen besser jetzt als später mit dem Thema Automatisierung und KI auseinandersetzen. Entsprechende Auditing-Tools rationalisieren den Prüfprozess und ermöglichen eine gründliche, aber eben auch hocheffiziente Bewertung der Netzwerkintegrität. Sie erleichtern es, Schwachstellen zu identifizieren, die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien zu überprüfen und auch entsprechende Berichte zu erstellen. Automatisierung einzusetzen, spart nicht nur Zeit, sondern gewährleistet überdies ein einheitliches und gründliches Assessment des Netzes. 

Schritt #7: Dokumentationen und Reports nicht vergessen

Zu guter Letzt sollten IT-Teams auch die Dokumentation und das Reporting nicht vergessen. KI-basierte Auditing-Tools können dabei helfen, indem sie automatisch Berichte über Prüfungsergebnisse, getroffene Abhilfemaßnahmen und alle am Netzwerk vorgenommenen Änderungen erstellen. Die so erstellte Dokumentation dient als wertvolle Ressource für zukünftige Audits, Compliance-Prüfungen und Reaktionen auf Vorfälle im Netzwerk.

„Regelmäßige Prüfungen und Bewertungen sind ein Eckpfeiler jeder guten Strategie für das Netzwerkmanagement und verbessern nachhaltig die Resilienz von Netzwerken“, betont Dirk Schuma, Sales Manager EMEA North bei Opengear. „IT-Teams können die gewonnenen Einblicke nutzen, um Schwachstellen zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und ihr Netzwerk mit der optimalen Konfiguration zu betreiben. Mit diesem Fundament fällt es ihnen dann auch leicht, die Herausforderungen einer sich ständig verändernden Netzwerklandschaft zu meistern.“

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Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, das wir richtig nutzen müssen

Für die einen ist KI eine Bedrohung für die Menschheit, für die anderen ein Segen, der eine verheißungsvolle Zukunft verspricht. Was letztlich stimmt, hängt davon ab, wie wir damit umgehen und was wir daraus machen. 

Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, das wir richtig nutzen müssen

Der scheinbar unaufhaltsame Siegeszug der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der generativen KI, sorgt derzeit für hitzige Diskussionen. Dabei sollten wir sie in erster Linie als ein Werkzeug betrachten. Und sie braucht daher jemanden, der sie richtig bedient und sinnvoll einsetzt. Damit sind wir beim Menschen. Der intelligente Umgang mit Werkzeugen gehört seit Urzeiten zu unseren herausragendsten Fähigkeiten. Warum sollte das bei KI anders sein? Sie soll uns im Idealfall unterstützen und besser machen. Daraus ergibt sich folgerichtig die Frage, was KI eigentlich besser kann als der Mensch.

Automatisierung durch KI: Effizienz versus Kreativität und Intuition

KI ist in der Lage, langweilige, wiederkehrende Tätigkeiten automatisch zu erledigen. Sie kann Unmengen von Daten sichten, verarbeiten, analysieren und daraus Faktoren für die Entscheidungsfindung extrahieren. Bei typisch menschlichen Eigenschaften wie Kreativität, Einfühlungsvermögen, moralischem Empfinden, Emotionalität und der Fähigkeit zur Selbstkritik aber muss sie passen. Und ihr fehlt der innere Kompass, Entscheidungen über den Tellerrand hinaus treffen zu können und aus Intuition heraus etwas Anderes, völlig Neues und Wertvolles zu tun. Käme KI beispielsweise von sich aus auf die verwegene Idee, innerhalb eines Jahrzehnts auf dem Mond landen zu wollen?

Let‘s work together

Damit sind die Vorgaben für die Arbeitsteilung und Kooperationsformen zwischen Mensch und KI klar umrissen. Für den Einsatz von KI in Unternehmen ergeben sich daraus typische Einsatzszenarien. Sie liegen vor allem an den Bruchstellen einer sich rasant verändernden Arbeitswelt wie Fachkräftemangel, Workflow-Optimierung, Innovationsbeschleunigung oder veränderten Service-Anforderungen. Hier kann KI wertvolle Dienste leisten. Wer sie dafür nutzt, hat gute Chancen, daraus Wettbewerbsvorteile zu ziehen.

Die Notwendigkeit der KI-Integration: Chancen und Herausforderungen für Unternehmen

Verzicht oder Ignoranz sind also keine Optionen. Der Konkurrent, der mit KI-Unterstützung seine Entwicklungsprozesse verkürzt und Kosten optimiert, sagt Danke. Ohne Einarbeitung und koordiniertes Lernen wird das natürlich nicht funktionieren. Denn nur wer sein Werkzeug wirklich beherrscht, kann kreativ, produktiv und verantwortungsvoll damit umgehen. Generative KI stellt uns hier vor ganz neue Herausforderungen, denn sie simuliert Kreativität. Das sollten und müssen wir nutzen. KI ist nicht mehr und nicht weniger als ein unglaublich mächtiges Werkzeug. Es kommt nur darauf an, was wir daraus machen.

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SD Worx unterzeichnet Vereinbarung zum Erwerb von F2A

Ardian, ein international führendes privates Investmenthaus, und SD Worx, einer der führenden europäischen Anbieter von HR- und Payroll-Lösungen, haben sich auf den Verkauf von F2A geeinigt. F2A ist der führende italienische Anbieter von HR- und Payroll-Lösungen und wird seit Februar 2016 von Ardian gehalten. Mit dieser Übernahme wird SD Worx sein Angebot und seine geografische Präsenz erweitern und sein Wachstum in der europäischen HR- und Payroll-Branche vorantreiben. Die Transaktion unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen.

SD Worx unterzeichnet Vereinbarung zum Erwerb von F2A

Mehr als 1.200 Expert:innen unterstützen 6.000 Kund:innen in zwei Unternehmensbereichen: HR & Payroll (ca. 85 Prozent des Umsatzes) und Finance & Accounting (ca. 15 Prozent des Umsatzes). Im Rahmen der Investitionsphase und Zusammenarbeit mit Ardian konnte F2A seine Entwicklungsstrategie durch den erfolgreichen Abschluss von mehr als 20 Build-ups vorantreiben, das Serviceangebot ausbauen und eine wichtige Position in Italien einnehmen.

„Gemeinsam mit dem F2A-Management haben wir einen bedeutenden Wachstumskurs verfolgt. Wir sind überzeugt, dass in diesem Bereich noch viele Chancen liegen“, sagt Marco Molteni, Managing Director bei Ardian. „Das starke Interesse eines internationalen Players wie SD Worx an F2A unterstreicht den hohen strategischen Wert unseres Unternehmens. Wir wünschen F2A und SD Worx viel Erfolg für die gemeinsame Zukunft.“   

„Italien ist die viertgrößte Volkswirtschaft Europas, und viele KMU und mittelständische Unternehmen zeigen großes Interesse an Gehaltsabrechnungs-Outsourcing“, sagt Kobe Verdonck, CEO von SD Worx. „Die Gehaltsabrechnung in Italien ist sehr komplex und erfordert eine Kombination aus Software, die auf hiesige Anforderungen zugeschnitten ist, sowie lokaler Expertise. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Raul Mattaboni, der das Geschäft weiterhin leiten wird.“

„Teil von SD Worx zu werden, ist ein bedeutender Meilenstein für F2A und würdigt die außergewöhnliche Leistung aller unserer Kolleg:innen im Laufe der Jahre. Mit der Unterstützung von Ardian haben wir uns als führender Anbieter professioneller Dienstleistungen für Unternehmen aller Größen und Branchen in Italien etabliert“, sagt Raul Mattaboni, CEO von F2A. „Ich freue mich persönlich auf dieses neue Kapitel in der Geschichte von F2A. Dieser Übergang wird nicht nur unser berufliches Wachstum fördern, sondern auch unseren Kund:innen noch bessere und vielfältigere Dienstleistungen ermöglichen, wobei wir gleichzeitig die menschliche Komponente bewahren, die uns immer ausgezeichnet hat.“           

Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen wird SD Worx 100 Prozent der Anteile an F2A erwerben. Der Kaufpreis wird nicht offengelegt. 

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Wie Technologie Wachstum und Nachhaltigkeit vereint

Markt und Verbraucher geben für Unternehmen den Weg vor – und der geht ohne Wenn und Aber in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Zeitpunkt ist aus unternehmerischer Sicht günstig, denn niemals zuvor standen so viele neue Technologien zur Verfügung, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und dennoch ökonomisch zu handeln. Als einer der führenden Anbieter von Cloud-Business-Software zeigt IFS, wie Unternehmen das in der Praxis umsetzen können.

Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass ein wirtschaftlicher Erfolg langfristig nur mit verantwortungsvollem Handeln sowie positiven Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu erreichen ist. Durch den Einsatz innovativer Technologien können sie dabei nicht nur Kosten senken, sondern auch Umweltbelastungen minimieren und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. IFS zeigt anhand von fünf zentralen Beispielen, wie Technologie Unternehmen dabei unterstützt, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, die Effizienz zu steigern und einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten:

Ressourceneffizienz

Technologien wie Machine Learning, Künstliche Intelligenz oder Predictive Analytics versetzen Unternehmen in die Lage, ihre Produktionsprozesse zu optimieren und Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffe effizienter zu nutzen. Durch den Einsatz von Sensoren, Datenanalyse und Automatisierung können Unternehmen den Verbrauch senken und Abfälle minimieren. KI-gestützte Business-Software hilft dabei, sowohl Nachfrage und Angebot von Produkten vorherzusagen als auch den Warenbestand optimal zu verwalten. Auf diese Weise verhindert die Technologie eine Überproduktion und reduziert unnötigen Ressourceneinsatz.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Durch den Einsatz von Technologien wie Blockchain oder modernen ERP-Lösungen können Unternehmen eine transparente Lieferkette schaffen. Dadurch lässt sich die Herkunft von Produkten genau nachverfolgen und sicherstellen, dass sie unter fairen und umweltfreundlichen Bedingungen hergestellt wurden. So können Kunden nachhaltige Entscheidungen treffen und Unternehmen ihre Lieferanten besser kontrollieren.

Virtualisierung und Digitalisierung

Unternehmen sind in der Lage, Prozesse zu virtualisieren und digitale Lösungen einzuführen, die physische Ressourcen wie Papier, Transport und Lagerung reduzieren. Beispielsweise können virtuelle Meetings den Bedarf an Geschäftsreisen und damit den CO2-Fußabdruck verringern. Ebenso können digitale Produkte und Dienstleistungen physische Produkte ersetzen und so den Materialverbrauch reduzieren.

Erneuerbare Energien und grüne Technologien

Durch Investitionen in erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie können Unternehmen ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Darüber hinaus ermöglichen technologische Entwicklungen in Bereichen wie Elektromobilität und energieeffizientem Gebäudemanagement eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen im eigenen Betrieb und eine geringere Umweltbelastung.

Big Data und Analytics

Durch die Sammlung und Analyse großer Datenmengen können Unternehmen detaillierte Einblicke in ihren Ressourcenverbrauch beziehungsweise ihre Emissionen gewinnen und Optimierungspotenzial identifizieren. Datenanalysen unterstützen dabei, Energieverbrauchsmuster zu erkennen, um Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz zu planen, oder <a class="lar-automated-link" href="https://de.eas-mag.digital/tag/lieferkette/“ 56771 target=“_self“>Lieferketten zu optimieren, um Transportwege zu verkürzen und Emissionen zu reduzieren. Hilfreich ist dabei der Einsatz einer zentralen Business-Software-Plattform, die Nachhaltigkeits- sowie ESG-Metriken (Environmental, Social and Governance) automatisiert erfasst und analysiert. 

Nachhaltigkeit darf für Unternehmen nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, Verbraucher machen Kaufentscheidungen immer stärker von dem Verantwortungsbewusstsein der Anbieter abhängig“, sagt Maggie Slowik, Global Industry Director Manufacturing bei IFS. „Aber auch gesetzliche ESG-Reportings sollten ein weiterer Ansporn sein, um die eigenen Prozesse zu optimieren und in umweltschonende Lösungen zu investieren. Branchenübergreifend müssen Unternehmen nachhaltiger agieren – mit den richtigen Technologien steigern sie dabei sogar ihre Wirtschaftlichkeit.“ 

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Nahtlose Zusammenarbeit: Haufe X360 und d.velop vereinen ERP und DMS in einer Lösung

Haufe X360, führender Anbieter einer Cloud-nativen Business Management Software für KMU, und d.velop, führender Spezialist für die Digitalisierung von dokumentenbezogenen Geschäftsprozessen, gehen eine weitgehende Partnerschaft ein. Für Kunden von Haufe X360 bedeutet dies, dass Business Prozesse und Dokumentenmanagement zukünftig direkt miteinander vernetzt und so effizienter steuerbar sind. Umfangreiche Kernfunktionalitäten des Dokumentenmanagementsystems (DMS) und ein Speicherplatz von 500 GB für die revisionssichere Dokumentenablage sind für Haufe X360-Kunden kostenfrei. Weitere Funktionalitäten lassen sich hinzubuchen. 

Nahtlose Zusammenarbeit: Haufe X360 und d.velop vereinen ERP und DMS in einer Lösung

Die Zuordnung von Dokumenten zu Geschäftsvorgängen und digitalen Akten kann manuell oder automatisiert über Texterkennung (OCR) und künstliche Intelligenz (KI) erfolgen. So kann beispielsweise bei Vertragsabschluss mit einem Neukunden im ERP automatisch der Vertragsunterzeichnungsworkflow im DMS angestoßen werden. Nach erfolgreicher Vertragsunterzeichnung wird der Neukunde wiederum automatisch in Haufe X360 angelegt und im System freigeschaltet.

Zusätzlich verarbeitet das DMS elektronische Rechnungen in den Formaten PDF, XRechnung sowie ZUGFeRD und verbucht sie als Eingangsrechnung in Haufe X360. Diese nahtlose Integration von Dokumentenmanagementfunktionen und Geschäftsprozessen ermöglicht so umfangreiche Zeit- und Kosteneinsparungen. Die revisionssichere Archivierung im cloudbasierten DMS von d.velop erfüllt zudem alle rechtlichen Anforderungen von DSGVO und GoBD. Das rechtssichere Management von elektronischen Unterschriften (eSignatur) ist ebenfalls möglich und kann, wie alle anderen Funktionen, nahtlos in Haufe X360 integriert werden.

Die technische Integration der beiden Plattformen erfolgt bi-direktional über APIs und eine Customization in der X360-Plattform. Sie ist bereits bei ersten Kunden im Einsatz und steht allen Kunden ab April 2024 auf Anfrage zur Verfügung.  

Haufe-X360 als zentrale Business-Management-Plattform

„Schnell, einfach, rechtssicher und auf Wunsch automatisiert – mit dem DMS und dem Rechnungsleser von d.velop integrieren wir weitere wichtige Funktionalitäten, mit der unsere Kunden ihr Unternehmen auch über die reinen Geschäftsprozesse hinaus komfortabel über eine zentrale, cloudbasierte Business Management Plattform steuern können“, freut sich Christian Zöhrlaut, Chief Product Officer bei Haufe X360. 

„Mitarbeitende in Unternehmen verbringen häufig mehrere Stunden täglich mit der Ablage von Papierdokumenten und der Suche beispielsweise nach Rechnungen und Angeboten. Mit unserem cloudbasierten DMS und der automatisierten Ablage von Ausgangsbelegen direkt aus Haufe X360 entfällt dieser manuelle Aufwand“, erklärt Michele Schönherr, COO Partner Management & Platform Economy bei d.velop.   

Wichtiger Schritt zu einem Business Management System (BMS) 

Mit der Einbindung des DMS von d.velop entwickelt sich Haufe zu einer umfassenden Business-Management-Lösung weiter. 

„Mit Haufe X360 haben wir in den letzten Jahren die Cloud-ERP-Lösung für zukunftsgewandte KMU geschaffen. Damit unsere Kunden in Zukunft noch erfolgreicher und wettbewerbsfähiger sind, gehen wir nun den nächsten Schritt und werden zu der zentralen Plattform, mit der sie nicht mehr nur ihre Geschäftsprozesse, sondern alle Facetten ihres Unternehmens managen können“, erläutert Carsten Schröder, President of Cloud ERP bei Haufe X360, die Hintergründe. „Die Partnerschaft mit d.velop ist dabei der Beginn einer Reihe von neuen strategischen Partnerschaften und zusätzlichen Funktionalitäten, mit denen Haufe X360 die Entwicklung vom reinen ERP hin zur vollumfänglichen Business-Management-Lösung  vorantreiben wird.“

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Erfolgsfaktoren für die internationale Expansion im E-Commerce

Erfolgsfaktoren für die internationale Expansion im E-Commerce

Die internationale Expansion des E-Commerce (Onlinehandel) bietet Unternehmen enorme Wachstumschancen. Mit der richtigen Strategie können Onlinehändler neue Märkte erschließen, ihre Reichweite erhöhen und ihren Umsatz steigern.

Erfolgsfaktoren für die internationale Expansion im E-Commerce

Doch der Erfolg auf globaler Ebene erfordert ein tiefes Verständnis der jeweiligen Märkte und die Fähigkeit, sich an unterschiedliche kulturelle und wirtschaftliche Bedingungen anzupassen. Dieser Beitrag beleuchtet dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die internationale Expansion im E-Commerce.

Marktanalyse und Zielgruppensegmentierung

Eine gründliche Marktanalyse bildet das Fundament der erfolgreichen internationalen Expansion des E-Commerce. Unternehmen müssen zunächst die Nachfrage nach ihren Produkten in verschiedenen Ländern evaluieren und die lokale Wettbewerbslandschaft genau analysieren. Dies beinhaltet die Untersuchung von Markttrends, Konsumverhalten und wirtschaftlichen Bedingungen, um ein Verständnis für Zielmärkte zu entwickeln.

Durch die Identifikation und Analyse spezifischer Kundensegmente können Unternehmen ihre Marketingstrategien optimal anpassen und personalisierte Angebote erstellen. Unterschiedliche Zielgruppen weisen in der Regel verschiedene Bedürfnisse, Präferenzen und Kaufgewohnheiten auf, weshalb eine detaillierte Segmentierung dazu beiträgt, Marketingbudgets effizienter zu nutzen und die Kundenbindung zu stärken.

Mit einer fundierten Marktanalyse und klarer Zielgruppensegmentierung können Unternehmen maßgeschneiderte Strategien entwickeln, die den Erfolg ihrer internationalen Expansion sichern.

Lokalisierung und kulturelle Anpassung

Unternehmen müssen ihre Websites und Marketinginhalte nicht nur in die jeweiligen Zielsprachen übersetzen, sondern auch an die kulturellen Besonderheiten der jeweiligen Zielmärkte anpassen. Dies beinhaltet die Berücksichtigung lokaler Feiertage, Traditionen und kultureller Normen in Kommunikation und Werbung.

Zudem sollten Unternehmen lokale Zahlungsmethoden und Versandoptionen anbieten, um den spezifischen Präferenzen der Kunden gerecht zu werden. Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Anpassung des Point of Sale (POS), also der Verkaufspunkte an lokale Bedürfnisse. Die folgende Infografik veranschaulicht die wichtigsten Schritte und Strategien zur erfolgreichen internationalen Expansion im E-Commerce.

POS-Strategien im E-Commerce (© www.pos-werbung.de)

POS-Strategien im E-Commerce (© www.pos-werbung.de)

Eine gründliche kulturelle Anpassung schafft Vertrauen und stärkt die Kundenbindung, indem sie sicherstellt, dass Verbraucher sich verstanden und respektiert fühlen. Solche Maßnahmen erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auf internationalen Märkten.

Logistik und Lieferkettenmanagement

Effiziente Logistik und Lieferkettenmanagement sind besonders wichtige Punkte für den Erfolg im internationalen E-Commerce. Unternehmen müssen zuverlässige und kosteneffiziente Lösungen für Lagerung, Versand und Rückversendungen finden, um den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

Dies beginnt mit der Auswahl geeigneter Logistikpartner, welche eine schnelle und sichere Lieferung in Zielmärkte gewährleisten können. Die Optimierung der Lieferkettenprozesse durch moderne Technologien wie automatisierte Lagerverwaltung und Tracking steigert die Effizienz erheblich. Transparente Lieferprozesse und regelmäßige Updates sind wichtig, da Kunden eine nahtlose Kommunikation bei Problemen erwarten.

Ein effektives Rücksendungsmanagement erhöht die Kundenzufriedenheit und stärkt das Vertrauen. Effiziente Logistikstrategien senken die Kosten, verbessern die Wettbewerbsfähigkeit und sorgen für positive Kundenerfahrungen.

Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen

Jedes Land hat seine eigenen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen, die von Zoll- und Importvorschriften über Datenschutzgesetze bis hin zu Verbraucherschutzrichtlinien reichen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle relevanten Gesetze eingehalten werden, um rechtliche Konsequenzen und hohe Geldstrafen zu vermeiden.

Die Einhaltung dieser vielfältigen Vorschriften erfordert oft die Zusammenarbeit mit lokalen Rechtsexperten und eine regelmäßige Überprüfung der geltenden Gesetze. Unternehmen müssen ihre internen Prozesse und Systeme kontinuierlich anpassen, um die Compliance (gesetzliche Anforderungen) sicherzustellen.

Digitale Marktstrategien

Effektive digitale Marktstrategien sind wichtig für den Erfolg im internationalen E-Commerce. Zwei wesentliche Bestandteile dieser Strategien sind die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und das Social-Media-Marketing. Beide Elemente sind maßgeblich, um die Sichtbarkeit des Onlineshops zu erhöhen und die Kundenbindung auf globalen Märkten zu stärken.

Suchmaschinenoptimierung

Mit einer gezielten Suchmaschinenoptimierung können Unternehmen ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erhöhen und organischen Traffic auf ihre Website lenken. Dies erfordert die Anpassung von Inhalten und technischen Aspekten auf der Website. Dabei müssen auch die spezifischen Suchgewohnheiten und Keywords der Zielmärkte berücksichtigt werden. 

Social-Media-Marketing

Social-Media-Marketing ermöglicht es Unternehmen, eine enge Beziehung zu ihrer internationalen Zielgruppe aufzubauen und direkt mit ihnen zu interagieren. Durch die Nutzung verschiedener Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat oder TikTok können Unternehmen maßgeschneiderte Kampagnen erstellen, welche auf die kulturellen und demografischen Besonderheiten der jeweiligen Märkte abgestimmt sind.

Technologie und Plattformintegration

Die Auswahl der passenden Technologie und die reibungslose Integration von E-Commerce-Plattformen sind besonders wichtige Punkte, um internationalen Erfolg erlangen zu können.

Eine skalierbare Plattform, die Mehrsprachigkeit, verschiedene Währungen und lokale Zahlungsmethoden unterstützt, ist essenziell, um den Anforderungen globaler Märkte gerecht zu werden.

Nur so können Unternehmen ihre Reichweite erweitern und Kunden weltweit ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten. Zudem ermöglicht eine gut integrierte Plattform eine effiziente Verwaltung von Beständen und Bestellungen, was die Betriebskosten senkt.

Kundenservice und After-Sales-Support

Für einen langfristigen internationalen Erfolg ist besonders der E-Commerce Kundenservice ein wichtiger Faktor. Als Unternehmen im internationalen E-Commerce sollten mehrsprachige Support-Teams eingerichtet werden, um effektiv mit Kunden aus verschiedenen Regionen kommunizieren zu können. Ein schneller After-Sale-Support, der zügige und unkomplizierte Lösungen für Reklamationen und Rücksendungen bietet, erhöht dabei die Kundenzufriedenheit.

Zudem ist es wichtig, verschiedene Kommunikationskanäle wie Telefon, E-Mail und Live-Chat anzubieten, um den unterschiedlichen Präferenzen der Kunden gerecht zu werden. Durch herausragenden Kundenservice und After-Sales-Support können Unternehmen die Loyalität ihrer Kunden stärken und sich einen Wettbewerbsvorteil in internationalen Märkten verschaffen.

Fazit

Die internationale Expansion des E-Commerce bietet Unternehmen enorme Wachstumschancen, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Anpassung an lokale Gegebenheiten. Effiziente Logistik und ein reibungsloser Kundenservice sind dabei die zwei entscheidenden Faktoren, um auf globalen Märkten erfolgreich zu sein und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

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Die Top 5 Vorteile von KI für die Customer Experience

Künstliche Intelligenz (KI) kann Unternehmen nicht nur dabei helfen, interne Prozesse und Aufgaben effizienter zu organisieren. Auch im Umgang mit Kunden bietet die Technologie enormes Potenzial, um die Customer Experience (CX) – und damit die Zufriedenheit der Konsumenten – zu steigern. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht dabei von der Personalisierung der Kundeninteraktion bis hin zur Optimierung des Bestandsmanagements. Wer sich hier als Organisation weiterentwickeln will, steht vor Fragen wie: Wo also lohnt es sich für Unternehmen, im Bereich Customer Experience in KI zu investieren, wie geht man am besten vor – und was ist am Ende der Nutzen?

Die Top 5 Vorteile von KI für die Customer Experience

Ein grundlegendes Element der Customer Experience ist die Produkt Experience (PX), weshalb es sich lohnt, sich zunächst auf diesen Bereich zu konzentrieren. Denn mit KI fällt es Unternehmen in der Regel deutlich leichter, effiziente und hochpersonalisierte Produkterlebnisse über mehrere digitale und physische Kontaktpunkte hinweg zu schaffen. Dies gilt nicht nur für die Touchpoints in der eigenen Organisation, sondern auch für externe Berührpunkte.

Heutige Kernanwendungen von KI für PX

Das klingt für viele Verantwortliche in Unternehmen sehr verlockend – aber zunächst muss sich das Management klar darüber werden, wie es überhaupt in das Thema KI einsteigen möchte – und das kann zunächst überfordern. In der Praxis zeigt sich aber immer wieder, dass vor allem drei Kernanwendungen entscheidend für die PX eines Unternehmens sind: Sie sollten daher zuerst angegangen werden. Meist ergibt sich daraus direkt eine logische Reihenfolge, um mit möglichst geringem Aufwand den maximalen Nutzen aus der KI zu ziehen.

Sammlung und Bereinigung von Produktdaten

Mit Hilfe von KI lassen sich Produktdaten zentral verwalten, sehr präzise bereinigen und anreichern – einschließlich der Entfernung von Duplikaten, der Datenextraktion sowie der Produktkategorisierung und -klassifizierung in großem Umfang. So entfallen für die verantwortlichen Teams langwierige manuelle Datenarbeiten.

Data Enrichment

Es lassen sich schnell und einfach gebrauchsfertige Inhalte, einschließlich Produktbeschreibungen und Produktseiten, erstellen, die genau dem „Tone of Voice“ des Unternehmens sowie vorgegebenen Zeichenlimits entsprechen und geschäftskritische Schlüsselwörter enthalten.

Personalisierung für neue Märkte und Regionen

Produktinhalte können automatisch übersetzt werden, um eine gute PX effizient in großem Maßstab und in jeder Sprache zu gewährleisten.

Die Vorteile von KI im Bereich Customer Experience

Wenn Unternehmen die genannten Punkte umsetzen, welchen Benefit können sie genau für die Customer Experience erwarten? Hier sind die wichtigsten Vorteile:

Standardisierte Produktdaten

KI-Algorithmen können Produktdaten standardisieren, indem sie konsistente Formate, Kategorien und Namenskonventionen durchsetzen. Sie können trainiert werden, um Fehler, Duplikate, Inkonsistenzen oder fehlende Informationen in Hunderttausenden von Produktlisten über verschiedene Kanäle hinweg zu identifizieren. Dies stellt sicher, dass alle Produktinformationen einheitlich strukturiert sind, was Kunden die Navigation und den Vergleich von Artikeln an den von ihnen besuchten Touchpoints erleichtert.

Datenanalyse und Personalisierung

Machine-Learning-Algorithmen können große Mengen an Kundendaten verarbeiten, um datengestützte Einblicke in Kundenpräferenzen und -verhalten zu gewinnen. Konsumgüterhersteller können beispielsweise KI nutzen, um Kundenkaufhistorien und Surfgewohnheiten zu analysieren und ihnen auf der Grundlage dessen, was Kunden mit einem ähnlichen Profil in der Vergangenheit gekauft haben, hochpersonalisierte Produktempfehlungen und Marketinginhalte anbieten.

Marktexpansion

Die Technologie hilft auch dabei, die Türen zu globalen Märkten und Kanälen zu öffnen, indem sie maßgeschneiderte, lokalisierte Inhalte in großem Maßstab erstellt. Zwar erfordern KI-generierte Übersetzungen immer noch menschliche Überwachung. Aber diese Technologie ist schon heute in der Lage, Titel, Beschreibungen, Versandgrößen oder -zeiten und Maßeinheiten zu übersetzen und dabei kulturelle Nuancen oder lokale Vorschriften zu berücksichtigen.

Effizienter Kundenservice

Im Einzelhandel können KI-gestützte Chatbots und virtuelle Assistenten rund um die Uhr Kundendienst leisten, unabhängig von Zeitzone oder Sprache. Obwohl ein Roboter oft keine komplexen Probleme lösen oder schwierige Fragen klären kann und sollte, eignet sich die Technologie, um häufige technische Fragen zu clustern – oder zumindest bestimmte Fragen direkt an die zuständigen menschlichen Mitarbeiter weiterzuleiten.

Bestandsmanagement

Durch KI-gestützte Nachfrageprognosen können Einzelhändler ihr Bestandsmanagement besser ausbalancieren. Dazu gehört das Training von KI-Algorithmen mit historischen Verkaufsdaten und Markttrends, wobei Variablen wie erhöhte Nachfrage während der Feiertage oder plötzliche Verkaufsrückgänge berücksichtigt werden. Auf diese Weise können Einzelhändler präzise Vorhersagen über Bestellmengen treffen und so kostspielige Über- oder Unterbestände wirksam vermeiden.

Fazit

KI bietet enorme Potenziale, um das Kundenerlebnis deutlich zu verbessern. Von der Datenbereinigung und -anreicherung über die Datenanalyse und Personalisierung bis hin zur Marktexpansion, effizientem Kundenservice und Bestandsmanagement – KI-gestützte Tools können in allen Phasen signifikante Vorteile bringen. Unternehmen, die diese Technologien frühzeitig und effektiv einsetzen, verbessern nicht nur ihre Produktqualität, sondern steigern auch ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit – ein entscheidender Faktor, um in hart umkämpften Märkten eine Vorreiterposition einzunehmen.

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In sechs Schritten zum Digitalen Zwilling 

Digitale Zwillinge sind für die Industrie 4.0 essentiell. Ihre Implementierung setzt jedoch eine sorgfältige Planung und Ausführung voraus. NTT DATA, ein weltweit führendes Unternehmen für digitale Business- und IT-Dienstleistungen, erklärt, auf welche Punkte Unternehmen achten müssen und wie sie am besten vorgehen.  

In sechs Schritten zum Digitalen Zwilling

Viele produzierende Betriebe haben in den vergangenen Jahren in ihre Digitalisierung investiert – schließlich stehen sie unter enormen Druck, Prozesse effizienter zu gestalten und die erforderliche Produktqualität trotz fehlender Ressourcen zu gewährleisten. So wurden neue Sensoren eingeführt, um Bauteile zu tracken oder Produktionsanlagen zu überwachen. Wenn es allerdings darum geht, das komplexe Geflecht in einer Fertigung wirklich zu verstehen und zu optimieren, führt kein Weg an einem Digitalen Zwilling vorbei. Damit Realisierung, Implementierung und Betrieb reibungslos funktionieren, sollte sich die Industrie Schritt für Schritt an die Umsetzung machen.  

Schritt 1: Verständnis des Konzepts

Bevor Unternehmen starten, müssen sie erst einmal die Technologie genau verstehen. Ein Digitaler Zwilling ist eine virtuelle Darstellung eines physischen Produkts oder Prozesses, die mithilfe von Echtzeitdaten dessen Verhalten simuliert und analysiert. In der Fertigung kann ein Digitaler Zwilling beispielsweise eine virtuelle Version einer Maschine, einer Produktionsanlage oder einer kompletten Fabrik sein. Dieses Abbild ermöglicht es den Ingenieuren und Betreibern, verschiedene Szenarien zu simulieren, die Auswirkungen von Änderungen vorherzusagen und die Leistung in Echtzeit zu überwachen. Die Königsdisziplin ist schließlich ein bidirektionales System, bei dem der Digitale Zwilling sein Pendant in der realen Welt nahezu vollständig selbst steuert.

Schritt 2: Identifizierung der Ziele

Als nächstes müssen Unternehmen grundlegende Fragen klären und ein gemeinsames Verständnis über Art und Umfang des Digitalen Zwillings entwickeln. Geht es nur um ein gerendertes, bewegtes 3D-Modell oder um einen realen Anwendungsfall wie die virtuelle Inbetriebnahme einer Produktionslinie? Die Festlegung klarer Ziele – ob nun die Verbesserung der Anlageneffizienz, die Steigerung der Produktqualität, die Reduzierung von Ausfallzeiten oder die Optimierung der Ausbildungs- und Wartungsprozesse – hilft dabei, den Fokus während des Implementierungsprozesses zu behalten und sicherzustellen, dass die Investition in den Digitalen Zwilling einen messbaren Mehrwert für das Unternehmen bietet.

Schritt 3: Auswahl der richtigen Technologie

Ein Digitaler Zwilling umfasst zunächst einmal eine Kombination aus Sensoren, Datenbanken, Algorithmen und Visualisierungswerkzeugen, die die zu erfassenden Informationen strukturieren (ontologisches Modell). Sensoren sammeln Informationen aus der physischen Umgebung, welche dann in Datenbanken gespeichert und verarbeitet werden. Mithilfe von Algorithmen werden diese Daten analysiert und in ein virtuelles Modell umgewandelt. Visualisierungswerkzeuge wiederum helfen, den Digitalen Zwilling zu betrachten und detailliert zu analysieren. Gleichzeitig ist der Digitale Zwilling eng mit Technologien wie Edge Computing und Private 5G verbunden. Die Datenverarbeitung direkt vor Ort verhindert Verzögerungen, die bei der Übertragung in ein zentrales Rechenzentrum oder die Cloud unweigerlich entstehen. In der Produktionsumgebung selbst sorgt der aktuelle Mobilfunkstandard mit seiner großen Bandbreite und ultraniedrigen Latenz für verzögerungsfreie Übertragungen. So kommen die Daten nicht nur blitzschnell bei den Digitalen Zwillingen an, sondern deren Erkenntnisse und Anweisungen werden auch umgehend zurückgespielt, sodass die Maschinen nahezu in Echtzeit auf Ereignisse reagieren können.

Schritt 4: Integration von Datenquellen

Die Qualität und Verfügbarkeit der Daten spielt bei der Realisierung eines Digitalen Zwillings eine zentrale Rolle. Zunächst müssen die verschiedenen Informationen, die Sensoren und IoT-Konnektoren erfassen, an zentraler Stelle zusammengeführt werden. Genauso wichtig ist es, dass die gelieferten Betriebs- und Umgebungsdaten aus der realen Welt mit weiteren Informationen aus dem Unternehmen wie Stücklisten, Konstruktionsspezifikationen oder Protokollen von Kundenbeschwerden kombiniert werden. Eine umfassende Datenintegration ist entscheidend, um einen genauen und vollständigen Digitalen Zwilling zu erhalten, der ein realistisches Abbild des physischen Produkts oder Prozesses bietet.

Schritt 5: Modellierung des Digitalen Zwillings

Parallel dazu wird ein Modell des realen Objekts erstellt. Unternehmen sollten einem strukturierten und iterativen Prozess für das Entwerfen, Modellieren, Simulieren, Validieren und Verfeinern ihres Digitalen Zwillings folgen. Damit das Modell alle Erwartungen erfüllt, kann es zudem sinnvoll sein, die unterschiedlichen Stakeholder – von Kunden über Lieferanten bis zu Mitarbeitern – in den Entwicklungs- und Testprozess einzubeziehen. Schließlich muss das virtuelle Abbild mit Echtzeitdaten über Zustand, Leistung, Umgebungseinflüsse oder Verhaltensmuster „gefüttert“ und aktuell gehalten werden.

Schritt 6: Kontinuierliche Optimierung

Ein Digitaler Zwilling ist kein statisches Konzept, sondern sollte kontinuierlich optimiert und aktualisiert werden, um mit den sich ändernden Anforderungen und Bedingungen Schritt zu halten. Unternehmen sollten die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um Verbesserungen vorzunehmen und neue Funktionen hinzuzufügen. Dies kann die Feinabstimmung von Modellparametern, die Integration neuer Datenquellen oder die Anpassung von Algorithmen umfassen, um die Genauigkeit und Relevanz des Digitalen Zwillings ständig zu verbessern.

„Richtig geplant und umgesetzt, bringt der Digitale Zwilling eine Vielzahl von Vorteilen. Dazu zählen nicht nur die Minimierung von Fehlern oder die Verbesserung der jeweiligen Produktsicherheit: Die daraus resultierende optimierte Steuerung von Anlagen wirkt sich direkt positiv auf die Profitabilität aus“, erklärt Marcus Giehrl, Practice Director Innovations and Smart Technologies bei NTT Ltd. (ein Unternehmen der NTT DATA, Inc.). „Eine schlechte Vorbereitung kann jedoch schnell zum Verhängnis werden. Indem Unternehmen Schritt für Schritt vorgehen, stellen sie sicher, dass die Implementierung reibungslos verläuft und die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.“

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