Digitale Kommunikationstrends, die das Jahr 2022 prägen werden

Digitale Kommunikationstrends, die das Jahr 2022 prägen werden

Im Bereich der Kommunikation gab es pandemiebedingt eine Vielzahl von Digitalisierungsprojekten und die verstärkte Einführung neuer Technologien. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen physischen und digitalen Kundenerfahrungen für immer verwischt sind, ist Technologie einer der Eckpfeiler für Marken, die nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen wollen. Vor diesem Hintergrund sieht Infobip 5 wesentliche digitale Kommunikationstrends, die das Jahr 2022 prägen werden.

1) Kommunikationskanäle – der richtige Mix macht’s

Es war letztes Jahr wichtig und es bleibt auch dieses Jahr wichtig: Die richtige Mischung von Kommunikationskanälen ist ausschlaggebend. Zwar boomt beispielsweise WhatsApp, so schätzt eine Studie von MobileSquared, dass Ende 2020 rund 2,19 Milliarden Menschen WhatsApp nutzten und dass diese Zahl bis Ende 2025 auf 3,14 Milliarden ansteigen wird.

Trotz dieser enormen Wachstumsaussichten befinden sich die Menschen natürlich nicht nur auf WhatsApp. Es gibt viele verschiedene Kundenpräferenzen und das bedeutet, dass Marken über mehrere Kanäle präsent sein müssen. Es geht darum, Omnichannel-Kommunikation nutzen, um dort zu sein, wo die eigenen Kunden sind und sich nicht in Kommunikationssilos festzufahren.

2) Monetarisierung von 5G gewinnt an Fahrt

5G ist zwar theoretisch schon seit vielen Jahren ein Thema und mit der zunehmenden weltweiten Verbreitung gewinnt die Technologie an Bedeutung. Dennoch haben Netzbetreiber und Anbieter den Schlüssel zur Monetarisierung bisher noch nicht wirklich geknackt.

2022 wird den Umschwung bringen. Man erwartet, dass das solide Wachstum der 5G-Anschlüsse anhält und bis 2025 ca. 3 Milliarden Anschlüsse erreicht werden. Die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von 5G ist zwischen 1,4 und 14,3 Mal schneller als die von 4G, was viele Türen für neue technologische Möglichkeiten öffnet.

Ein großer Teil der Bemühungen um 5G wird sich auf die weitere Entwicklung des Internet der Dinge (IoT) konzentrieren. McKinsey schätzt, dass Segmente wie das Internet der Dinge (IoT) bis 2030 einen Wertzuwachs von 5,5 Billionen Dollar auf 12,6 Billionen Dollar verzeichnen werden.

Mit erheblich höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten, größeren Bandbreiten und geringeren Latenzzeiten können 5G-Netze die Leistung von vernetzten Geräten steigern. Es ist davon auszugehen, dass immer mehr Telekommunikationsunternehmen diese Tatsache nutzen und IoT-Geräte – wie Kameras, intelligente Türschlösser und sogar intelligente Kühlschränke – im Bündel mit 5G-Datentarifen anbieten.

3) Rich Communication ist auf dem richtigen Weg

Rich Communication Services (RCS) wird als die nächste Generation der SMS angepriesen. Sie stellt die multimediafähigen Funktionen einer App bequem über die nativ integrierte Inbox des Telefons bereit. Obwohl die meisten Android-Geräte auf den Kanal ohne zusätzliche Software zugreifen können, hat sich die Akzeptanz langsamer entwickelt als erwartet. Dafür stetig: MobileSquared geht davon aus, dass bis 2025 über 170 Netzwerke Person-to-Person (P2P) RCS-Dienste über ihre eigenen RCS-Messaging-Plattformen anbieten werden – das entspricht einer Steigerung von 100 % gegenüber 2019.

4) SMS bleibt ein wichtiger Pfeiler der Kommunikation

Die SMS ist nach wie vor einer der effektivsten Kanäle. Neun von zehn Personen öffnen ihre Textnachrichten, und mehr als die Hälfte liest sie innerhalb weniger Minuten. In Verbindung mit der Prognose, dass es 2022 weltweit 7,26 Milliarden Mobilfunknutzer geben wird, wird deutlich, warum die SMS – auch aufgrund der Unabhängigkeit vom Internet, ein strategisch relevanter Kanal bleibt. Von 4,23 Milliarden Nachrichten, die Infobip verschickt hat, war die SMS mit 1,7 Milliarden Nachrichten der meistgenutzte Kanal.

5) Sichere und reibungsfreie CX

Die Menschen sind mehr denn je auf ihre Mobiltelefone angewiesen. Daher ist das Thema Cybersicherheit im Telekommunikationsbereich wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. In den letzten Jahren hat das SIM-Swapping zugenommen, bei dem Cyberkriminelle die Übertragung einer bestehenden Telefonnummer auf eine neue SIM-Karte abfangen, um so weitere Angriffe durchführen zu können.

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Angesichts dieser zunehmenden Gefahren müssen Unternehmen einen neuen Sicherheitsstandard etablieren. Über das Mobiltelefon einer Person verfügen Unternehmen und Telekommunikationsunternehmen über alle Informationen, die sie benötigen, um eine Identität sicher und vor allem in Echtzeit zu überprüfen. Dies geschieht durch Überprüfung der IMSI-Nummer (International Mobile Subscriber Identity), die mit der SIM-Karte verbunden ist. Wenn es keine Bedenken gibt, erfolgt die Authentifizierung unauffällig im Hintergrund, ohne dass die Benutzererfahrung (CX) gestört wird. Hat sich die IMSI-Nummer jedoch geändert, wird dies als verdächtige Aktivität gewertet. Der Nutzer wird dann vom Dienstanbieter kontaktiert und um eine zusätzliche Überprüfung gebeten.

Digitale Kommunikationstrends, die das Jahr 2022 prägen werden

Zusammenfassung

Im Bereich 5G wird sich das Hauptaugenmerk auf das drängende Thema Monetarisierung richten. Ein weiteres Kernthema bleibt der Mix der Kanäle, die Unternehmen nutzen, um ihre Botschaften zu übermitteln. Möchte der Kunde Nachrichten über Snapchat, Instagram oder WhatsApp erhalten? Rich Messaging wird an Bedeutung gewinnen, wobei wir gleichzeitig ein weiteres starkes Jahr für die SMS sehen werden und das Thema Sicherheit insgesamt im Vordergrund stehen wird.

Kommunikation erfordert strategisches Denken. Es geht nicht einfach nur darum, Geld in Projekte zu pumpen, um die Möglichkeiten der Nachrichtenübermittlung zu erweitern. Das A und O des Erfolgs ist es, die richtige Botschaft auf der richtigen Plattform zur richtigen Zeit zu übermitteln und dabei ein durchgängig sicheres Kundenerlebnis zu gewährleisten.

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Regulierte Branchen setzen auf hochsichere Collaboration-Dienste

Regulierte Branchen setzen auf hochsichere Collaboration-Dienste

Deutschlands Unternehmen drängen in die Cloud. Und das nicht erst, seit durch die Corona-Krise Homeoffice, virtuelle Meetings und digitaler Datenaustausch boomen. Schon 2019 haben mehr als drei Viertel (76 Prozent) aller Unternehmen Cloud-Computing genutzt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG. Ein Jahr zuvor waren es nur 73 Prozent und im Jahr 2016 sogar nur 66 Prozent. Durch die Corona-Pandemie hat die „Cloudifizierung“ der Geschäftswelt noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Der Cloud-Trend hält an: Regulierte Branchen setzen auf hochsichere Collaboration-Dienste

Diese Entwicklung bestätigen auch Analysten der Gartner-Tochter Capterra, einer unabhängigen Online-Bewertungsplattform für Business-Software. Cloud-Technologie ist zwar schon seit langer Zeit ein Trend, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben den Umstieg jedoch lange gescheut.

Eine der wichtigsten Tendenzen erkennen die Analysten im Bereich Cloud-Sicherheit. Die fortschreitende Digitalisierung führt zu einer höheren Abhängigkeit von der IT und die Cyberattacken haben in der Krise noch zugenommen. So werden auch immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen ins Visier genommen, da diese meist leichter angreifbar sind als große Unternehmen. Die IT-Security in den genutzten Cloud-Diensten ist daher einer der wichtigsten Faktoren beim Kauf von Cloud-Software in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Secure Content Collaboration: Nachfrage nach hochsicheren Cloud-Lösungen steigt

Dass die Nachfrage nach Lösungen für die sichere digitale Zusammenarbeit (Secure Content Collaboration) gestiegen ist, haben auch die Anbieter von Cloud-Collaboration-Lösungen gemerkt.

Dort hat der Trend zu Remote Work und vernetztem Arbeiten für einen enormen Schub an neuen Kunden gesorgt. Viele Unternehmen haben ihre Prozesse umgestellt und dort Cloud-Lösungen mit eingebunden. Das gilt vor allem für Unternehmen aus rechtlich stark regulierten Branchen, die bislang bei der Cloud-Nutzung eher vorsichtig waren. Mit dem Umstieg auf digitale Lösungen waren sie plötzlich mit rechtlichen Anforderungen konfrontiert. Diese hatten sie in dieser Form zuvor nicht.

Grund dafür ist neben dem neuen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) vor allem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit Mai 2018 in allen Mitgliedsstaaten der EU verbindlich gilt. Seitdem gelten für Unternehmen besondere Anforderungen beim Schutz der Daten von Kunden und Mitarbeitern. Das hat massiv dazu beigetragen, das Bewusstsein für Datenschutz in Unternehmen zu stärken. Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Auflagen drohen empfindliche Geldstrafen, das hat sich inzwischen bei den meisten Unternehmen herumgesprochen. Darüber hinaus sind je nach Branche weitere zentrale Verordnungen und Standards zu beachten. Etwa die Wirtschaftsprüferordnung (WPO, vgl. §43), das Steuerberatungsgesetz (StBerG, vgl. §11) oder das Strafgesetzbuch (StGB, vgl. § 203).

Die Nachfrage ist branchenübergreifend – und Corona beschleunigt den Trend

Der Trend hin zur Secure Content Collaboration lässt sich branchenübergreifend in vielen Unternehmen und öffentlichen Stellen beobachten. Aufsichtsräte und Vorstände nutzen – häufig erst aufgrund der Umstände in der Pandemie – virtuelle Datenräume etwa zur Vor- und Nachbereitung ihrer Gremiensitzungen. Branchen, die sich wegen strenger Regulierungen in der Vergangenheit nur zögerlich an die Digitalisierung herangewagt haben, mussten sich in kürzester Zeit umstellen, um vertrauliche Dokumente mit Kunden, Klienten und Partnern digital und zugleich sicher austauschen zu können. Dazu gehören etwa Anwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Banken, aber auch Pflegedienstleister.

Anbieter von Cloud-Collaboration-Lösungen

Der Trend zu cloudbasierten Lösungen unter den deutschen Unternehmen hat zwar bereits vor mehreren Jahren begonnen, die Corona-Krise hat diese Entwicklung jedoch noch einmal merklich beschleunigt. Das konnten auch die Analysten von Gartner feststellen, die dazu im November 2020 eine Studie durchgeführt haben. Ergebnis: 80 Prozent der befragten kleinen und mittelständischen Unternehmen gaben an, dass ihnen die verwendete Cloud-Software geholfen hat, den durch COVID-19 entstandenen Herausforderungen zu begegnen. Vor allem die Branchen, die ihre Geschäftsangebote aufgrund von COVID-19 virtuell bereitstellen mussten, haben zunehmend Geschäftsprozesse in die Cloud verlagert. Dazu gehören beispielsweise Kunst, Bildung und Immobilien, aber auch der Einzelhandel und das Gesundheitswesen.

Confidential Computing als Basis für Secure Content Collaboration

Um diese Nachfrage nach hochsicheren Kollaborations-Lösungen zu decken, bedarf es spezieller technologischer Ansätze. Klassische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung etwa wird den vorhandenen Ansprüchen nicht gerecht. Der Knackpunkt ist die geschützte Datenverarbeitung in der Cloud, denn diese lässt sich mit verschlüsselten Daten nicht realisieren.

Eine mögliche Lösung für dieses Datenschutz-Dilemma ist das sogenannte Confidential Computing. Darunter versteht man den Ansatz, Daten nicht nur bei der Speicherung und Übertragung zu verschlüsseln, sondern sie auch während der Verarbeitung so zu „versiegeln“, dass unbefugte Zugriffe ausgeschlossen sind.

Das lässt sich sowohl auf Chip-Ebene realisieren wie es beispielsweise Intel, Microsoft & Co seit einigen Jahren im Rahmen des Confidential Computing Consortium erforschen, als auch auf Server-Ebene. Auf Chip-Ebene werden die zu schützenden Daten in sicheren Enklaven (sog. Trusted Execution Environments) verarbeitet. Diese Enklaven ermöglichen eine isolierte und überprüfbare Verarbeitung von Daten auf nicht vertrauenswürdigen Computersystemen, wie beispielsweise auf fremden Rechnern oder in der Cloud.
Ähnlich funktioniert Confidential Computing auf Server-Ebene. Hier werden die Daten vor ihrer Verarbeitung auf separate Server übertragen, die mit einem Satz ineinander verzahnter technischer Maßnahmen vor Fremdzugriff schützen. Die Server verfügen über reduzierte Schnittstellen und gehärtete Betriebssysteme. So ist auch ein privilegierter Admin-Zugriff während der Verarbeitung sensibler Daten zuverlässig ausgeschlossen. Zugriffsversuche von unberechtigten Dritten werden mit dem sofortigen Herunterfahren der verarbeitenden Server-Segmente quittiert. Die dabei in der Bearbeitung befindlichen temporären Daten werden gelöscht. So erreicht man mit Confidential Computing in der Cloud ein Sicherheitsniveau, das viele andere Dienste und Lösungen am Markt nicht bieten können.

Fazit

Experten sind überzeugt, dass der Kurs Richtung Homeoffice und Secure Content Collaboration in der Geschäftswelt auch nach Corona anhalten wird. Unternehmen, die noch immer zögern, sollten sich nach einer passenden Lösung umsehen, die dem Datenschutzniveau der unternehmenseigenen Daten gerecht wird.

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Schlagkräftig in der Kommunikation mit cobra CRM

cobra CRM sorgt für mehr Effizienz bei der allgäu mail GmbH

Schlagkräftig in der Kommunikation mit cobra CRM

Die allgäu mail GmbH, Spezialist für die Briefzustellung und Postlogistik, besteht seit 2003 als eine Tochterfirma der Allgäuer Zeitungsverlag GmbH und bedient etwa 220.000 Haushalte in der Region Allgäu. Als Komplettlösung für die Geschäftspost bietet das Unternehmen seinen Kunden ein umfangreiches und individuelles Dienstleistungspaket an. Von der Abholung hin zur Sortierung bis zur finalen Zustellung ist die allgäu mail stets zuverlässig, flexibel und preiswert. Um dies weiterhin einhalten zu können und den Anforderungen des wachsenden Kundenstamms gerecht zu werden, setzt das Unternehmen seit 2007 auf cobra CRM PLUS.

Analoge Kundenakten und Excel reichten nicht aus

Zu Beginn wurde der Vertrieb der allgäu mail mit analogen Kundenakten und Excel-Tabellen organisiert. Das war sehr zeitaufwändig, da die entsprechenden Kundenakten einzeln herausgesucht und nach der Bearbeitung wieder ordnungsgemäß abgelegt werden mussten. Mit wachsendem Kundenstamm wurde es immer schwieriger für die Mitarbeiter, den Überblick zu behalten.

Michael Lulei, Leiter der allgäu mail GmbH sagt:

„In diesem Zustand hätten auf Dauer auch die Kunden darunter gelitten. Für uns war dann schnell klar, dass eine andere Lösung gefunden werden musste. Nach langer Recherche und vielen Vergleichen haben wir uns dann für cobra CRM PLUS entschieden. Wir sind sehr froh, cobra gefunden zu haben und setzen das Produkt nun seit 2007 ein.“

Mit der Unterstützung des cobra Teams konnten bereits vorhandene Datensätze aus Excel in cobra übertragen werden. Somit mussten die Daten nicht einzeln in das CRM System eingepflegt werden.

Michael Lulei weiter:

„Besonders schätzen wir, dass wir die Masken in cobra selber verändern und unseren individuellen Bedürfnissen anpassen können. Das spart Zeit und Geld, da wir hierfür keine Supportleistung benötigen.“

Durch die Einführung von cobra CRM konnte die allgäu mail ihre analogen Kundenakten sowie die Excel-Listen auflösen und mit dem professionellen Kundenbeziehungsmanagement beginnen.

Effiziente Kommunikation und Dokumentation

Mit cobra werden alle Gespräche mit Kunden und Interessenten in der Kontakthistorie hinterlegt, wodurch die internen Arbeitsprozesse transparenter gestaltet werden. Ist ein Mitarbeiter im Außendienst in einem Gespräch, sind die anderen Kollegen trotzdem bestens darüber informiert, wie es aktuell um den Interessenten bzw. Kunden steht: Ist gerade Neugeschäft in der Anbahnung? War der Kunde zuletzt unzufrieden? Was wurde bereits mit ihm besprochen? All das können die Mitarbeiter dank der zentralen Datenbank und der lückenlosen Dokumentation auf Knopfdruck erfahren und somit individuell auf die Wünsche der jeweiligen Person eingehen.

Michael Lulei lobt die Effizienzsteigerung:

„Mit cobra sind wir leistungsstärker geworden! Davor konnten wir täglich nur ein paar Kunden anrufen, da die Vor- und Nachbereitung viel Zeit in Anspruch genommen hat. Wir haben die Mitarbeiterzahl gleich gelassen, konnten durch den Einsatz des CRM Systems aber unsere Schlagkraft in der Kommunikation deutlich erhöhen.“

Besonders beliebt ist bei den Mitarbeitern die Telefonanbindung. Ruft bspw. ein Kunde an, öffnet sich automatisch der dazugehörige Datensatz. Die Mitarbeiter sind bestens informiert, können den Kunden mit dem Namen ansprechen und müssen nicht nach der Kundennummer fragen. Das kommt auch beim Kunden super an!

Im größten Umfang wird cobra CRM im Vertrieb genutzt. Aber nachdem sich schnell die Vorteile einer professionellen CRM Lösung herauskristallisiert haben, wurde cobra CRM PLUS auch in der Personalverwaltung (z. B. für die Erstellung von Arbeitsverträgen) und im Qualitätsmanagement eingeführt.

Arbeitsschritte immer im Blick mit dem Kampagnenmanagement

Das cobra Kampagnenmanagement wird bei der allgäu mail vor allem im Verkauf eingesetzt, um die Neukundengewinnung voranzutreiben. Das Besondere am Kampagnenmanagement ist, dass der Umgang damit schnell erlernt werden kann und dass sich einzelne Kampagnen sehr leicht erstellen, ergänzen und verändern lassen. Wird ein Interessent z. B. telefonisch nicht erreicht landet dieser Datensatz auf dem Arbeitsschritt „nicht erreicht“, welcher den Mitarbeiter nach zwei Tagen automatisch daran erinnert, erneut anzurufen. Ergibt das Telefongespräch, dass kein Interesse besteht, da in dem jeweiligen Unternehmen zu wenig Post oder sogar nur elektronische Post versendet wird, kann das ebenfalls im entsprechenden Workflow-Schritt erfasst werden. Gleichzeitig wird vom System ein automatischer Kontaktvermerk „Kein Interesse, da nur elektronischer Postversand“ hinterlegt. Ist ein Telefongespräch erfolgreich verlaufen, gelangt der Interessenten auf den Schritt „Infomappe versenden“.

Der zuständige Mitarbeiter erhält automatisch die Erinnerung, dass die Mappe an den jeweiligen Interessenten versendet werden soll. Wird der Interessent zum Kunden, wird der Datensatz automatisch umgeschrieben und die Vertragsunterlagen können kinderleicht erstellt werden. Das Kampagnenmanagement bietet hier eine professionelle Begleitung der Aktivitäten und das gibt den Mitarbeitern wiederum in Form eines Leitfadens eine gewisse Sicherheit, damit kein wichtiger Arbeitsschritt vergessen wird.

Datenschutzkonform mit cobra

Als Briefdienstleister ist es enorm wichtig, dass der Post- und Datenschutz für die Kunden, Interessenten, Partner und natürlich auch die Mitarbeiter gewährleistet wird. Das hat bei der allgäu mail oberste Priorität. Mit der Benutzer- und Rechteverwaltung bietet cobra CRM umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten für einzelne Abteilungen oder sogar einzelne Mitarbeiter. So muss ein Mitarbeiter nicht zwingend einen Einblick in die Personaldaten haben, genauso wie die Personalabteilung nicht zwingend auf die Kundendatenbank zugreifen muss.

Michael Lulei:

„Wir achten konsequent darauf, dass wir das stark reglementieren und somit ein Datenleck verhindern. Mit cobra haben wir eine zuverlässige Software-Lösung gefunden, mit der die Daten sicher in unserem Hause bleiben!“

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Intelligenter Handel- Wie KI die Retail-Branche revolutioniert

Intelligenter Handel- Wie KI die Retail-Branche revolutioniert

Sie vollendet Beethovens letzte Symphonie, schreibt Gedicht oder schafft Gemälde – künstliche Intelligenz ist längst keine Vision aus einem Science-Fiction-Film mehr, sondern wird bereits in vielen Gebieten eingesetzt und bringt maßgebliche Erfolge hervor. Auch im Retail-Bereich hat KI das Potenzial, die Branche zu revolutionieren. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Intelligenter Handel die Retail-Branche neu aufstellt.

Als Teilgebiet der Informatik imitiert KI menschliche kognitive Fähigkeiten, die sowohl programmierte Abläufe als auch maschinelles Lernen erzeugen. Durch eine große Anzahl an Datenmengen lernt der Computer hier, selbst bei komplexen Aufgaben zunehmend autonom und anpassungsfähig zu agieren. „Innovative Lösungen rund um Themen wie Stammdatenqualität, Intelligenter Handel, Machine Learning, Bots und intelligente Einkaufsberater werden auch in Zukunft an Relevanz zunehmen. Schließlich lassen sich so Prozesse vereinfachen und effizienter machen“, so Lars Klimbingat, Partner der retailsolutions GmbH und Leiter Competence Center Stammdatenmanagement & Prozesse.

Daten sinnvoll nutzen

Vielfach nutzen Handelsunternehmen eine Omni-Channel-Retailing-Strategie, die Absatzkanäle wie Ladengeschäft, Onlineshop oder Katalog gleichermaßen unterstützt, um ihre Verkaufschancen zu erhöhen. Das birgt jedoch die Herausforderung, dass diese Absatzkanäle alle parallel bedient, gesteuert, ausgewertet und optimiert werden müssen. Gleichzeitig hat sich dadurch die Informationsmenge der Produkte in den letzten Jahren erheblich erhöht. Aber auch das Sortiment unterliegt einem kontinuierlichen Änderungsprozess, sodass in manchen Fällen teilweise bis zu 1.000 neue Produkte pro Tag angelegt werden müssen, mit einem Produktdatensatz von mehreren Hundert Attributen. Für den Handel stellt die Pflege von Produktinformationen sowohl an das Produktinformationsmanagement als auch an das Stammdatenmanagement in den zentralen ERP-Systemen daher hohe Anforderungen.

Intelligenter Handel- Wie KI die Retail-Branche revolutioniert

Dabei haben Produktbilder auch zunehmend durch den E-Commerce in den letzten Jahren weiter an Bedeutung gewonnen. Für die Unternehmen bedeutet dies sehr heterogene Produktdaten, die aus strukturierten und unstrukturierten Daten entstehen sowie aus Bild- und Videodaten. Die Herausforderung besteht nun darin, die Daten konsistent zu halten. Daher müssen Mitarbeiter häufig B2C-Daten und produktbezogene interne Steuerungsdaten händisch pflegen. Auch der erforderliche Abgleich der im Produktbild enthaltenen Informationen und bereitgestellten Produktdatensätze erfolgt manuell. Diese Vorgehensweise ist jedoch sehr kostenintensiv und fehleranfällig, sodass eine Automatisierung dieses Prozesses mit einem erheblichen betriebswirtschaftlichen Nutzen verbunden wäre.

Datenqualität sicherstellen

Schließlich spielt Artikelstammdatenqualität eine wichtige Rolle, da sie letztlich die Qualität der Warenwirtschaftsprozesse bestimmt. „In Zusammenarbeit mit dem Institut für Softwaresysteme der Hochschule Trier untersuchen wir aktuell, wie wir die Erfassung von Produktdaten über eine Informationsextraktion aus Produktbildern und Websites und einer anschließenden Informationsfusion automatisieren können“, erklärt Klimbingat. Das sogenannte Image-supported Product Data Creation Processors Projekt, abgekürzt IMPRO, extrahiert dabei Produktinformationen aus den vorliegenden Bilddaten und fusioniert diese mit weiteren bereitgestellten Produkt-, Bild- und Textdaten von Websites und ähnlichen Produkten aus dem ERP-System. Abschließend generiert das Programm einen vollständigen Datensatz. Dadurch soll der Prozess der Erstanlage von Produktdaten in einem Einzelhandelsunternehmen automatisiert werden können.

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Effizienz erhöhen – Fehlerquote senken

Vor allem im Bereich des maschinellen Lernens gab es in den vergangenen Jahren große Fortschritte. Das liegt unter anderem an der Verfügbarkeit großer Datenmengen, aber auch an wachsender Rechenleistung. Gleichzeitig entstehen durch die große Datenmenge auch häufig Fehler. Doch auch im Hinblick auf die Identifikation und Behebung von Fehlern im Stammdatenmanagement kann künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Klimbingat erklärt: „Wir haben unser SAP-Add-on SDQC um den Aspekt des Machine Learning erweitert. So können wir die Stammdatenqualität unserer Kunden immer weiter verbessern. Das Werkzeug wurde im Intelligenten Handel beispielsweise von einem unserer Kunden zur Preisgruppierung ähnlicher Artikel zur gemeinsamen Verkaufspreispflege eingesetzt und konnte im direkten Vergleich mit den bereits eingesetzten Validierungswerkzeugen mindestens 27 Prozent mehr Fehler erkennen.“

Dabei sind die Prüfregeln mit wenigen Klicks konfigurierbar und online in allen relevanten Transaktionen oder per Offline-Batchprüfung anzuwenden. Gefundene Fehler gibt das Programm aber nicht nur mit einer entsprechenden Kennzeichnung aus. Es versieht es auch mit der Wahrscheinlichkeit, zu der es sich um einen fehlerhaften Datensatz handelt. Darüber hinaus schlägt es auch noch den korrekten Wert vor. „Projekte wie diese können den Automatisierungsgrad von Prozessen im ERP-System erhöhen und damit nicht nur die verbundenen Kosten reduzieren, sondern gleichzeitig auch die Qualität der Daten erhöhen“, so Klimbingat abschließend.

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Cyber Workforce Optimization für mehr Resilienz im Jahr 2022

Cyber Workforce Optimization für mehr Resilienz im Jahr 2022

Die Anzahl an Ransomware-Angriffen und Datenlecks ist im vergangenen Jahr einmal mehr gestiegen. Die Angriffe werden immer komplexer, die Strategien raffinierter – und eine Trendumkehr scheint nicht in Sicht. James Hadley, CEO von Immersive Labs, erläutert, was Unternehmen im Jahr 2022 tun können, um ihre Resilienz zu erhöhen und die Cyber-Kompetenz, die Cyber-Skills und das Urteilsvermögen ihrer gesamten Workforce strategisch für die Reduzierung von Cyber-Risiken und die Crisis Response zu nutzen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über das Thema Cyber Workforce Optimization.

Cyber Workforce Optimization für mehr Resilienz im Jahr 2022

Etwas mehr als ein Jahr nach dem SolarWinds-Angriff steht das Thema Cybersecurity weiterhin ganz oben auf der Agenda vieler Vorstände. Unternehmensführung und CISOs stehen gleichermaßen unter Druck. Sie müssen dafür sorgen, dass ihre gesamte Workforce cyber-ready ist und angesichts der sich ständig verändernden Bedrohungslandschaft handlungsfähig bleibt.

Der effizienteste Weg, zu gewährleisten, dass Ihre Mitarbeiter auf Cyber-Krisen vorbereitet sind, besteht darin, deren Cyber-Kompetenz, Cyber Skills und Urteilsvermögen zu evaluieren und auf Augenhöhe mit dem dynamischen Risikoumfeld kontinuierlich zu optimieren. Keine Frage: Sich ein aktuelles, aussagekräftiges Bild vom Know-how ihrer Teams im Hinblick auf Cyberangriffe zu verschaffen, bleibt für CISOs auch weiterhin eine Herausforderung. Aber es gibt Hebel, an denen Sie ansetzen können, um sicherzustellen, dass Ihr gesamtes Unternehmen im Jahr 2022 cyber-ready ist.

Cyber Workforce Optimization für mehr Resilienz im Jahr 2022

Kontinuierliches und praxisrelevantes Training

Know-how und Readiness Ihrer Workforce lassen sich am effektivsten mit Hilfe von kontinuierlichen, kompakten Trainings messen. Indem Sie Ihre Teams mit praxisrelevantem, rollenspezifischem Content und Micro Drills auf der Grundlage aktueller Threat Intelligence konfrontieren, erhalten Sie einen Eindruck von Cyber-Kompetenz, Cyber Skills und Urteilsvermögen innerhalb Ihres Unternehmens. Auf diese Weise können Sie alles messen. Von der Reaktion von Vorstandsmitgliedern auf eine Cyber-Krise bis hin zu den Security Skills eines DevOps-Teams. Mit diesen Erkenntnissen wiederum können Sie besser verstehen, wo Ihr Unternehmen Schwachstellen aufweist. Wo besteht Handlungsbedarf, ähnlich wie beim Patchen – nur dass in diesem Fall nicht Software, sondern menschliche Cyber-Kompetenz optimiert wird.

Verlassen Sie sich beim menschlichen Aspekt Ihrer Cybersecurity-Strategie auf traditionelle Trainingsmethoden, Lebensläufe und Akkreditierungen, wird Ihr Team mit der Raffinesse aktueller und zukünftiger Threats sehr wahrscheinlich nicht Schritt halten können. Die Bedrohungslandschaft verändert sich rasant. So ist es keine Überraschung, dass traditionelle Ansätze, wie etwa Table-Top Exercises, nicht mehr ausreichen. Ihre Mitarbeiter haben das Potenzial, zu Ihrem wichtigsten Asset in puncto Cyberabwehr und Risikokontrolle zu werden. Sie müssen dieses Potenzial nur freisetzen.

Zusammenarbeit zwischen Teams

Cyberangriffe können heute jedes Team in jedem Unternehmensbereich betreffen. Zur Cyber Workforce – denjenigen, die für die Prävention und Reaktion verantwortlich sind – zählen nicht mehr nur die „Geeks im Keller“. Die Verantwortung liegt bei allen, von Security-Teams über Kommunikations- und Rechtsexperten bis hin zu Executives und Vorstandsmitgliedern. Deshalb ist es entscheidend, dass Ihre gesamte Workforce im Krisenfall an einem Strang zieht und jeder seine Rolle kennt.

Mangelnde Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Security- und Development-Teams beispielsweise hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Anwendungssicherheit. Das belegt eine zusammen mit Osterman Research durchgeführte Studie. So gaben 81 Prozent der Entwickler an, wissentlich angreifbare Anwendungen auszurollen. Nur 31 Prozent der Security-Experten glaubten, dass ihre Entwicklungsumgebung sicher genug ist, um einem Angriff standzuhalten. Auch die Diskrepanz zwischen Entwicklern auf der einen und ihren Managern auf der anderen Seite ist besorgniserregend. Nur 27 Prozent der Entwickler verorteten Security in ihrem Aufgabenbereich, während 80 Prozent der Manager das taten. Die Ergebnisse der Studie sind ein Beweis dafür, dass Zusammenarbeit, klare Kommunikation und Aufklärung über Risiken, Rollen und Lösungen in allen Teams entscheidend sind für die Sicherheit Ihres gesamten Unternehmens.

Cyber Threats sind eine unternehmensweite Angelegenheit, die Verantwortung für die Risikominimierung und Response liegt in den Händen der gesamten Workforce. Angriffe können finanzielle, rufschädigende, regulatorische, rechtliche und technische Auswirkungen haben. Eine effektive Crisis Response erfordert also Cyber-Kompetenz, Cyber Skills und Urteilsvermögen in allen Unternehmensbereichen – solange wir deren Aufbau und Entwicklung keine Priorität einräumen, werden wir der Bedrohungslandschaft auch weiterhin hinterherhinken.

Fazit

Bei Executives und Vorstandsmitgliedern muss ein Umdenken stattfinden: Trainings und Upskilling sind nicht nur Mittel zur Mitarbeiterbindung, sondern wichtiger Bestandteil von Strategien zur Crisis Response und Reduzierung von Cyber-Risiken. Wenn nicht nur das Security-Team, sondern die gesamte Workforce über das entsprechende Know-how verfügt, erreichen Unternehmen ein Höchstmaß an Resilienz und sind gewappnet für neu auftretende Bedrohungen. Das ist die Definition von Cyber Workforce Optimization – ein Thema, das für Unternehmen im Jahr 2022 und darüber hinaus höchste Priorität haben sollte.

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Plattform für agilen Software-Einsatz

Plattform für agilen Software-Einsatz

Auch im Jahr 2022 steigen die Anforderungen an die IT-Systeme rasant. Software-Lösungen müssen immer schneller und effizienter auf veränderte Bedingungen in Unternehmen zugeschnitten werden. Zwei Trends können bei dieser Entwicklung helfen. Erstens: Zurück zum Standard – aber mit gezielter und passgenauer Individualisierung. Zweitens: Auf die Plattform – für flexible, kundenspezifische Adaptionen betrieblicher Prozesse. Wir geben einen Einblick in agile Software-Architekturen.

Plattform für agilen Software-Einsatz

Die fortschreitende Digitalisierung fordert auch im neuen Jahr ihren Tribut: IT-Infrastrukturen müssen immer agiler auf veränderte Marktanforderungen reagieren. Dies ist nicht nur der COVID-19-Pandemie geschuldet, sondern fußt auf dem allgemeinen digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei steigt die Komplexität der IT-Systeme zunehmend, was ein hohes Maß an Experten-Know-how erfordert. Gleichzeitig herrscht nach wie vor ein großer Mangel an qualifizierten Fachkräften. So blieben laut einer Studie des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) bis zum Jahresende 2020 quer durch alle Branchen 86.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Der Fachkräftemangel im Bereich IT und Datenanalyse wird sich laut Handelsblatt bis 2030 weiter verschärfen.

Flexibilität leidet durch zu hohen Individualisierungsgrad

Um die Komplexität sicher in den Griff zu bekommen und die veränderten Anforderungen adäquat zu adressieren, bedarf es agiler Software-Architekturen. Erreichen lässt sich dies durch den Einsatz von Standard-Software. Die Standard-Software kommt im Unternehmen an, viele Prozesse sind bereits im System vorgedacht. Implementierung und Aktualisierung der Software laufen mit wenig Aufwand – eigentlich ein Traum für Unternehmen mit zu wenigen IT-Fachkräften. Doch in vielen Unternehmen ist der Status Quo ein anderer: Zwar kommen Standard-Lösungen zur Anwendung. Diese werden aber häufig in einem derart hohen Maß individualisiert, dass in der Folge die Flexibilität bezüglich neuer Anforderungen von Markt und Business empfindlich leidet.

Auch der Aufwand für die IT-Abteilung steigt enorm: Es ist schwierig, regelmäßige Updates in hochgradig individualisierte Software-Lösungen einzuspielen. Dies führt zu trägen IT-Strukturen und kann wichtigen Innovationen im Wege stehen. Darüber hinaus lassen sich hoch individualisierte Systeme meist nur mit dem tiefgehenden Know-how der ursprünglich verantwortlichen IT-Experten pflegen. Diese haben aber in vielen Fällen das Unternehmen bereits verlassen. So sind Anpassungen, aber vor allem auch Neuentwicklungen an der Software nur mehr schwer umzusetzen, wenn neue Marktbedingungen dies erfordern.

Agile Software-Landschaft

Nach dem Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 mussten beispielsweise viele Unternehmen ihre Prozesse schnell umstellen, um Kunden überhaupt weiterhin bedienen zu können und heute, rund zwei Jahre später, hat die fortgeschrittene Digitalisierung vieler Prozesse die Erwartungen der Konsumenten an die Händler grundlegend beeinflusst und verändert. Mit einer agilen Software-Landschaft fallen die erforderlichen Anpassungen deutlich leichter. Auch beim Zusammenschluss mehrerer Firmen erweist sich die Harmonisierung verschiedener Systeme als erheblich einfacher, wenn diese nur zu einem geringen Grad individualisiert worden sind.

Plattform für agilen Software-Einsatz

Daher heißt es 2022 für viele Unternehmen: Zurück zum Standard! Entscheidend ist dabei, jene Prozesse vorgefertigt zu übernehmen, die man schlicht als „Commodity“ bezeichnen kann. Dann sollten die freien Ressourcen ganz gezielt auf jene Prozesse fokussiert werden, die den Wettbewerbsvorteil und die Differenzierung des Unternehmens am Markt herausstellen und stärken. Diesen Ansatz verfolgen wir bei KPS. Und unsere Kunden sind begeistert davon: Viele Unternehmen haben den Schmerz von zu viel Individualisierung und der daraus resultierenden Unbeweglichkeit in der Vergangenheit stark gespürt und setzen für die Zukunft nun (wieder) auf Standard-Software.

Mit Plattformen gezielt und effizient individualisieren

Ein gewisses Maß an Individualisierung ist nötig, damit sich Unternehmen in den für sie entscheidenden Bereichen hervortun und Marktanteile sichern können. Moderne Plattformen machen es möglich, diese Individualisierung schnell, einfach und zielgerichtet umzusetzen und dabei ein Maximum an Agilität zu bewahren. Auf diese Weise lassen sich etwa auch neue, durch die Digitalisierung initiierte Geschäftsmodelle IT-seitig schnell und erfolgreich unterstützen.

In den meisten Unternehmen fallen über 80 Prozent aller Prozesse in die Kategorie Commodity – sie laufen in einer Branche im Prinzip für alle Unternehmen immer gleich ab. Die Individualisierung dieser Prozesse würde keinen Wettbewerbsvorteil bedeuten und zusätzlich die Prozesskosten erhöhen sowie Transformation und Innovation im Wege stehen. Eine modular konzipierte Plattform bringt diese Standardprozesse bereits fertig implementiert mit. So lassen sie sich schon vor Beginn eines Projekts end-to-end ohne viel Aufwand darstellen. Dies unterstützt die Anwender in der Akzeptanz der neuen Abläufe, auch wenn sie noch keine Erfahrung mit der ausgewählten Software haben – ebenfalls eine Hürde bei der Softwareneueinführung. Statt lange Blueprint-Phasen durchzuführen können Unternehmen mit diesem Vorgehen Ressourcen und Budget auf jene Prozesse konzentrieren, wo gezielte Individualisierung tatsächliche Wertschöpfung bedeutet. Wir nennen diesen Ansatz „Instant Platforms“.

Fazit

Im Jahr 2022 wird mehr denn je das Tempo, mit dem Firmen Änderungen angehen und Innovationen vorantreiben können, über den Erfolg am Markt entscheiden. Verantwortliche sollten daher keine wertvollen Ressourcen mit nicht differenzierenden Software-Individualisierungen verschwenden. Vielmehr ist es wichtig, zielgerichtet und mit Augenmaß zu individualisieren, um das richtige Maß zwischen bewährten Standards und maximaler Flexibilität zu finden. Unser moderner Plattformansatz liefert hierfür die optimalen Tools, um individuell erforderliche Software-Konfigurationen in Unternehmen effektiv zum Laufen zu bringen.

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Top 5 Technologie-Prognosen für 2022 von Infor

Top 5 Technologie-Prognosen für 2022 von Infor

Matthias Sartor präsentiert im Beitrag die Top 5 Technologie-Prognosen für 2022.

Top 5 Technologie-Prognosen für 2022 von Infor

1. Moderne Enterprise Application Platforms (EAPs) führen zur Ausweitung der Kompatibilität

Mit der Entwicklung von ERP-Systemen hin zu modernen Enterprise Application Platforms (EAPs) erweitert sich auch der Plattformbegriff. Zukünftig gewährleisten diese nicht nur die Kompatibilität in Cloud-Umgebungen, sondern auch in hybriden Cloud-/On-Premise-Umgebungen und zwar nicht nur auf Anwendungs-, sondern auch auf Geschäftsprozessebene. Das bedeutet, dass Unternehmen ein Standard-Betriebsmodell und eine Plattform für konsistente Integration, Arbeitsabläufe, Datenanalyse und Erweiterbarkeit benötigen.

2. Geschäftsprozessdefinition nach dem Baukastenprinzip

Kein Unternehmen ist wie das andere. Die Nutzer entwickeln darum zunehmend ihre eigenen Prozesse, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Eine der Technologie-Prognosen für 2022. Sie suchen deshalb verstärkt nach einfachen und unkomplizierten Möglichkeiten, um ihre geschäftlichen Interaktionen in einem flexiblen System selbst definieren zu können. Im Zuge dessen erwarten wir auch die Beschleunigung der Diskussion um die sogenannten Microservices. Unternehmen setzen zukünftig auf EAPs mit in das Framework integrierter KI, über die Geschäftsprozesse bedarfsgerecht zusammengestellt werden können.

Top 5 Technologie-Prognosen für 2022

3. Predictive Intelligence als Technologie-Trend für 2022

Die rechtzeitige Bereitstellung von Informationen anstelle der traditionellen Dashboard-Form, die in den Rückspiegel blickt, wird im Jahr 2022 ein entscheidendes Wettbewerbskriterium sein. Historische Daten und Darstellungen reichen deswegen für eine erfolgreiche Entscheidungsfindung nicht mehr aus. Vielmehr muss Predictive Intelligence in Prozesse integriert werden. Letztlich werden diese Erkenntnisse am Ort der Entscheidung und des Handelns benötigt und Intelligenz, KI/Maschinelles Lernen und Benutzererfahrung müssen dafür zusammengebracht werden.

4. Innovation und lokale Kontrolle vor Ort

„Core“- und „Edge“-Lösungen sind aktuell bereits größtenteils miteinander verbunden, und Edge-Lösungen beziehen sich nicht mehr nur auf Endgeräte. Diese Betrachtungsweise ist als Technologie-Prognose für 2022 wichtig, da in vielen Unternehmen einzelne Geschäftsbereiche die lokale Kontrolle vor Ort behalten müssen. Bei einem hybriden Cloud-/On-Premise-Modell, das die Produktivität nicht beeinträchtigen soll, brauchen Unternehmen Zugriff auf Cloud-Innovationen, zum Beispiel in Form von maschinellem Lernen, und sie müssen in der Lage sein, diese Technologien auch auf ihren On-Premise-Systemen anzuwenden.

5. Sprachgesteuerte Geräte und digitale Assistenten werden zu wichtigen Geschäftsinstrumenten

Mit der Veränderung der Arbeitswelt – Stichwort Home-Office-Trend – ändert sich auch die Benutzererfahrung. Mitarbeiter benötigen Alternativen, um ihre Arbeit auch remote und jenseits eines klassischen Bildschirms auszuführen zu können. Wir gehen davon aus, dass die Anwender als Technologie-Prognose für 2022 zunehmend nach der Möglichkeit verlangen werden, betriebliche Funktionen über sprachgesteuerte Geräte auszuführen – mit Hilfe von digitalen Assistenten, die ihre Aufgaben ergänzen und teilweise automatisieren. Diese müssen mit den geltenden Sicherheitsvorkehrungen vereinbar sein.

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Wie Unternehmen verborgene Datensätze aus dem Datensee heben

Wie Unternehmen verborgene Datensätze aus dem Datensee heben

Daten sind unbestreitbar die Währung der Zukunft. Oft fehlt Unternehmen jedoch das entsprechende Bewusstsein und die richtige Technik, um aus den eigenen Datensätzen Wert zu schöpfen. Dabei liegt in ihnen oft mehr Monetarisierungspotential verborgen, als manch ein Geschäftsführer ahnt.

Wie Unternehmen verborgene Schätze aus dem Datensee heben

Die Bürokratie machte aus Menschen sprichwörtlich Nummern – und wurde damit deutlich effizienter. Noch weiter ging die Digitalisierung. Sie marginalisierte den Menschen auf Einsen und Nullen und läutete damit eine Zeitenwende ein: Datensätze sind nicht nur gehalt-, sondern auch wertvoll geworden. Internetgiganten wie Google, Amazon oder Facebook schöpfen daraus pures Gold.

Doch nicht nur Plattformen und soziale Netzwerke globalen Ausmaßes können aus Daten Geld machen. Jedes Unternehmen hat Daten, die es gewinnbringend einsetzen kann – als Stichworte seien „Big Data“ und „Data Lakes“ genannt. Beginnend bei detaillierten Informationen über die Produkte, interne Prozesse und Infrastrukturen, bis hin zu Kunden- und Marktdaten sowie Erkenntnisse aus Studien oder Ergebnisse von Werbeaktionen, können Unternehmen auf eine Vielzahl an Daten zurückgreifen. Das ist jedenfalls dann der Fall, wenn sie die richtigen Technologien zur Auswertung nutzen.

Gewöhnlich sind die Quellen der Daten ebenso vielseitig wie die Daten selbst. Manche Unternehmen setzen daher zunächst auf eine Bestandsaufnahme: Welche Daten sind vorhanden, und woher kommen sie? Bevor das Unternehmen allerdings Wert aus den vorhandenen Informationen gewinnen und eventuell Strategien an neuen Erkenntnissen ausrichten kann, steht eine mühsame Daten- und Quelleninventur. Als zweiter Schritt ist dann eine Vereinheitlichung des gesamten Datenbestands nötig, damit eine Analyse stattfinden kann.

Datensätze

Weniger Kosten und mehr Gewinn durch Enterprise Search

Alternativ und kostengünstiger ist der Einsatz einer Enterprise-Search-Lösung: sie hilft dabei, einen sogenannten Datenintegrationslayer für die Analyse zu erstellen. Dabei ist dann völlig egal, ob sich die Daten auf den eigenen Servern, in der Cloud oder auf externen Datenbanken befinden. Es spielt auch keine Rolle, ob sie strukturiert oder unstrukturiert sind. Das Search-Tool indiziert alle angebunden Daten, normalisiert sie und stellt dank seiner flexiblen Indexstruktur das zentrale Äquivalent eines Data Lakes dar.

Damit das Ganze funktioniert, ist es wichtig, dass das Tool überhaupt auf die Daten zugreifen darf. Eine Enterprise-Search-Lösung hat im besten Fall ein recht umfangreiches Set von Standardkonnektoren an Bord, durch die sie sich mit unterschiedlichen Datenquellen verbinden kann. Bei der Auswahl entsprechender Software sollten Unternehmen zudem darauf achten, dass sie skalierbar ist. Oft sind die Datenbestände sehr groß und weiter im Wachstum begriffen, damit muss das Tool umgehen können.

Das Herz eines guten Enterprise-Search-Systems ist die künstliche Intelligenz. Früher stand die Volltextsuche im Fokus solcher Lösungen, mittlerweile ist Machine Learning ein treibender Faktor für die Wertschöpfung durch Daten. Erst mit intelligenter Content-Analyse-Software wird ein Enterprise-Search-System zu einem wichtigen digitalen Mitarbeiter im Unternehmen. Mit ausgeklügelten Verfahren ist das Tool dann in der Lage, Inhalte je nach Thema zu erfassen, automatisiert zu sortieren, Querverbindungen und Beziehungen zwischen Datensätzen auszumachen und Trends zu erkennen.

Wertschöpfung und Monetarisierung

Für die Geschäftsführung ist wichtig, sich klarzumachen, dass sie Daten in vielerlei Weise zur Monetarisierung nutzen kann. Nicht immer schlägt sich der Profit allerdings in offensichtlichen Umsätzen oder Gewinnen nieder. Es gibt Wertschöpfungen, die sich eher passiv auf die Wirtschaftsleistung des Unternehmens auswirken.

Beispiele für direkte Wertschöpfungen sind etwa neue Geschäftsmodelle, Produkte. Oder Kunden, die Unternehmen durch die Analyse der vorhandenen Datensätze etablieren beziehungsweise gewinnen können. Ein weiterer direkter monetärer Nutzen entsteht beispielsweise aus der Wiederbelebung alter Kundenkontakte, die bereits brachlagen, weil sie im Datensumpf untergegangen sind.

Eher indirekte Wertschöpfung ergibt sich zum Beispiel daraus, dass Teams ihre Prozesse optimieren und effizienter arbeiten oder das Management aufgrund einer weitreichenderen Informationslage bessere Entscheidungen trifft. Zuweilen kommt es sogar vor, dass Mitarbeiter gleichzeitig an ein und derselben Lösung für ein Problem arbeiten, das sich an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen in verschiedenen Ausprägungen verdeutlicht. Ein Phänomen, das das Management verhindern könnte, wenn es die richtigen Daten nicht nur hätte, sondern auch Querverbindungen analysieren könnte. Falsche Entscheidungen und schlechte Prozesse kosten das Unternehmen Geld.

Egal, welche Art der Wertschöpfung angewandt wird, wertvolles Wissen aus Daten bleibt ohne entsprechende Analysemechanismen oft ungenutzt. Unternehmen kostet es bares Geld, die Auswertung und Nutzung des Datenbestands zu vernachlässigen.

Return of Investment

Gerade im Mittelstand hält sich trotz allem hartnäckig das Gerücht, dass der Kosten-Nutzen-Faktor eines Enterprise-Search-Tools ungünstig und der Aufwand der Implementierung enorm sei. Beides ist tatsächlich nicht der Fall.

Eine Enterprise-Search-Software kostet natürlich erst einmal Geld im Sinne von Nutzungsgebühren oder Lizenzkosten und Implementierungsleistungen. Doch angesichts des Potentials zur Monetarisierung können Unternehmen ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass sich die Anschaffung sehr bald nach der Einführung amortisieren wird. Das System in Betrieb zu nehmen sollte jedenfalls kein Hindernis darstellen. Enterprise-Search-Lösungen sind bei normalen Anforderungen schnell installiert und mit allen notwendigen Datenquellen verbunden, sodass sie zügig die Arbeit aufnehmen können.

Unternehmensdaten sind ein wertvolles Asset. Oft liegen im Datenmeer Schätze verborgen, die nur darauf warten, gehoben zu werden.

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Neues im Bereich ERP: AnwenderInnen im Mittelpunkt

Neues im Bereich ERP: AnwenderInnen im Mittelpunkt

Die letzten zwei Jahre waren für mittelständische Unternehmen eine echte Herausforderung. Neben ständigen Veränderungen und Unsicherheiten mussten sie neue Möglichkeiten finden, ihre unternehmerischen Ziele zu erreichen und ihre Arbeitsweise an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Besonders schwierig war das für all jene MitarbeiterInnen, die bereits zuvor ein Drittel ihrer Arbeitszeit mit manuellen Routine-Aufgaben und umständlichen Backoffice-Prozessen verbrachten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie AnwenderInnen jetzt bei ERP im Mittelpunkt stehen.

Neues im Bereich ERP: AnwenderInnen im Mittelpunkt

Die in diesem Bereich bestmögliche Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), ihre Agilität und Produktivität effektiv zu steigern, die Kosten niedrig zu halten und den Druck auf die überlastete Belegschaft zu reduzieren, sind dabei innovative Unternehmenstools und Technologien. Doch was müssen moderne ERP-Systeme mitbringen, um Unternehmen im Mittelstand hierbei optimal zu unterstützen? Wohin geht der Trend im ERP-Bereich im Jahr 2022 und darüber hinaus? Das lesen Sie jetzt!

Moderner Mittelstand: Was sollte ein gutes ERP-System können?

Unit4 CEO Mike Ettling erläuterte kürzlich auf einer Veranstaltung für AnalystInnen in Boston, welche Eigenschaften ein agiles ERP-System für den Mittelstand haben sollte. Als besonders wichtig hob er hervor:

  • Flexible Erweiterbarkeit um Apps, die harmonisch miteinander koexistieren, ohne die Kernanwendung zu beeinträchtigen
  • Solide Kernfunktionalität ohne Kompromisse
  • Intelligente Technologien (wie KI und maschinelles Lernen) zur Automatisierung von Workflows und Prozessen
  • Durchgängiger Zugriff, um die Interaktion mit dem ERP während der Nutzung von Systemen wie Slack oder Teams zu gewährleisten
  • Offene Architektur, um bereits im Einsatz befindliche Systeme integrieren zu können
  • Hohe Benutzerfreundlichkeit, auch für GelegenheitsnutzerInnen

All diese Merkmale haben eines gemeinsam: Sie erleichtern den AnwenderInnen tagtäglich die Arbeit und sorgen schnell und zielgerichtet für eine Verbesserung der Benutzererfahrung. Für uns daher ganz klar der Top-Trend für 2022!

ERP-Trend 2022: Optimale Bedingungen schaffen für hervorragende Arbeit

Gerade wenn es um Unternehmenssoftware geht, wird ein positives Nutzererlebnis künftig kein optionales Extra mehr sein. Vielmehr wird es ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Systems sein, das seinen AnwenderInnen echte Unterstützung im Arbeitsalltag bietet.

In unserem privaten Umfeld haben wir uns alle mittlerweile an Software gewöhnt, die einfach zu bedienen ist und schnell, unkompliziert und intuitiv das erledigt, was wir uns von ihr erwarten. Am Arbeitsplatz ist das für viele allerdings leider (noch) nicht der Fall.

Eine von Unit4 durchgeführte Studie ergab, dass 74 Prozent der BenutzerInnen nicht gerne mit dem ERP-System arbeiten, das ihr Unternehmen im Einsatz hat. Schlimmer noch: Die übrigen 26 % gaben an, die Arbeit mit ihrem ERP regelrecht zu hassen.

Doch ohne ein einfach nutzbares, intuitives System sind die meisten AnwenderInnen nicht in der Lage, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und ihre Produktivität zu steigern. Das ist keine Überraschung, denn wer den größten Teil seiner Arbeitszeit damit verbringt, mit dem hauseigenen Backoffice-System zu kämpfen, kann seine eigentliche Arbeit nicht wirklich zielführend erledigen. Doch es gibt eine Lösung.

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Benutzererfahrung verbessern – aber wie?

Um dem Bedarf nach verbesserter User Experience gerecht zu werden, hat Dmitri Krakovsky, CPO von Unit4, mit seinem neu geschaffenen User-Experience-Team fünf zentrale Faktoren erarbeitet, die für ein besseres Benutzererlebnis unerlässlich sind:

1. Möglichkeiten zur Personalisierung

Jeder User, jede Userin hat auch eine eigene Anforderung an das genutzte ERP-System. Ganz besonders in Unternehmen, die sich nicht auf starre, produktbasierte Fertigungsprozesse stützen. Ein gutes Benutzererlebnis zeichnet sich dabei meist dadurch aus, dass alle Software-NutzerInnen individuell bestimmen können, welche Features und Services sie wirklich brauchen – und welche nicht. Gerade für eine Personalisierung dieser Art ist in der Regel eine Mikroservices-Architektur unerlässlich, in der die einzelnen Dienste als separate, voneinander abkoppelbare Elemente behandelt werden, die jeder nach Bedarf aus- oder abwählen kann.

2. Echte Unterstützung für die AnwenderInnen

Hier rückt das Thema KI erst so richtig in den Vordergrund. Systeme sollten in der Lage sein, die Bedürfnisse der BenutzerInnen zu antizipieren, indem sie bei routinemäßigen Workflows entsprechende Eingabeaufforderungen anzeigen und bei der Durchführung bestimmter Vorgänge die nächsten erforderlichen Schritte vorschlagen. Durch die Integration fortschrittlicher virtueller Assistenten in ein ERP-System können die AnwenderInnen Daten schneller abrufen, ohne dabei jedes Mal starren, strukturierten Prozessen folgen zu müssen. Das ermöglicht nahtlosen Zugriff auf die Unternehmensdaten und eine unkomplizierte Weiterverarbeitung. Ein gutes Beispiel hierfür wäre etwa Wanda von Unit4.

3. Geringes Fehlerrisiko

Eine Tatsache, die im Zusammenhang mit der Nutzung von ERP-Systemen oft übersehen wird, ist, dass die meisten AnwenderInnen so genannte „Light User“ sind, die die Software entweder nicht oft brauchen oder sich nicht im Detail damit beschäftigen müssen. Von diesen BenutzerInnen kann man folglich nicht erwarten, dass sie alle Eigenheiten des Systems kennen und verstehen. ERP-Tools, die eine hervorragende Benutzererfahrung anstreben, sollten daher über integrierte Sicherheitsmaßnahmen verfügen, die Fehler und Diskrepanzen schnell erkennen und den AnwenderInnen helfen, rasch wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

Neues im Bereich ERP: AnwenderInnen im Mittelpunkt

4. Hohe Geschwindigkeit und Effizienz

Ein gutes Benutzererlebnis sollte stets darauf abzielen, einzelne Aufgaben so rasch und einfach wie möglich zu erledigen. Denn je schneller Tasks vom Tisch sind, desto produktiver sind die Mitarbeitenden. Unit4 hat es sich hier etwa zum Ziel gesetzt, den Usern so genannte 10-Sekunden-Interaktionen mit dem System zu ermöglichen. Das geschieht entweder durch die vollständige Automatisierung von Prozessen (wie etwa beim Smart Invoicing) oder durch die Optimierung der Benutzeroberfläche, über die die AnwenderInnen Ihre Aufgaben erledigen.

5. Zielgerichtetes Arbeiten mit dem richtigen Ergebnis

Eines ist klar: Auch das beste Benutzererlebnis ist nutzlos, wenn es schlussendlich nicht den richtigen Output liefert. Ein modernes ERP-System sollte daher nicht nur transparente Daten und Prozesse garantieren. Es sollte selbstverständlich auch ein besonderes Augenmerk auf das finale Ergebnis legen.

Blicken Sie über den Bildschirmrand hinaus

Die Auswirkungen des Trends zu einer nahtloseren und intuitiveren Nutzererfahrung gehen weit über Benutzeroberflächen und Schnittstellen hinaus. ERP-AnbieterInnen – und auch KäuferInnen – müssen sich nicht nur bewusst machen, wie wichtig diese Elemente sind. Sondern auch, welchen Herausforderungen sie auf dem Weg dorthin gegenüberstehen. Für viele von ihnen könnte es sogar notwendig sein, die Architektur ihrer Lösung von Grund auf neu zu konzipieren.

Bei Unit4 war das beispielsweise der Fall. In den letzten zwei Jahren haben wir uns intensiv mit dieser Herausforderung auseinandergesetzt. Wir haben ein ERP-System der nächsten Generation (ERPx) entwickelt, das den Trend in Richtung eines besseren Benutzererlebnisses unterstützt und vorantreibt.

Auch wenn es unerlässlich ist, neue Technologien anzunehmen und zu nutzen, sollten Sie dabei verstärkt auf die Art und Weise achten, wie die Systeme ihre Features und Funktionen für die NutzerInnen bereitstellen. Es ist nicht ausreichend, dass Ihr Tool einen guten Eindruck macht. Eine positive Benutzererfahrung, die produktives, angenehmes Arbeiten ermöglicht, muss künftig zentraler Bestandteil des Systemdesigns sein.

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KI Trends 2022: Demokratisierte Alltags-KI

KI Trends 2022: Demokratisierte Alltags-KI

Einzelne KI-Use Cases, die von einem isolierten Team aus Data Scientists umgesetzt werden, sind nicht mehr zeitgemäß. 2022 geht der Trend hin zu demokratisierten Projekten und dem alltäglichen Einsatz der Technologie. Was Ihr Unternehmen jetzt über Alltags-KI wissen muss, erfahren Sie in diesem Beitrag.

KI Trends 2022: Demokratisierte Alltags-KI

Künstliche Intelligenz (KI) bringt Unternehmen aus den verschiedensten Branchen schon seit Jahren Wettbewerbsvorteile. 2022 werden sich Umsetzung, Verantwortlichkeiten und Umfang des Einsatzes allerdings verändern. Alltags-KI, Code-freie Tools, stärkeres Vertrauen in die Technologie und eine bessere Data Governance sind die KI-Trends 2022, weiß Rachel Boskovitch von Dataiku. Das bringt viele neue Chancen – allerdings nur für diejenigen, die auch Risiken frühzeitig adressieren und ihre Strategie entsprechend anpassen.

KI-Trend 1: Von der Unternehmens-KI zur Alltags-KI

Häufig nutzen Unternehmen das Potenzial Künstlicher Intelligenz bereits zur Lösung spezifischer Herausforderungen oder haben erste Pilot-Cases umgesetzt. Das bringt ohne Zweifel Mehrwerte, ist jedoch nur ein erstes Stadium auf dem Weg zu einer ganzheitlichen KI-Strategie. 2022 wird sich der Schwerpunkt von dieser Unternehmens-KI hin zur einer wirklichen Alltags-KI verlegen. Das bedeutet: Robuste Datenprojekte und -prozesse werden auf allen Unternehmensebenen erfolgreich eingesetzt und skaliert.  Unternehmen, die KI so früh wie möglich nicht mehr nur für ein bestimmtes Projekt oder einen bestimmten Anwendungsfall einsetzen, werden dann zu einem echten KI-Unternehmen. Sie können Synergien nutzen, eine valide Datengrundlage aufbauen und nutzen und ihre Projekte weit über die Anstrengungen der Konkurrenz hinaus skalieren. Dabei wird KI nicht mehr als isoliertes Thema betrachtet, sondern als essenziellen Treiber für die Entwicklung des Kerngeschäfts gesehen.

Bei dieser sehr operativen und organisatorischen Tätigkeit bewährt sich die richtige Balance zwischen Bottom-up-Empowerment und Top-down-Unterstützung. Bestandteile dieser Strategie sind branchenunabhängig die Weiterbildung der Teams, ein demokratisierter Datenzugang, die klare Festlegung von Prioritäten und die Erstellung einer strategischen Roadmap.

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KI-Trend 2: Code-freie Tools

Code-freie Tools entwickeln sich rasant und Geschäftsanwender werden anfangen, mehr Wert aus KI zu ziehen als Data Scientists – der Beginn eines grundlegenden Mentalitätswandels in Bezug auf Daten-Tools. 2022 wird sich die Anzahl von Personen, die Zugang zu Daten haben und täglich damit arbeiten, vergrößern. Dadurch können die Arbeit sowie Fachkenntnisse aller Mitarbeiter – auch ohne Data Science-Fähigkeiten – auf sinnvolle Weise in Data-Science-Projekte eingebunden werden. Intelligente Dateneingabe, die Verarbeitung von Daten und Zeiten, das Löschen komplexer Textfelder, die Kombination von Datensätzen und sogar die Erstellung neuer Modelle für maschinelles Lernen – all dies sind Beispiele für Aufgaben, die AnwenderInnen auf vielen Plattformen ohne Code erledigen können.

Damit diese Einbindung gelingt, benötigen Unternehmen ein vielfältiges Angebot an technologie- und datenbezogenen Rollen und Profilen. Dies können Unternehmen erreichen, indem jeder Teil der Data Journey aufgeschlüsselt und in konkrete organisatorische Ressourcen und Bedürfnisse übersetzt wird und diese Bedürfnisse dann den verschiedenen verfügbaren Datenrollen und -profilen zugeordnet werden.

KI-Trend 3: Mehr Vertrauen, aber höhere Risiken beim Einsatz von KI

Unternehmen werden stetig besser im Einsatz von Modellen. Da sie den Erfolg ihrer bestehenden Data-Science- und KI-Initiativen sehen, drängen Unternehmen auf neue Data-Science-Implementierungen in anderen Bereichen ihres Unternehmens. Infolgedessen wächst das Vertrauen und Unternehmen experimentieren mehr. Das führt KI-Führungskräfte unweigerlich aus einer Komfortzone heraus, in der ihre Daten- und KI-Anwendungen bereits gut verstanden wurden. In dem Maße, in dem sich Unternehmen über dieses Stadium hinaus entwickeln, entstehen allmählich neue Risiken. Der Grund: Die nächste Reihe von Prozessen ist weniger bekannt. Trotz der damit verbundenen Risiken ist ein solcher Schritt erforderlich, um den potenziellen künftigen Wert künftiger Data-Science- und KI-Implementierungen zu erschließen.

KI-Trend 4: Mehr Regulierungen, bessere Data Governance 

In Anbetracht des wachsenden Vertrauens der Unternehmen in KI wird sich auch die regulatorische Seite dieser Implementierungen weiterentwickeln. Aktuelle Entwicklungen wie die Planung neuer Regulierungen der Europäischen Union für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigen, wie sehr Data Governance künftig an Bedeutung gewinnen wird. Das bedeutet nicht zwangsläufig Bürokratie. Aber die Versprechen und Fähigkeiten von KI in Unternehmen werden auch zu einer veränderten Einstellung gegenüber der Regulierung und Steuerung dieser Technologie führen.

Die Entwicklung hin zu einer noch besseren Data Governance verspricht zwar eine positive Zukunft in allen Sektoren. Gleichzeitig werden Teams an der Spitze aber auch durch neue Praktiken geregelt werden, die IT- und Geschäftsteams wirklich aufeinander abstimmen. Infolgedessen werden künftige KI-Implementierungen in Unternehmen die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen. Die für die Data Governance verantwortlichen Teams werden über eine ganze Reihe von Fachkenntnissen aus allen Bereichen des Unternehmens verfügen, z. B. in den Bereichen Datenarchitektur, Datenschutz, Integration und Modellierung.

Unternehmen, die den Trend hin zur demokratisierten Alltags-KI erkennen und Schritte zur deren Umsetzung einleiten, profitieren von der frühzeitigen Adaption. Sie werden mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die sie durch eine gezielte Organisation bewältigen können. Langfristig kann so eine Pionierstellung erreicht werden, die die Potenziale eines ganzheitlichen Einsatzes Künstlicher Intelligenz voll ausschöpft und sie zu wirklich datengetriebenen, zukunftsfähigen Unternehmen transformiert.

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