Was macht ein gutes CRM-Paket aus?

Was macht ein gutes CRM-Paket aus?

Ein CRM-Ansatz nach dem Motto „one size fits all“ bringt selten einen nennenswerten geschäftlichen Nutzen. Bevor ein Unternehmen ein CRM-System einführt, muss es seine CRM-Strategie sorgfältig definieren und die Technologie bewerten. Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten können zum Scheitern führen.

Was macht ein gutes CRM-Paket aus?

Wenn sich ein Unternehmen auf die geschäftlichen Anforderungen konzentriert und die Technologie versteht, die die Strategie ermöglicht, kann es eine erfolgreiche und rentable Implementierung sicherstellen. Es gibt mehrere Hauptmerkmale von CRM-Software, die man im Auge behalten sollte. Dazu gehören:

Einfachheit der Integration

Die Kundendaten und -prozesse eines Unternehmens befinden sich in vielen verschiedenen Supportsystemen. Um zu vermeiden, dass diese Supportsysteme ersetzt werden, müssen die Unternehmen ihre CRM-Systeme nahtlos integrieren. Eine unzureichende Integration kann zu längeren Projektlaufzeiten und höheren Kosten führen.

Zu den wirksamen Integrationswerkzeugen gehören Adapter und Objektschnittstellen, die Unterstützung mehrerer Integrationsmethoden, eine angemessene Integrationsberatung und -schulung sowie die Übernahme von standardbasierten Architekturen. Der wichtigste Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, ist die Einhaltung von standardbasierten Architekturen. Solche offenen Architekturen erleichtern die Entwicklung von Schnittstellen zu den zahlreichen Legacy- und operativen Systemen, die für eine Implementierung erforderlich sein können, und erleichtern die Wartung.

Leichte Anpassbarkeit

CRM sollte sich leicht an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens anpassen lassen. Auch die Aufrüstbarkeit ist ein wichtiges Kriterium. Um eine einfache Anpassung zu ermöglichen, müssen CRM-Systeme die folgenden Merkmale aufweisen: Systemerweiterbarkeit, einschließlich Datenbank, Benutzeroberfläche und Geschäftslogik; einfache Konfigurierbarkeit für den Endbenutzer; eine integrierte Entwicklungsumgebung; Unterstützung für branchenübliche Anpassungstools; Aufrüstbarkeit aller Anpassungen sowie eine erweiterbare und modulare Architektur.

Viele Unternehmen sagen, dass die Abbildung ihrer Geschäftsregeln auf die Software einer der größten „Schmerzpunkte“ bei der Implementierung eines CRM-Systems ist. CRM-Software verfügt über Änderungsmanagementfunktionen, die es IT-Abteilungen, Kundenbetreuern und Marketingabteilungen ermöglichen, Systeme schnell und einfach abzufragen und zu ändern, um den sich schnell ändernden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Der größte Fehler bei jeder Implementierung besteht darin, die CRM-Funktionalität von den technologischen Merkmalen bestimmen zu lassen. CRM bedeutet, dass Sie Ihren Schwerpunkt und die Geschäftsprozesse ändern müssen, um diesen zu unterstützen, und dann die Technologie einsetzen, um diese neuen Prozesse zu automatisieren. Aus diesem Grund muss CRM individuell angepasst werden.

Leichte Skalierbarkeit

Skalierbarkeit ist wichtig, weil sie den künftigen Geschäftsanforderungen Rechnung trägt. Damit eine CRM-Software erfolgreich ist, muss sie in der Lage sein, die Menge an Kundenanfragen, Bestellungen und anderen Informationen, die täglich eingehen, zu bewältigen. Skalierbarkeit bedeutet nicht nur, dass neue Benutzer und Anwendungsmodule hinzugefügt werden können, sondern auch, dass verteilte Echtzeit-Datenbanken, drahtlose und nicht verbundene Benutzer sowie mehrere Interaktionskanäle unterstützt werden. Eine offene, auf Standards basierende Architektur ist für die Skalierbarkeit von CRM unerlässlich. Es wird eine Software benötigt, die mit dem Unternehmen wächst, wenn es Module, Funktionen, Benutzer, Kunden und Webbenutzer hinzufügt.

Umfangreiche „Out-of-the-Box“-Funktionalität

Die Tiefe und Robustheit der Standardfunktionalität eines CRM-Anbieters ist entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung. Je größer die Funktionalität ist, desto weniger Anpassungen sind erforderlich. Es stimmt zwar, dass es kein CRM von der Stange gibt, aber eine schnelle und einfache Funktionalität ermöglicht die Implementierung, unterstützt die Geschäftsprozesse des Unternehmens und sorgt für einen schnelleren Return on Investment.

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Integration von Geschäftsprozessen

Prozessabläufe bestimmen den Verlauf des Kundenlebenszyklus und die Art und Weise, wie dieser verwaltet wird, und sorgen für Wiederholbarkeit, Konsistenz und Effizienz. Bei Geschäftsprozessen, die über mehrere Front- und Back-Office-Systeme laufen, ist es unerlässlich, diese Prozesse über ein einziges, einheitliches Frontend zu verwalten und anzuzeigen – sowohl zur Verbesserung der Effektivität des Call Centers als auch der Kundenzufriedenheit. Sofort einsatzbereite Prozessabläufe und Management-Tools bieten all diese Vorteile und verringern den Umfang der erforderlichen Anpassungen, wodurch die Zeit bis zur Produktion verkürzt und die Implementierungskosten gesenkt werden.

Verwertbare Kundendaten

Ein CRM-System kann es Unternehmen ermöglichen, Kosten zu senken und die Effizienz von Geschäftsprozessen zu steigern, die alle Bereiche eines Unternehmens betreffen. Im Kontaktzentrum benötigen die Mitarbeiter mehr als nur Daten; sie brauchen Informationen, auf deren Grundlage sie schnell und sicher handeln können, um jede Kundeninteraktion zu optimieren. Fehlerbehebungsgruppen lösen Probleme effizienter und stellen sicher, dass Probleme nur einmal gelöst werden müssen. Der Vertrieb erhält einen besseren Einblick in die Kunden, so dass er deren Bedürfnisse vorhersehen und proaktiv wertvolle Lösungen anbieten kann, und die Analysefunktionen sorgen dafür, dass Marketingkampagnen immer die höchstmögliche Erfolgsquote haben.

Fazit

Gerade in Contact Centern mit hohem Aufkommen führt die totale Fokussierung auf die Erstellung einer 360-Grad-Sicht auf einen Kunden zu einer fehlerhaften CRM-Strategie und nicht unbedingt zu profitableren Kundenbeziehungen. Die Agenten benötigen Informationen, die sie eindeutig zu einem gewünschten Ergebnis führen. Die aus der Kundenanalyse gewonnenen Erkenntnisse werden möglicherweise nicht in einer für den Agenten geeigneten Form präsentiert. Eine bessere Nutzung des 360-Grad-Wissens über den Kunden besteht darin, dieses Wissen dem Agenten als umsetzbare Daten zu präsentieren. Diese Eingabeaufforderungen können als Blitzlicht auf dem Desktop des Agenten erscheinen oder als automatischer Auslöser für relevante Skripte. Entscheidend ist jedoch, dass die Informationen so aufbereitet werden, dass das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann.

Zusätzlich zu all den oben genannten Punkten ist es wichtig, den Erfolg der CRM-Implementierung kontinuierlich zu überwachen und zu messen. Dies ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess, der von der Vorverkaufsphase über die vielen Phasen der CRM-Implementierung reicht. Die Messung des ROI ist in Zeiten knapper IT-Budgets entscheidend. Alle Geschäftsbereiche müssen in die Bewertung einbezogen werden, um ein genaues Bild des erzielten ROI zu erhalten. Auf dem heutigen, zunehmend wettbewerbsorientierten Markt werden sich die Unternehmen zunehmend der Notwendigkeit von CRM bewusst, um sich auf individuelle Beziehungen zu konzentrieren und die Rentabilität zu maximieren. Wenn alle diese wichtigen Faktoren berücksichtigt werden, ist eine erfolgreiche Umsetzung einer CRM-Strategie gewährleistet.

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Die fünf wichtigsten Datenbank-Skills für Multi-Cloud-Computing

Die fünf wichtigsten Datenbank-Skills für Multi-Cloud-Computing

Ohne transparente, flexible und hochleistungsfähige Datenbank-Plattformen sind Multi-Cloud-Szenarien nicht praktikabel. Datenbank-Pionier Couchbase nennt die fünf wichtigsten Fähigkeiten, die eine Datenbank dafür mitbringen muss.

Die fünf wichtigsten Datenbank-Skills für Multi-Cloud-Computing

Multi-Cloud-Computing ist der aktuell meistdiskutierte Lösungsansatz für eine agile und hocheffiziente IT-Infrastruktur. Dabei werden die Public-Cloud-Angebote verschiedener Provider wie AWS, Azure oder Google Cloud kombiniert. Das vermeidet Abhängigkeiten und durch die freie Wahl des Cloud-Dienstleisters können die jeweils am besten passenden Services genutzt werden. Sie ergänzen in der Regel interne Strukturen wie Legacy-Systeme, eigene Rechenzentren oder Private Clouds. Das klingt nicht nur komplex, es ist auch so. Das Management solcher hybriden Multi-Cloud-Lösungen ist ebenso anspruchsvoll wie die Anforderungen, die an zentrale Dienste wie die Datenbank gestellt werden.

Couchbase, Anbieter einer modernen Datenmanagementplattform, nennt die fünf wichtigsten Voraussetzungen: 

Cloud-Agnostik

In Multi-Cloud-Szenarien muss eine Datenbank auf mehreren Cloud-Plattformen, also mindestens zwei Providern lauffähig sein. Das mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht. Um sich zu vergewissern, genügt aus Sicht des Kunden und Anwenders dazu ein Blick auf die Listen der Datenbankanbieter, die bei den verschiedenen Providern zugelassen und verfügbar sind.

Infrastruktur-Agnostik

Noch einen Schritt weiter gehen Datenbanken, die generell in allen Clouds, und damit unabhängig von einer Provider-Zulassung oder -zertifizierung lauffähig sind. Ein Datenbank-Cluster kann so auf diversen Cloud-Plattformen arbeiten und beliebig zwischen ihnen hin und her verschoben werden.

Cross Cluster Replication

Auf Multi-Cloud verteilte Datenbank-Cluster müssen miteinander interagieren können. Die Herausforderung besteht darin, Änderungen synchron auf mehreren Plattformen vorzunehmen. Voraussetzung dafür ist die, nur bei einer NoSQL-Datenbank mögliche, Cross Data Center Replication (XDCR), beziehungsweise Cross Cluster Replication, die dann letztlich zur Cross Cloud Replication wird, da die Daten über mehrere Cluster in unterschiedlichen Clouds hinweg multidirektional repliziert und synchronisiert werden.

DBaaS-In-VPC und Fully-hosted-Fähigkeiten

Bei DBaaS wird die Datenbank als Cloud-Service bereitgestellt. Das gestattet Anwendern, ihre Daten innerhalb einer eigenen Virtual Private Cloud (VPC) in der IaaS des Kunden zu hosten (maximale Transparenz, Privacy und Security Governance) und die NoSQL-Datenbank als Fully-Managed-Offering über die Cloud zu managen. Alternativ kann man die Datenbank als Fully-hosted Angebot in der VPC und damit als IaaS direkt beim Datenbank-Anbieter hosten. Das entlastet die eigenen Datacenter-Ressourcen und schont das IT-Budget.

Transparente Control Plane

Das Multi-Cloud-Management erfolgt idealerweise über eine „Single pane of glass“-Kontrollebene, die einen 360-Grad-Blick auf alle Datenbankprozesse und -umgebungen erlaubt. Sie erleichtert die Verwaltung und Steuerung der diversen Cluster und Nodes, die Multi-Cloud-Orchestrierung sowie die Benutzerverwaltung und das Kostenmanagement.

„Die Komplexität von Multi-Cloud-Szenarien muss beherrschbar bleiben, um ihre Vorteile tatsächlich nutzen zu können“, erklärt Steffen Schneider, Head of Solutions Engineering Central Europe bei Couchbase. „Die Effizienz und Transparenz der Datenbank-Services ist dafür ein elementarer Baustein.“ 

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Drei Aspekte, die für die Arbeit von Morgen entscheidend sind

Drei Aspekte, die für die Arbeit von Morgen entscheidend sind

Die Art und Weise, wie wir unserer Arbeit nachgehen, verändert sich mit den Technologien, die dafür zur Verfügung stehen.

Drei Aspekte, die für die Arbeit von Morgen entscheidend sind

Besonders in den letzten zehn, zwanzig Jahren hat der technologische Fortschritt zu großen Umbrüchen geführt. Dank dem Internet können Kollegen auf verschiedenen Kontinenten problemlos zusammenarbeiten.

Zusätzlich sorgen Smartphones für eine ständige Erreichbarkeit, im Büro genauso wie Zuhause oder unterwegs. Die Beschleunigung dieses Wandels durch die COVID-19-Pandemie hat nichtsdestotrotz Verantwortliche in vielen Unternehmen überrascht. Dominic Price, Work Futurist bei Atlassian, nennt 3 Aspekte, die Unternehmen jetzt angehen müssen, um sich auf die Arbeit der Zukunft vorzubereiten.

1. Flexiblere Arbeitsmodelle ermöglichen

Natürlich ist es nicht in jedem Beruf möglich, von Zuhause aus zu arbeiten oder Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Die Pandemie hat allerdings gezeigt, dass es gerade für Wissensarbeiter oft durchaus möglich ist. Dennoch war diese Flexibilität in deutschen Unternehmen in der Vergangenheit oft noch eher die Ausnahme als die Regel. In einer Studie von Atlassian vom Oktober 2020 äußerte fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) ihre Frustration darüber, dass es erst mit dem Ausbruch von COVID-19 und dem Lockdown zu Veränderungen gekommen ist. Viele haben sich inzwischen in ihren eigenen vier Wänden gut eingerichtet. Sie haben geeignete Schreibtischstühle und Bildschirme gekauft, und arbeiten mindestens genauso effektiv wie im Büro.

Deshalb werden Büroräume sich verändern müssen und Räumlichkeiten, die zu Kollaboration, Lernen und Weiterentwicklung einladen, werden die Norm. Wer seine Arbeitszeit über den Tag nach persönlichen Vorlieben gestalten kann, ist in der Lage, Aufgaben dann zu erledigen, wenn sie zu dem eigenen Rhythmus passen. Dann kann Kreativarbeit auch mal um sieben Uhr früh oder elf Uhr abends erledigt werden. Diese Flexibilität wird in Zukunft noch viel stärker von Mitarbeitern eingefordert und von Bewerbern erwartet werden. Unternehmen müssen sich darauf einstellen. Führungskräfte sollten sich genau überlegen, was in ihrem Unternehmen machbar ist. Sie sollten ihren Mitarbeitern innerhalb dieser Grenzen so viel Freiraum wie möglich bieten.

2. Mit Trainings Herausforderungen gezielt angehen

Eine Belegschaft, die über verschiedene Standorte verteilt arbeitet, stellt insbesondere Manager vor neue Herausforderungen. Wie können Mitarbeiter effektiv unterstützt werden, wie wird verhindert, dass Aufgaben durchrutschen und wie das Teamgefühl aufrechterhalten? Viele Führungskräfte mussten sich während der Pandemie erstmals mit diesen Fragen auseinandersetzen und oft alleine Antworten finden. Mitarbeiter, die künftig hauptsächlich im Homeoffice arbeiten, werden allerdings keine Seltenheit mehr sein. Ihre Manager brauchen deshalb passende Tools und Strategien um sie zu unterstützen. Gleichzeitig werden sich auch vielerorts die Tätigkeiten von Arbeitskräften verändern.

Manche Aufgaben lassen sich künftig durch den Einsatz von Technologie schneller und besser erledigen. Dafür gewinnen andere an Bedeutung, bei denen vor allem Soft Skills wie Kreativität, Kommunikationsfähigkeit oder kritisches Denken zum Tragen kommen. Dabei wird die Ausbildung weniger formell als bisher verlaufen. Statt spezifische Universitätsabschlüsse oder starre Trainingsprogramme von Unternehmen wird das sogenannte Micro-Learning in den Fokus rücken: Hier liegt der Schwerpunkt auf dem kontinuierlichen Erlernen neuer Fähigkeiten direkt am Arbeitsplatz durch die Anleitung von Kollegen und Vorgesetzten. Dementsprechend müssen sie diese Fähigkeiten vorleben, insbesondere wenn es sich dabei um Soft Skills handelt, und den Mitarbeitern genug Raum und Zeit geben, diese selbst zu entwickeln.

3. Das Miteinander in den Fokus rücken

Nicht jeder Mitarbeiter hat das Homeoffice im gleichen Maß lieben gelernt, viele wollen auch in Zukunft wieder dauerhaft im Büro arbeiten oder ihre Zeit gleichmäßig aufteilen. Das stellt Führungskräfte vor die Herausforderung, dass womöglich ein Teil ihres Teams zusammen im Büro und der Rest zu Hause sitzt. Sie müssen Lösungen finden, wie alle eingebunden werden können, sodass beispielsweise in Meetings nicht nur In-Office-Mitarbeiter zu Wort kommen, sondern auch alle im Homeoffice.

Deshalb gilt: Wer jetzt noch nicht in Kollaborations-Lösungen investiert hat, wird bald vor großen Herausforderungen stehen. Wer immer auf dem Laufenden ist, woran seine Kollegen gerade arbeiten und gemeinsam mit ihnen Aufgaben bearbeiten kann oder die Möglichkeit hat, einen kurzen Small-Talk zu halten, fühlt sich viel eher als Teil des Teams. Auch Alternativen zu den typischen Gesprächen am Kaffeeautomat müssen her. Das ist auch besonders wichtig, wenn neue Mitarbeiter, womöglich remote, dazu kommen und die Einführung und das Kennenlernen von Kollegen und Prozessen nicht mehr persönlich stattfindet. Aber auch die Beziehung zwischen Teamkollegen muss einen höheren Stellenwert erhalten. Wenn das Zwischenmenschliche nicht stimmt, kann kein Tool der Welt die Kommunikation verbessern und die ist in einer hybriden Arbeitswelt wichtiger denn je.

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So profitiert Hybrid-Working von Blended Learning-Konzepten

So profitiert Hybrid-Working von Blended Learning-Konzepten

Hybrid Working wird bleiben und weite Kreise strategischer Veränderungen nach sich ziehen. Bestehende Maßstäbe der Leistungsbewertung gelten nicht mehr und vorhandene Strukturen zur beruflichen Weiterentwicklung müssen neu justiert werden. Zudem stehen Führungskräfte vor der Aufgabe, wie sie dezentrale Teams effizient koordinieren und die Kluft zwischen den Kollegen vor Ort und denen im Home-Office vermeiden können. Für jeden Mitarbeiter wird es zur Herausforderung, im virtuellen Umfeld seine Rolle, Wertschätzung und Weiterentwicklung neu zu definieren. Sechs Best Practices zeigen, wie das Konzept des Blended Learnings auf unterschiedlichen Ebenen die Entwicklung von Hybrid-Working-Umgebungen effektiv unterstützen kann.

So profitiert Hybrid-Working von Blended Learning-Konzepten

Laut einem aktuellen Bericht des Capgemini Research Institute befürchten 54 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen, dass sich Remote Work negativ auf ihre Karriere auswirkt: 61 Prozent sagen, dass sie weniger Möglichkeiten haben, sich mit Kollegen und Führungskräften zu vernetzen, über die Hälfte fühlt sich abgeschnitten von der Organisation und den Kollegen. Und 52 Prozent sehen ihre Position gefährdet, wenn ihr Unternehmen aufgrund von Hybrid-Working-Strukturen global Talente rekrutiert.

Technologisch rücken hier Blended Learning Plattformen in den Fokus, die digitales Lernen sowie das Qualifizierungs-und Weiterbildungsmanagement mit Präsenz-Trainings verbinden.

Doch es geht nicht nur um den reinen Wissenstransfer. Blended Learning als Prinzip ist auch ein strategisches Werkzeug für Unternehmen. Diese können den Risiken und Ängsten, die mit Hybrid Working verbunden sind, effizient begegnen und ihre Unternehmenskultur entsprechend weiterzuentwickeln. Neun von zehn Mitarbeitern schauen bei der Unternehmenskultur ganz genau hin – und stellen ihrem Arbeitgeber ein schlechtes Zeugnis aus. Gerade einmal 18 Prozent behaupten, ihr Unternehmen punkte mit einer attraktiven Corporate Culture.

Aus der Projektpraxis von Rise-Up mit Blended-Learning-Lösungen zeigen sich dafür die folgenden sechs wichtigsten Best Practices:

1. Talente nicht verlieren: Hybrid Working braucht Hybrid Learning

Viel diskutiert wird derzeit die Gefahr, dass durch hybride Arbeitsmodelle eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Unternehmen entsteht, die Mitarbeiter im Home-Office in ihren Karrierechancen benachteiligt. Wichtig ist daher, den Mix an digitalen und physisch präsenten Arbeitsprozessen auch in den Trainings- und Weiterbildungsangeboten abzubilden. Haben über einheitliche Blended Learning Plattformen alle Beteiligten den gleichen Zugang zu individuellen Entwicklungsplänen ihrer beruflichen Qualifikation, ist ein wichtiger Baustein der Gleichbehandlung für weitere Karriereschritte geschaffen – so fallen auch Talente in Hybrid Working Umgebungen nicht durchs Raster.

2. Innovationsfähig bleiben: Führungskräfte brauchen digitalisierte Werkzeuge für die Mitarbeiterentwicklung

Mit dezentralen Mitarbeitern sind Führungskräfte stärker auf digitalisierte Management-Werkzeuge angewiesen, um die berufliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter mit individuellen Plänen zu fördern, Trainingsfortschritte und Ziele abzustimmen und in der Gesamtsicht auf die Teams die nötigen Kompetenzen zu steuern, die für Innovationsfähigkeit und geschäftlichen Erfolg erforderlich sind. Hier unterstützen Blended Learning Plattformen, die in Lernmanagementsysteme eingebunden und mit den bestehenden Unternehmenssystemen – insbesondere für Personalmanagement und Enterprise Resource Planning (ERP) – integriert sind. So wird Weiterbildung ein durchgängiger Prozess zwischen individuellen Entwicklungszielen und unternehmerischen Anforderungen.

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3. Teambildung stärken: Hybrid Working braucht vielfältige Räume für soziale Interaktion

Wie wichtig der Austausch mit Kollegen und Spaß abseits der eigentlichen Arbeit ist, zeigen nicht nur Studienergebnisse wie etwa von Xing, sondern auch die durchaus kreativen ‘Socializing’ Video-Call-Formate, die viele Teams für sich entwickelt haben: von Walk-and-Talk über Freitags-Feierabend-Calls bis hin zu separaten Intranet-Foren für den informellen Austausch. Weiterbildung in Hybrid-Working-Umgebungen kann diese Bedürfnisse umfassend berücksichtigen und einbeziehen – beispielsweise mit Gamification-Funktionen in Blended Learning Angeboten, um die Interaktion der Kursteilnehmer bei den digitalen Lernmodulen zu fördern, etwa mithilfe von Quiz-Formaten, Wettbewerben oder Communities. So wird Lernen zu einem Weg, um Inspiration, Motivation und das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu einem Team und einem Unternehmen zu pflegen und zu fördern und gleichzeitig Kompetenzen und Fähigkeiten zu erweitern.

4. Den eigenen Weg entwickeln: Hybrid Working braucht einen Lernprozess

Den optimalen Umgang mit Hybrid Working muss jedes Unternehmen für sich finden, ein „One-fits-all“ gibt es nicht. Geeignete Standards und Regelungen müssen alle Mitarbeiter gemeinsam entwickeln. Nur so können sie produktiv sein und eine Vertrauenskultur schaffen. Um dies anzustoßen, weiterzuführen und mit neuen Technologien und Prozessen zu beleben, können sich Unternehmen Blended Learning-Konzepte zunutze machen. So lassen sich Zusammenarbeit, Ideenentwicklung und Wissensvermittlung auf digitalem und physisch präsentem Weg zu einer produktiven Normalität gestalten.

Hybrid-Working

5. Silos verhindern: Talente brauchen abteilungsübergreifende Einblicke

Die Herausforderung, Talente zu halten oder zu rekrutieren, ist nicht neu, aber durch dezentrales Arbeiten größer geworden. Genauso ist es für Mitarbeiter schwieriger, sich für weitere Karriereschritte über Abteilungsgrenzen hinweg zu vernetzen. Berufliche Perspektiven zu bieten heißt für Unternehmen daher nicht nur, die formal nötigen Weiterbildungsangebote anzubieten. Wichtig ist auch, in hybriden Arbeitsumgebungen Mitarbeitern Wege zu öffnen für Perspektiven in neuen Aufgabenfeldern und Abteilungen. Daher sollten Blended Learning Programme genutzt werden, um verschiedene Verantwortungsbereiche und Teams in Verbindung zu bringen und den Austausch zu fördern.

6. Onboarding beschleunigen: Neue Mitarbeiter brauchen digitale Mentoring-Programme

Der Onboarding-Prozess neuer Mitarbeiter im Unternehmen oder in Teams beruhte bislang vor allem auf dem täglichen Miteinander und Austausch vor Ort. Viele Fragen konnten häufig schnell zwischen Kollegen geklärt werden, ob am Arbeitsplatz, in Meetings oder in der Kaffeeküche. Fällt dies in weiten Teilen weg, müssen andere Lösungen gefunden werden – virtuelle Video-Calls genügen nicht. Hier sind moderne Lernplattformen gefragt, die insbesondere auch digitale Mentoring-Programme unterstützen und – auch informell – auf allen Ebenen einen Prozess des Austausches sowie des gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernens ermöglichen.

Fazit:

Die vermeintlich plötzliche Umstellung auf Hybrid-Working hat nur eine Entwicklung beschleunigt, die in vielen Branchen bereits verbreitet ist: die Anforderung, in dezentralen Teams und mit externen Partnern über geografische Entfernungen und sogar Zeitzonen erfolgreich zusammenzuarbeiten, Vertrauen zu schaffen und innovativ zu sein. Die praktische Umsetzung war bislang oft den Betroffenen selbst überlassen. Nun müssen Unternehmen Strukturen schaffen für eine Organisation, deren Wettbewerbsstärke und Innovationsfähigkeit nicht von einem zentralen Arbeitsort abhängt.

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8 Trends im Bereich ERP, CRM und Business Intelligence aus dem Jahre 2015, im Vergleich zu heute

8 Trends im Bereich ERP, CRM und Business Intelligence aus dem Jahre 2015, im Vergleich zu heute

Wir haben einen alten Beitrag aus 2015 gefunden und geprüft, was sich in der Zwischenzeit geändert hat.

Viele Experten im Bereich ERP, CRM und Business Intelligence sind sind einig: Der Markt für ERP-Lösungen verändert sich sehr stark. Der Grund sind leistungsstarke Serversysteme, stabile Internetbandbreiten und die voranschreitende Digitalisierung.

Das waren die Trends aus 2015:

Trend 1: Hybrid Cloud

Mit der Erfindung der Cloud sind viele klassischen ERP-Lösungen unter Druck geraten. Die Kosten für eigene Hardware entfällt beim Betrieb einer ERP-Lösung in der Cloud. Die Software ist überall auf der Welt verfügbar. Dies ist natürlich gerade bei kleineren Unternehmen und Startups ein Kaufgrund. Jedoch haben diese Unternehmen beim Unternehmenswachstum die Grenzen zu spüren bekommen. Die monatliche Kosten werden ab einer bestimmten Anwenderzahl höher als die einmalige Anschaffung einer Serverlandschaft im eigenen Haus. Die Leistungsfähigkeit einer Cloud-ERP-Lösung ist bei großen Datenmengen (vielen Kunden, vielen Aufträgen, viele Prozesse) nicht immer gegeben. Nach dem Trend alles in die Cloud zu verschieben entsteht nun das Hybrid-Prinzip. Funktionen wie CRM und Service bleiben in der Cloud, dagegen kommen Warenwirtschaft und Logistik auf den eigenen Server. Jetzt müssen nur noch diese beiden Welten verbunden werden. Wem das gelingt kann sich Hybrid-CRM-Lösung nennen. Der Trend zu solchen Applikationsarchitekturen ist klar erkennbar.

Status 2021:

Das Thema Hybrid Cloud hat an Geschwindigkeit verloren. Warum? Nun, die technische Umsetzung ist nicht trivial. Zudem verbessern sich weiterhin die Kapazitäten von mobilen Internet, so dass immer mehr Anwendungen komplett in die Cloud wandern. Dagegen hat das Thema Private Cloud mehr Fahrtwind bekommen, allein schon wegen dem Thema Datenschutzgrundverordnung.

Trend 2: Enterprise Mobile Apps

Wenn wir von CRM in der Cloud sprechen, dann benötigen wir das heute nicht mehr in einem Browser-Fenster sondern direkt als App auf dem Smartphone. Die Daten aus dem CRM-Tool oder ERP-Lösung müssen direkt auf das mobile Endgerät. Der Trend setzt sich weiter fort. Neben CRM auf dem Handy gibt es auch die Themen Service für Außendienstmitarbeiter und Verkauf auf dem Tablett.  Das klassische PC und Notebook-Geschäft sinkt weiter und das fahrende Personal wird nur noch mit Tablett und Smartphone ausgestattet. Irgendwie müssen die Daten in die ERP-Lösung. Daher sind Enterprise Mobile Apps ein großes Thema.

Status 2021:

Dieses Thema ist weiterhin präsent. Der Wunsch nach mobilen Arbeiten wird stetig größer. Etablierte Softwarehersteller stellen Ihre Software auf die Cloud um oder bieten Apps an.

Trend 3: Abo-Model statt Lizenz-Kauf

Mit der Cloud wurde auch das Verkaufsmodell für viele ERP-Lösungen in Frage gestellt. Man kauft nicht mehr eine Lizenz und damit das unlimitierte Nutzungsrecht für die jeweilige Version. Dieser Ansatz wird von einem Abo-Model abgelöst. Im klassischen Fall kauft man für einen Monat ein Nutzungsrecht, welches sich automatisch verlängert. Im Gegenzug dazu erhält man automatisch Updates und Programmverbesserungen. ERP-Lösungen mit Softwarepflegegebühren werden hiermit langsam und sicher verdrängt. Am Ende wird der Kunde bedeutend mehr für seine Software ausgeben. Softwarepflegeverträge musste man in der Vergangenheit nicht immer abschließen, beim Abo-Model sind die jedoch zwangsweise inklusive. In größeren Softwareprojekten wird zwar die Anschaffung am Anfang günstiger, jedoch bei einer Laufzeit von 3-5 Jahren um einiges teuer. Ein Trend der sicherlich gut für die ERP-Hersteller ist aber zum Nachteil der Kunden ist.

Status 2021:

Dieser Trend bleibt weiter bestehen. Das Abo-Model hat seit den App-Stores von Google und Apple immer mehr Akzeptanz, daher wird es auch nun immer öfter im B2B-Umfeld akzeptiert.

Trend 4: In-Memory-Datenbanken

ERP-Lösungen sammeln Daten, die später wieder ausgewertet werden. Wenn früher akzeptiert wurde, dass Statistiken Stunden zur Aufbereitung benötigt  haben, so möchte man jetzt die Auswertungen in Echtzeit. Die Welt dreht sich noch schneller und daher benötigt man Kennzahlen auch entsprechend zeitnah. Der Trend zu In-Memory-Datenbanken wird durch diese Anforderung weiter vorangetrieben. Kleinere ERP-Lösungen werden weiterhin keine In-Memory-Datenbank benötigen, da die Zielgruppe selten Echtzeit-Auswertungen wünscht. Größere ERP-Lösungen für mittelständische Interessenten werden aber da sicherlich nochmals Druck an die ERP-Hersteller weitergeben.

Status 2021:

Von In-Memory-Datenbanken hört man in letzter Zeit weniger. Der Grund ist nicht ganz ersichtlich. Vermutlich sind Anwender mit der Geschwindigkeit Ihrer Auswertungen zufrieden und fordern keine Auswertung in Echtzeit. Zudem werden Server und PCs weiterhin immer schneller. Dies Notwendigkeit an super schnelle Auswertungen bleibt ein Sonderwunsch für einzelne Szenarios.

Trend 5: offene ERP-Welt

Durch den Ansatz von hybriden ERP-Welten, also Teile in der öffentlichen Cloud, den Rest in der privaten Cloud eröffnet auch Spezialisten im Bereich CRM oder Warenwirtschaft zum Zuge zu kommen. War in der Vergangenheit entscheidend, dass eine Lösung alle Disziplinen beherrschte, so geht der Trend dazu die beste Teillösung einzusetzen. Entscheidend beim Kauf sind nun die Schnittstellen und die Möglichkeit miteinander kommunizieren zu können. Hier ist ein klarer Trend zu erkennen. Die Zukunft wird in diesem Zuge weitere Standards zur Kommunikation von ERP-Systemen mit sich bringen. Das Thema EDI (Electronic Data Interface) wird zukünftig ein viel höheren Stellenwert annehmen.

Status 2021:

Der Wunsch nach einer offenen Welt besteht seit langem. Durch IT-Technologie ist die Grundlage vorhanden. Immer noch haben Unternehmen und Unternehmer die Angst die eigenen Daten zur Verfügung zu stellen, es könnten schließlich zu viele sein und damit dem Mitbewerb einen Vorteil verschaffen. Der neue Trend zu virtuellen Eco-Systemen kommt weiter in Fahrt und fordert wieder mehr Offenheit und automatisierten Datenaustausch. Das Thema Schnittstellen, vernetzte Unternehmenssoftware und offene ERP-Welt bleibt weiter bestehen.

Trend 6: Open Source

Ob Open Source im ERP-Markt noch weiter Fuß fassen kann ist umstritten. Einzelne Open-Source-ERP-Lösungen können sich noch nicht wirklich etablieren. In den Randbereichen von ERP wird es sicherlich zukünftig weitere nützliche Produkte geben, die Kernapplikation wird aber weiterhin von geschützten Applikation dominiert werden.

Status 2021:

Es ist kein Trend und die Hürden für quelloffene Software im Bereich Unternehmenssoftware sind hoch. Einige wenige Hersteller können mit guten Lösungen den Markt bereichern, den Mainstream wird dieses Thema aber vermutlich nicht erreichen.

Trend 7: grafische BI-Software

Mit Big-Data kommt die Notwendigkeit die Fülle an Daten auch grafisch aufzubereiten. Waren Statistiken geprägt von Tabellen, Spalten und Zeilen, so rücken grafische und dynamische Charts und Animationen in den Vordergrund. Hier arbeiten alle großen Hersteller an tollen Produkten um bisherige PowerPoint-Animationen alt aussehen zu lassen.

Status 2018:

Dieser Trend wandelt sich zu interaktiven Auswertungen, mit denen man interaktiv den Wissensdurst stillen kann. Herausforderung: Jetzige Entscheider sind noch nicht so innovativ und wollen Ihre Zahlen immer noch ausgedruckt auf Papier. Die Interaktivität ist damit dahin.

Trend 8: Social-Web-Analyse

Nie war es leichter an den Kundendaten zu kommen. Musste man früher Meinungsforschungsinstitute beauftragen oder andere Quellen einkaufen, so kann man dieses Geld in Social-Web-Analysen investieren und sich dort die Daten direkt ziehen, analysieren und entsprechende Social-Web-Kampagnen steuern. Noch lässt der Kunde dies alles mit sich machen – Datenschützer können nur wenig dagegen tun. Sprach man früher von einem gläsernen Kunden so haben wir heute einen transparenten Kunden, der durch keine Lichtbrechung verändert wurde.

Status 2018:

Das Social-Web bleibt ein Thema im B2C-Umfeld. Die neuen Datenschutzverordnungen werden zeigen in wie weit Unternehmen weiterhin mit diesen Daten arbeiten dürfen. Das Thema Social Media bleibt weiterhin heiß, ob die Daten es aber jemals großflächig in das CRM- oder ERP-System schaffen darf bezweifelt werden. Im Moment kommen hier oft Insellösungen zum Einsatz, die relativ autonom von der Kern-Unternehmenssoftware laufen.

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8 ERP-Tipps für die erfolgreiche Internationalisierung

8 ERP-Tipps für die erfolgreiche Internationalisierung

Deutsche Mittelständler, insbesondere Fertigungsunternehmen, wachsen und expandieren ins Ausland. China, Amerika oder Osteuropa sind nur einige interessante Regionen für neue Niederlassungen, mit denen sich Unternehmen Wettbewerbsvorteile sichern. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei der internationale ERP-Rollout.

8 Tipps für die erfolgreiche Internationalisierung: Mit Service-Clustern und Vorab-Analysen wird der ERP-Rollout zum langfristigen Erfolg

Hier lesen Sie 8 Tipps für die richtige Planung und einen einfachen Projektverlauf. Langfristig wirkt sich eine gelungene ERP-Anbindung positiv auf den weiteren Unternehmenserfolg aus.

Tipp 1: Entscheidung für einen zusätzlichen Mandanten oder eine Extra-Datenbank

Eine der ersten technischen Fragen beim internationalen ERP-Rollout ist: Soll die Niederlassung im Ausland als zusätzlicher Mandant auf der bestehenden Datenbank aufgesetzt oder soll dafür eine weitere Datenbank eingerichtet werden? Für Ersteres sprechen geringere Lizenzkosten, ein unkomplizierter Datenaustausch und kürzere Einführungszeiten. Allerdings steigen mit der Anzahl der Mandanten auch die Abhängigkeit von einem einzigen Datenbankserver sowie insgesamt die Komplexität der Lösung.  Eine zusätzliche Datenbank für die Landesversion schafft mehr Flexibilität für lokale Besonderheiten, Systemupdates und Wartung.

Aber: Jeder weiterer Server bedeutet eine weitere Lizenz sowie Mehraufwand bei der Übernahme von Anpassungen und bei Updates.

Tipp 2: Server-Cluster für Auslandstöchter bilden

Für globale Umgebungen empfehlen sich Server-Cluster. Skalierbar in der Leistung ermöglichen sie es, Mandanten zu bündeln – etwa nach Zeitzonen. Damit erhalten die Unternehmen auch die nötigen Zeitfenster für Systemupdates und Wartung. Eine weitere Option ist es, Mandanten mit ähnlichen Anforderungen in einem Cluster zusammenzufassen, beispielsweise Produktions- und Vertriebsstandorte. So bleibt die Komplexität beim Einrichten und Betrieb der Mandanten überschaubar.

Tipp 3: Lokale Anforderungen und Compliance-Vorgaben analysieren

Die Muttergesellschaft möchte oft Datenstrukturen und Prozesse des Stammsitzes beim Rollout in die Töchter 1:1 übernehmen. Aus lokalen Gründen oder wegen gesetzlicher Anforderungen müssen die Vorgaben jedoch angepasst werden.

Beispiel: In den meisten Ländern ist das Gesamtkostenverfahren nicht zulässig. Für das Umsatzkostenverfahren müssen jedoch die Werteflüsse aus der Materialwirtschaft in die Finanzbuchhaltung zwingend aktiviert werden. Deshalb müssen Unternehmen die lokalen Anforderungen und Compliance-Vorgaben mit allen Auswirkungen bereits im Vorfeld des Projektes genau analysieren.

Tipp 4: Modifikationen sorgfältig und mit Umsicht vornehmen

Sobald es mehrere Installationen gibt, gilt bei Modifikationen: Weniger ist mehr! Deshalb ist es nicht sinnvoll, pauschal alle Anpassungen des Hauptsitzes aus beispielsweise Deutschland für die Landesgesellschaften zu übernehmen. Wird nur eine Datenbank eingesetzt, sollten jeweils Anpassungen pro Mandant oder Land aktivierbar sein. Denn was in einem Land sinnvoll ist, kann in einem anderen Probleme verursachen. Generell ist es hilfreich, für die internationalen ERP-Projekte Dokumentationen sowie Pflichtenhefte zu führen. Alle Datenbanken sollten zudem auf einem einheitlichen Versionsstand sein. Das vereinfacht den Datenaustausch und den Abgleich bei Anpassungen und Änderungen.

Tipp 5: Ein Modul für durchgängige Intercompany-Prozesse

Ein separates Intercompany-Modull sorgt für eine durchgängige Verzahnung mit Auslandstöchtern und spart Kosten bei der Pflege von Schnittstellen und Integrationsmaßnahmen. Beispielsweise erleichtert ein solches Modul den Zugriff von verschiedenen Mandanten in mehreren Installationen auf einheitliche Stammdaten wie Teiledaten, Zeichnungen und Stücklisten. Gleichzeitig unterstützt sie mandantenübergreifende Geschäftsprozesse in Einkauf und Vertrieb.

Tipp 6: Ein Mastermandantenkonzept vereinfacht Rollouts und Datenkonsistenz

Ein Mastermandantenkonzept ist immer dann sehr sinnvoll, wenn es in verschiedenen Ländern Überschneidungen oder identische Abläufe gibt. Denn damit werden Stammdaten einmal zentral vorgehalten und für lokale Mandanten repliziert. Dabei ist es sinnvoll, die Stammdaten in globale und lokale Daten zu unterscheiden. Die Muttergesellschaft gibt Erstere zentral vor und verteilt sie über den nicht-operativen Mastermandanten. Lokale Stammdaten hingegen werden dezentral definiert und lokal verwaltet.

Tipp 7: Kulturelle Unterschiede im Projekt berücksichtigen

Neben den technischen Aspekten sind die interkulturellen Herausforderungen nicht zu unterschätzen. Erwartungshaltung, Planungs- und Entscheidungsmentalitäten unterscheiden sich oft deutlich. Daher ist es wichtig, Projektziele sowie die Vorgehensweise im Vorfeld klar zu definieren. Regelmäßige Reviews stellen sicher, dass Probleme frühzeitig erkannt und gelöst werden. Eine gemeinsame Projektsprache, in der von Anfang an alles dokumentiert wird, reduziert Missverständnisse.

Tipp 8: Sprachbarrieren beachten

Eine klassische Hürde internationaler ERP-Rollouts liegt darin, dass die bestehende Datenbank zur Identifikation von Datensätzen Primärschlüssel in deutscher Sprache aufweist. Damit können die Auslandsniederlassungen wenig anfangen. Zahlen als Primärschlüssel umgehen dieses Problem einfach. Eine weitere Alternative können Englisch-sprechende Schlüssel sein, da Englisch in globalen Unternehmen meist die offizielle Konzernsprache ist. Geht es um Formulare, sollten diese erst übersetzt und dann an den Mandanten exportiert werden.

Prinzipiell gilt bei Übersetzungen: Vorab den deutschen Datenbestand bereinigen und dabei Begriffe beziehungsweise Terminologien vereinheitlichen. Dies senkt Kosten und Fehlerquellen der Übersetzungen erheblich.

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Internationaler Erfolg beginnt im Rechnungswesen

Internationaler Erfolg beginnt im Rechnungswesen

Wer im Ausland gewinnbringend produzieren oder verkaufen will, muss zuallererst organisatorisch die richtigen Schritte einleiten.

Internationaler Erfolg beginnt im Rechnungswesen

Andere Länder, andere Sitten – und andere Regeln

Andere Länder, andere Sitten – und andere Regeln. Das gilt insbesondere im Finanzbereich. Nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern auch bei unseren europäischen Nachbarn läuft das Rechnungswesen unter anderen Vorzeichen. Der ERP-Hersteller proALPHA erklärt, was beim Schritt ins Ausland zu beachten ist.

Bei der Expansion ins Ausland wird ein Schlüsselfaktor gerne außer Acht gelassen, das Rechnungswesen. Denn trotz internationaler Standards bestehen in anderen Ländern für die Rechnungslegung lokale Vorschriften und Besonderheiten. Nur zwei von vielen: In Frankreich beispielsweise arbeitet man nicht mit Kontenrahmen. Unternehmen, die hier tätig sind, müssen ihre Bücher unter Beachtung des zentral vorgegebenen Allgemeinen Kontenplans, des Plan Comptable Général, führen. Und in einigen Ländern schreiben die Steuerbehörden für die Datenübermittlung spezifische Formate vor, in Polen seit 2016 zum Beispiel das Standard Audit File (SAF-T).

Worauf müssen Unternehmen also achten, wenn sie bei der Internationalisierung nicht auf dem „falschen Fuß“ erwischt werden wollen?

Recht ist nicht gleich Recht

Die Klärung rechtlicher Aspekte wie Rechtsform und Firmierung ist nur der erste Schritt. Während es in einigen Ländern vollkommen ausreichend ist, eine Betriebsstätte zu eröffnen, erfordern andere Staaten zwingend die Gründung eines rechtlich selbständigen Tochterunternehmens. Zudem ist es in China beispielsweise nötig, den Firmennamen in Mandarin zu übersetzen. Auch eine frühe Recherche zu nötigen Konformitätsnachweisen und Zertifikaten erspart so manche böse Überraschung.

Ebenso unabdingbar ist die Kenntnis abweichender Rechnungslegungsvorschriften. ERP-Anbieter wie proALPHA unterstützen hierbei mit entsprechenden Lokalisierungs-Komponenten. Sie gewährleisten, dass für ein Land die Buchhaltung rechtskonform bis hin zur entsprechenden Gewinn- und Verlustrechnung abgewickelt wird. Ein „Klassiker“: Unternehmen müssen zwischen Gesamtkostenverfahren, Umsatzkostenverfahren oder einem gemischten Ansatz, mit oder ohne Work in Process (WIP), wählen können.

Kommen neben der Rechnungswesen-Software weitere Spezialanwendungen zum Einsatz, etwa für die Konzern-Konsolidierung, so müssen Unternehmen von Anfang an den laufenden Pflegeaufwand im Auge behalten. Im Idealfall holt sich die Spezialanwendung neben Kontenplan und Währungen auch bereits alle Buchungen aus dem ERP-System, um so Fehlerquellen und unnötige Doppelarbeiten zu vermeiden.

Behörden richtig und rechtzeitig informieren

Nicht zu unterschätzen ist das Meldewesen. So fordern zum Beispiel die ungarischen Steuerbehörden unmittelbar Informationen zu gestellten Rechnungen – und zwar in bis zu drei Währungen, nämlich in Euro, in Forint sowie in einer eventuellen Drittwährung. Unternehmen, die ihre Verwaltung auch im Ausland effizient und digital organisieren wollen, informieren sich am besten bereits, bevor sie den Betrieb im Ausland aufnehmen. Nur so können sie sichergehen, dass sie die rechtlichen Rahmenfaktoren analog zu den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) abbilden. Einige ERP-Systeme haben dies bereits fertig „an Bord“.

Auch der Fiskus tickt anders

Steuerlich gibt es ebenfalls zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Eine Recherche, welche Steuerbefreiungen oder Steuervereinfachungen man in Anspruch nehmen kann, lohnt sich in jedem Fall. Werden Mitarbeiter entsandt, sollte rechtzeitig geklärt werden, von welcher Gesellschaft die Lohnsteuer zu entrichten ist. Außerdem müssen Steuergebiet und Land nicht zwingend identisch sein. So gibt es Länder wie die USA, die regional unterschiedliche Steuerregelungen aufweisen, etwa bei der Umsatzsteuer. Eine Rechnungswesen-Software muss hier ausreichend flexibel sein und die Steuergebiete bei Bedarf bis auf Postleitzahlen-Ebene definieren können.

Förderungen nutzen

Die öffentliche Hand unterstützt expandierende Unternehmen mit zahlreichen Beratungs- und Förderangeboten. Institutionen wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder die German Trade & Invest helfen Mittelständlern bei der Suche nach Fördermitteln. Hier ist das Timing entscheidend: In der Regel müssen Anträge im Vorhinein gestellt werden.

Risiken abschätzen und absichern

Das Auslandsgeschäft bringt deutlich höhere Risiken mit sich. Und dazu gehören nicht nur unbekannte Märkte und Geschäftspraktiken. Zusätzlich zu mit Bürgschaften absicherbaren Kredit- und Währungsrisiken bestehen im Geschäftsverkehr außerhalb der EU Ausfuhr- und Zahlungsbeschränkungen. So gelten beispielsweise für eine ganze Reihe von Ländern verschiedenste Embargo-Regelungen. Und auch das Forderungsmanagement stellt auf dem internationalen Parkett noch mal besondere Anforderungen. Von der Bürgschaftsverwaltung bis zur Anbindung internationaler Auskunfteien, von Kurssicherungsgeschäften bis zum Factoring: Die Komplexität des Rechnungswesens in vielversprechenden Absatzmärkten ist nicht zu unterschätzen. Sie lässt sich aber mit Hilfe von auf das Auslandsgeschäft ausgelegter Software durchaus meistern.

Mitarbeiter weltweit unterstützen

Wer den Schritt ins Ausland wagt, muss nicht nur sicher gehen, dass bestehende Systeme die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen abbilden. Mitarbeiter rund um den Globus sollten mit einem Buchhaltungs- und ERP-System ganz „natürlich“ arbeiten können. Dazu gehört zunächst eine Oberfläche in Landessprache. Ferner müssen Eingaben in jeder Sprache möglich sein. Eine Unterstützung von Unicode und von mehreren Währungen ist daher heute zwingend erforderlich. Ein Aspekt, der dabei leicht übersehen wird, sind unterschiedliche Datumsformate sowie Zeitstempel in Verbindung mit den weltweiten Zeitzonen. Dies ist für eine revisionssichere Erfassung von Belegen unerlässlich.

Reporting und Controlling von Anfang an im Blick

Zu den wichtigsten vorbereitenden Aufgaben gehört das Datenmodell für mehrere Mandanten. Berücksichtigt die Datenarchitektur bereits zu Beginn die gewünschten Auswertungen und Konsolidierungen, erspart dies der IT später im Reporting viel Arbeit.
Neben den vertrieblichen Erwägungen sind also auch zahlreiche Faktoren aus dem Rechnungswesen entscheidend für den erfolgreichen Weg ins Nachbarland oder nach Übersee. Wer sich die richtigen Fragen zu Organisation und Rechnungswesen zu Beginn der Auslandsaktivität stellt, startet den Schritt ins Ausland auf dem richtigen Fuß.

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4 zentrale Faktoren für erfolgreiche Configure-Price-Quote-Projekte im B2B-Sektor

Die Vertriebszyklen im B2B-Sektor, angefangen vom Angebot bis zum Verkaufsabschluss, dauern oft zu lange, verursachen hohe Prozesskosten und sind ineffizient. Mit einer Configure-Price-Quote-Applikation (CPQ) zur weitgehend automatisierten Angebotserstellung und Auftragsabwicklung können Unternehmen eine höhere Produktivität und Kundenzufriedenheit erzielen. FPX erläutert die Erfolgsfaktoren.

4 zentrale Faktoren für erfolgreiche Configure-Price-Quote-Projekte im B2B-Sektor

Eine Configure-Price-Quote (CPQ)-Lösung unterstützt Vertriebsmitarbeiter bei der Bearbeitung von Anfragen und der Erstellung von Angeboten, die variantenreiche Produkte und Services in einem Komplettangebot zusammenfassen. Die Lösung beschleunigt Auftrags- und Bestellprozesse und schafft die Grundlage für eine automatisierte Auftragsabwicklung – egal, ob im traditionellen Geschäft oder im B2B-E-Commerce. Die Mehrheit der B2B-Unternehmen generiert allerdings bislang lediglich rund zehn Prozent ihres Umsatzes in weitgehend automatisierten E-Commerce-Kanälen; der Großteil der Angebotserstellung und -abwicklung in den herkömmlichen Vertriebskanälen basiert noch auf manuellen und damit fehleranfälligen Aktivitäten. Mit einer CPQ-Lösung wird immer mehr Richtung B2B-E-Commerce verlagert. FPX, der größte unabhängige Softwarehersteller, der sich ausschließlich auf CPQ-Lösungen im B2B-Bereich konzentriert, erläutert die vier wichtigsten Erfolgsfaktoren für CPQ-Projekte.

1. CPQ – Eindeutig überprüfbare betriebswirtschaftliche Ziele definieren

Als Ausgangspunkt sollten Werte aus dem aktuellen Vertriebsprozess erfasst und diesen die künftigen Soll-Werte gegenübergestellt werden. Durch eine optimierte Angebotserstellung, wie sie die CPQ-Software ermöglicht, ist der Vertrieb in der Lage, schneller auf Anfragen zu reagieren und Unternehmen reduzieren Prozesskosten. Hier gilt es, vor Projektbeginn überprüfbare Ziele zu formulieren. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass beispielsweise eine Prozesskostenreduktion um 30 bis 50 Prozent realistisch ist. Als Folge konsistenter Produkt- und Lösungskonfigurationen können Fertigungsunternehmen auch den Aufwand im CAD-Bereich sowie bei der Stücklisten- und Arbeitsplangenerierung um einen mittleren zweistelligen Prozentsatz reduzieren.

2. CPQ – Ein erfahrenes Implementierungsteam beauftragen

Wenn es um die Implementierung des Projektplans geht, sind die involvierten Teammitglieder ebenso wichtig wie die Werkzeuge, die für die Umsetzung des CPQ-Projekts ausgewählt wurden. Der korrekte Einsatz der technischen Funktionen der CPQ-Software ist nur die eine Seite der Medaille, die andere sind die Erfahrungen und das fachliche Know-how der Geschäftsprozesse, die damit neu gestaltet und optimiert werden sollen. Vor allem die externen Mitarbeiter des Implementierungsteams sollten über Branchen-Expertise verfügen, um die Vorteile eines geänderten Verfahrens im Vertrieb zu erkennen und die Gründe für die Einführung neuer Prozesse und Strategien überzeugend zu kommunizieren.

3. Klare Erwartungen an die Funktionalität der Applikation festlegen

Zu den wichtigsten Erwartungen an eine CPQ-Lösung zählen die Umsetzung individueller Kundenanforderungen und die Unterstützung aller Vertriebskanäle eines Unternehmens. Mit Hilfe leistungsstarker Funktionen zur weitgehend automatisierten Produkt- und Angebotskonfiguration sollte die CPQ-Lösung beispielsweise in der Lage sein, auch ausgefallene Vorgaben von Kunden in kurzer Zeit auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen und zu realisieren. In vielen Fällen umfasst das B2B-Geschäft heute neben dem Direktvertrieb auch Systemintegratoren und E-Commerce-Portale, damit Kunden die freie Wahl haben, über welche Kanäle sie ein Angebot einholen und eine Beschaffung tätigen wollen. Die Voraussetzung dafür ist eine Cloud-basierte CPQ-Lösung, die über alle Vertriebskanäle die gleiche Configuration und Pricing Engine sowie die Produktinformationen bereitstellt.

4. Unternehmensstrategie und Lösungsdesign aufeinander abstimmen

In vielen Fällen wollen Unternehmen CPQ-Lösungen als Herzstück einer grundlegenden Umgestaltung und Optimierung all ihrer Vertriebsprozesse einführen. Eine wichtige Rolle dabei spielt, dass diese Aktivitäten in eine umfassende Strategie zur digitalen Transformation eingebettet werden. Das bedeutet aber auch, dass das Design und die Ziele der CPQ-Applikation eng mit der Unternehmensstrategie abgestimmt werden müssen. Mit der Abkehr von manuellen, zeit- und kostenaufwendigen Verkaufsaktivitäten und dem Umstieg auf durchgängig digitalisierte Vertriebsprozesse können sich Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

FPX aus München sagt:

„Die Menschen neigen dazu, den Weg des geringsten Widerstandes einzuschlagen. Das kann auch bei CPQ-Projekten passieren. Wer einen nachhaltigen Erfolg erzielen will, muss neue Prozesse implementieren, die die Komplexität des Vertriebsprozesses reduzieren. Eines der zentralen Ziele von CPQ ist es, dem Vertriebsteam dabei zu helfen, schneller, intelligenter und effizienter zu verkaufen. Sie beraten und unterstützen den Kunden bei seiner Kaufentscheidung – oder, um es in der Marketingsprache auszudrücken: Sie begleiten ihn auf seiner Customer Journey im digitalen Zeitalter.“

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Trends im CRM-Umfeld: Die Zukunft gehört xRM-Lösungen

Trends im CRM-Umfeld: Die Zukunft gehört xRM-Lösungen

Integriertes Kundendaten-Management statt Verwaltung von Datensilos: Die Zukunft gehört xRM (extended Relationship Management)-Lösungen.

Self-Service-Technologien, digitale Assistenten, Künstliche Intelligenz – die technologischen Weiterentwicklungen im Kundenbeziehungsmanagement schreiten unaufhaltsam voran. Voraussetzung, um von den neuen Möglichkeiten profitieren zu können, ist allerdings eine vollständige Integration der CRM-Lösung in das ERP-System. Auf diese Weise lassen sich nicht nur die Beziehungen zu Kunden, sondern auch zu Geschäftspartnern und Lieferanten über eine einzige Plattform verwalten – Stichwort xRM (extended Relationship Management).

Kunden werden immer anspruchsvoller. Sie wissen, was heute technisch alles möglich ist und erwarten eine nahtlose Customer Experience. Hinzu kommt, dass sie sich längst nicht mehr nur aufgrund von Preis und Qualität für ein Produkt entscheiden. Vor allem ihre Erfahrungen mit einem Anbieter sowie die Bewertungen anderer Konsumenten spielen eine immer größere Rolle. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen Informationen rund um ihre Kunden sammeln und entsprechend verarbeiten. Oft werden diese Daten dabei aufwändig in ein ERP-System eingegeben oder per E-Mail an Produktion und Logistik weitergeleitet. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Fehleranfälligkeit. Zudem entstehen dadurch Datensilos, die die Sicht auf das Wichtigste versperren: den Kunden.

360°-Blick auf Kunden, Partner und Lieferanten

Abhilfe schafft eine vollständige, lokale oder Cloud-basierte Integration der CRM-Lösung (Customer-Relationship-Management) in das ERP-System des Anbieters sowie in andere kundenrelevante Anwendungen – etwa E-Mail- oder Shop-Systeme. Dadurch erhalten nicht nur Marketing und Vertrieb, sondern auch Produktion und Logistik sowie Einkauf, Controlling und Projekt-Management einen 360°-Blick auf den Kunden. Ob es um Kommunikation, um eine individualisierte Bestellung oder den aktuellen Lagerstatus geht: Alle Daten sind immer auf dem neuesten Stand und von einer einzigen Plattform abrufbar. Eine manuelle Eingabe entfällt.

xRM und der 360°-Blick auf Kunden, Partner und Lieferanten

Ein weiterer Vorteil einer integrierten CRM-Lösung: Es lassen sich damit nicht nur die Beziehungen zu Kunden, sondern auch zu Geschäftspartnern innerhalb und außerhalb des Unternehmens – etwa Lieferanten und Kapitalgebern – erfassen, verwalten und analysieren. Die Zukunft gehört insofern so genannten xRM-Systemen (extended Relationship Management), die verschiedene Geschäftsbereiche zum Beispiel über die Cloud einbinden und optimieren. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass genug qualitativ hochwertige Daten und ergänzende Datenquellen in die Plattform integriert werden. Zudem müssen die Kundenbetreuer in der Lage sein, die neuen Funktionen auch zu nutzen. Eine xRM-Lösung sollte daher intuitiv bedienbar sein, so dass sich jeder ohne lange Einarbeitung schnell zurechtfindet.

Im Trend für xRM: Self Service, Social CRM, digitale Assistenten

Weitere Trends im Kundenbeziehungs-Management sind Self-Service-Technologien, Social-CRM und digitale Assistenten. So können Unternehmen ihren Kunden die Möglichkeit bieten, in Echtzeit auf ihre Bestellungen zuzugreifen und verschiedene Kanäle zu nutzen. Auch die Automatisierung von Hintergrundprozessen wird immer wichtiger. Zum Beispiel kann der Kundenberater personalisierte Angebote erstellen, die auf im xRM-System gespeicherten Kundendaten, Informationen aus sozialen Netzwerken sowie seinen Erfahrungen mit dem jeweiligen Kunden basieren. Oder ihm werden während des Kundenkontakts automatisch wichtige Fragen und Antworten zum jeweiligen Produkt eingeblendet. Dadurch gewinnt er wertvolle Zeit, die er dem Kunden widmen kann.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning entlasten die Mitarbeiter

Ein Ende der technologischen Weiterentwicklungen im CRM-Umfeld ist nicht absehbar. Eine immer wichtigere Rolle gerade im Hinblick auf xRM spielen dabei Systeme auf Basis von Machine Learning (ML) und Künstlicher Intelligenz (KI). Damit lassen sich Abläufe effizienter gestalten und vorausschauende Analysen (Predictive Analytics) realisieren. Für die Mitarbeiter bedeutet das eine deutliche Entlastung. Im Trend liegen vor allem ML-Anwendungen für datengetriebene Empfehlungen, KI-gestützte Prognosen sowie Bots, die Informationen – beispielsweise zu Umsatz oder Kundenzufriedenheit – aus der Datenmasse ziehen.

Auch digitale Sprachassistenten und Chatbots für den personalisierten Kundenkontakt werden immer besser. Ihr Einsatz beschränkt sich längst nicht mehr auf einfache Fragen und standardisierte Antworten, um die Sales- und Service-Teams zu entlasten. Die smarten Agenten entwickeln sich zunehmend zu persönlichen Shopping-Assistenten. Da speziell jüngere Kunden ein komplett digitales Einkaufserlebnis erwarten, empfiehlt es sich für Unternehmen, sich die Chancen dieser neuen Technologien zunutze zu machen.

„Insellösungen sind nicht mehr zeitgemäß.“

„Das Thema CRM entwickelt sich permanent weiter. Um die neuen Technologien nutzen zu können, benötigen Unternehmen allerdings eine zentrale Plattform, auf die alle Abteilungen Zugriff haben. Das eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten der Analyse. Sie gewinnen eine 360°-Sicht auf ihre Kunden und können auf diese Weise die Customer Experience verbessern. Insellösungen und eine parallele Datenhaltung in ERP- und CRM-Systemen sind nicht mehr zeitgemäß. Unternehmen sollten jetzt die Voraussetzungen schaffen, um von einem integrierten Kundendaten-Management mithilfe einer xRM-Plattform zu profitieren“, konstatiert Christian Zöhrlaut, Director Products Medium Segment bei Sage.

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Kostentreiber bei der ERP-Einführung: Vorsicht Falle!

Kostentreiber bei der ERP-Einführung: Vorsicht Falle!

Bei der Wahl eines ERP-Anbieters spielen die Kosten eine wesentliche Rolle – sowohl in der Projektphase als auch für den laufenden Betrieb. Denn hier lauern einige Kostenfallen – und das hat oft gar nicht so viel mit der Funktionalität an sich zu tun. Also Vorsicht bei Kostentreibern bei der ERP-Einführung. Der Software-Hersteller proALPHA hat einige „Klassiker“ gesammelt und erklärt, wie sie sich umgehen lassen.

Projektmanagement: Prototyp schlägt Wasserfall

Schon die Projektmethodik hat ihre Tücken. Beim klassischen Wasserfall-Projektansatz aus Anforderungsdefinition, Entwurf und Implementierung bekommen User erst relativ spät das von ihnen am grünen Tisch spezifizierte System live zu sehen. Nicht selten heißt es dann: Oh, da haben wir etwas vergessen. Oder: So haben wir uns das nicht vorgestellt! Statt langer Konzeptionsphasen sollten Unternehmen daher auf das viel schnellere Prototypen-Verfahren setzen. So sehen die Anwender*innen schon früh, wie ihre zukünftige Arbeitsumgebung aussehen wird. Fehler lassen sich früher aufspüren, Änderungswünsche schneller berücksichtigen – mit positivem Effekt auf das Projektbudget.   

Kostentreiber bei der ERP-Einführung: Vorsicht Falle!

Prozesse: auf Integrität achten 

Auf Neudeutsch nennt man das heute „end-to-end“: Gemeint sind idealtypische Abläufe, die von Anfang bis Ende bereits durchdacht und anhand von Prozess Templates vorgezeichnet sind. So fokussiert sich das Projektteam auf das Wesentliche, nämlich die Abweichungen vom Standard. Die Implementierung kommt dadurch schneller voran. Im Idealfall stellt der ERP-Anbieter auch schon für jeden Prozess durchgängig digitale Lösungen bereit, so dass keine weitere Software nötig ist. Das spart auch Lizenzkosten für Drittsoftware. 

Anpassungen: Flexibel bleiben ohne die Software zu verbiegen

Differenzierung ist eine der großen Stärken des deutschen Mittelstands. In Sachen ERP bedeutete das früher zwangsläufig: Customizing. Die umfangreichen Anpassungen schlugen nicht nur im Projektbudget zu Buche. Sie machten auch Wartung und das Upgrade auf spätere Versionen teuer. Heute führt der Weg zum maßgeschneiderten System nicht mehr durch das lange, tiefe Tal des Customizing. ERP-Systeme, die schon im Standard viele branchenspezifische Extras mitbringen und zudem umfassende Konfigurationsmöglichkeiten bieten, machen Sonderprogrammierungen weitgehend überflüssig. Deshalb ist ein Anbieter, der sich auf einige Kernbranchen fokussiert und diese Funktionalität richtig gut abdeckt, besser als ein Softwarehersteller, der alles so ein bisschen kann. Hier schlägt ganz klar der Spezialist den Generalisten. 

Integration: einen Bus nutzen

Es beginnt ganz harmlos mit dem Satz: Diese Software binden wir einfach an, da programmieren wir schnell eine Schnittstelle. Die bitteren Konsequenzen dieses Vorgehens zeigen sich oft erst Jahre später: Niemand kennt sich mehr mit den vielen Sonderlocken aus. Änderungen werden zum russischen Roulette. Spätestens wenn es darum geht, mehrere Systeme, IoT-Geräte oder Anwendungen ans ERP-System anzudocken, lohnt sich eine Middleware mit einem Enterprise Service Bus. Einmal aufgesetzt, lassen sich weitere Systeme schneller und einfacher anbinden. Die so standardisierten Schnittstellen reduzieren nicht nur die Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern. Weil der Automatisierungsgrad steigt, sinken zudem die Prozesskosten. 

Für diese Werbung sind DIE DIGITAL-WEBER (part of mwbsc GmbH) verantwortlich.

Internationale Unterschiede: Aufwand nicht unterschätzen

Überspannen Prozesse mehrere Geschäftsbereiche, Länder oder Tochterunternehmen wird es schnell knifflig. Unterschiedliche Vorschriften und Währungen machen Intercompany-Prozesse zu einer besonderen Herausforderung. Das kann zu hohen Anpassungskosten führen – oder einem Wildwuchs unterschiedlicher ERP-Systeme je Land. Diese schmerzliche Erfahrung lässt sich vermeiden, wenn Mittelständler bereits bei der Ausschreibung darauf achten, dass die ERP-Software die nötigen Landesversionen mitbringt. 

Erweiterungen: mit Modulen wachsen

Das Gros der ERP-Verantwortlichen verbindet monolithische Warenwirtschaftssysteme vor allem mit einem Wort: teuer. Modulare Systeme bieten dagegen den großen Vorteil, dass nur für die genutzte Funktionalität Kosten anfallen. Und dennoch dürfen sich die Unternehmen sicher sein: Der Hersteller investiert in die Entwicklung des Gesamtsystems. Wollen sie später weitere Module ergänzen, steht ihnen eine Software auf dem letzten Stand zur Verfügung.  

Konfigurationsmöglichkeiten: möglichst viel selber machen

Low Code, besser noch No Code sind die Buzzwords der Stunde. Formulare designen, Auswertungen individualisieren, Intercompany-Prozesse einrichten, Stammdaten replizieren – all das ist heute mit wenig bis gar keinem Entwicklungsaufwand machbar. Umfassenden Konfigurationsmöglichkeiten sei Dank. Natürlich ist Do it yourself nicht jedermanns Geschmack, viele übergeben diese Arbeiten lieber einem Consultant. Aber wer selbst Hand anlegen will, sollte es können.

Beraterleistung: Vor-Ort-Zeiten reduzieren

Früher musste für jede Kleinigkeit, jede Anpassung ein Berater oder eine Beraterin vor Ort kommen. Hatte der ERP-Hersteller gerade einen Personalengpass, konnte das schon mal Tage oder Wochen dauern. Heute lässt sich via Remote-Zugriff bereits einiges aus der Distanz übernehmen. Das spart Reisekosten. proALPHA hat sich zusätzlich etwas Neues einfallen lassen: Remote Consulting. Statt auf den Beraterbesuch vor Ort zu warten, erhalten Anwender*innen schnelle und professionelle Hilfe zu Fragen und Aufgaben ihres Tagesgeschäfts – sei es in Form von fest definierten Paketen oder individueller Unterstützung.

Ein ERP-Projekt ist für jeden Mittelständler ein Investment. Es darf aber nicht zum Budgetgrab werden. Wenn es gelingt, typische Kostentreiber zu umgehen, ist schon viel gewonnen. 

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